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Der M4 Sherman war ein US-amerikanischer mittlerer Panzer im Zweiten Weltkrieg, der nach dem US-amerikanischen General William T. Sherman (1820-1891) benannt wurde.
Bewaffnung und Panzerung entsprachen dem damaligen Stand der Technik, waren aber eher durchschnittlich. Sein großer Vorteil waren die horizontal selbst-stabilisierende Kanone, die geringen Herstellungskosten und die breit angelegte Produktion mit hoher Standardisierung der Bauteile. Monatlich sollen 2.000 Stück produziert worden sein. Aufgrund der vielen Firmen, die an der Produktion beteiligt waren, wurde der M4 zeitgleich mit verschiedenen Motoren ausgestattet, was zu Qualitätsunterschieden führte.
Die im deutschsprachigen Internet oft zu findende Behauptung, die ersten Versionen der Sherman hätten die unerfreuliche Angewohnheit gehabt, wegen ihres sehr unzuverlässigen 425-PS-Chrysler-Benzinmotors ohne jede Feindeinwirkung Feuer zu fangen, was regelmäßig die Munitionsvorräte zum Explodieren brachte, kann nicht durch Quellen aus dem englischen Sprachraum bestätigt werden. Ganz im Gegenteil, die verschiedenen Motoren werden für ihre hohe Zuverlässigkeit und lange Lebensdauer gelobt. Eine bekannte Schwäche der frühen M4 war die hohe Wahrscheinlichkeit, dass es nach einem Treffer zu einer Explosion der Munition kam, was dann auch den Motor in Brand setzte. Britische Panzerbesatzungen bedachten den Sherman daher mit dem Spitznamen Ronson (in Anspielung auf eine populäre Feuerzeugmarke), bei den Deutschen war er als "Tommykocher" bekannt. Dieses Problem hatten allerdings alle Panzer aller am Krieg beteiligten Nationen, lediglich bei den ab Anfang 1944 hergestellten M4 wurde es durch die Anbringung von Wasserbehältern an den Stauräumen für die Munition gelöst. Dieses als „wet storage“ bezeichnete System senkte die Brandgefahr nach einem Treffer in den Kampfraum um den Faktor vier und mehr.
Ende 1943 wurde eine Sherman-Variante in Entwicklung gegeben, die hauptsächlich bei der Artillerie eingesetzt werden, sich jedoch auch zur Panzerabwehr eignen sollte. Sie wurde mit einer 105mm-Haubitze ausgestattet, die die einzige Veränderung am Fahrzeug war. Im August 1944 wurden die ersten 200 Fahrzeuge an der Westfront eingesetzt. Sie überzeugte durch sehr gute ballistische Eigenschaften und hohe Treffgenauigkeit. Sie wurde auch im Korea-Krieg und darüber hinaus eingesetzt.
Es wurden verschiedene Varianten in der Bewaffnung produziert, um den Bedarf an stärkerer Durchschlagskraft nachzukommen. Als beste US-Version gilt der M4A3E8; auch als "Easy eight" bezeichnet. Sein verbessertes Fahrwerk steigerte die Beweglichkeit und seine 76 mm M1A2 L/52 Kanone hatte eine bessere Durchschlagskraft, war aber gegen Tiger und Panther noch immer unzureichend.
Der Sherman Firefly war ein britischer Umbau, bei dem das Rohr der 17-Pfünder-Pak (76,2 mm L/55) die 75-mm-Kanone ersetzte. Um das Bodenstück der langen Waffe unterbringen zu können, erhielt der Sherman-Turm ein verlängertes Heck. Funker samt Bug-MG entfielen, um Platz für die unhandliche 17-Pfünder-Munition zu schaffen. Zu Beginn der Invasion verfügte jede britische Panzerkompanie über einen Firefly. Er blieb bis zum Erscheinen des M26 Pershing Anfang 1945 der einzige Panzer der Westalliierten, der Panther und Tiger im Feuerkampf einigermaßen gewachsen war.
Trotz der späten Entwicklung war er bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges der meistproduzierte (55,95 %) US-amerikanische Panzer.
In den 60er Jahren entstand bei der israelischen Armee aus alten, restaurierten Shermans ein neuer M51 Isherman. Diese „modernen“ Shermans sollen die Israelis immer noch in Reserve haben. Chile soll einige von Israel gekauft haben und sie auch noch besitzen. Auch gingen solche Shermans an eine christliche Miliz, die im Südlibanon auf Seiten der Israelis kämpfte. Diese Miliz soll den Sherman noch 1990 bei Kämpfen nördlich von Beirut eher erfolglos eingesetzt haben.
Diese Fahrzeuge wurden als Tank Destroyer (zu deutsch: "Panzerzerstörer") bezeichnet und waren in erster Linie für den Kampf gegen die feindlichen Panzer vorgesehen.
M4A1
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