Shaanxi () ist eine Provinz im Herzen Chinas. Wegen der Namensähnlichkeit wird sie gelegentlich mit der benachbarten Provinz Shanxi verwechselt. Deshalb die Schreibweise mit aa. Die alte deutsche Schreibweise ist Schensi, die der Provinz Shanxi dementsprechend Schansi.
Die Provinz liegt im Übergangsgebiet zwischen Nord- und Nordwestchina. Angrenzende Provinzen sind die Innere Mongolei, Shanxi, Henan, Hubei, Sichuan, Gansu und Ningxia. Die meisten Großstädte liegen im dicht besiedelten Tal des Wei-Flusses, wie auch die Provinzhauptstadt Xi'an. In der Wei-Fluss-Ebene leben zwei Drittel der Bevölkerung. Auf der Lößhochebene wird die Landwirtschaft durch Wassermangel und strenge Winter beeinträchtigt.
Die Bevölkerung besteht nicht nur aus Han-Chinesen, sondern auch aus islamischen Hui, die wahrscheinlich während der Tang-Dynastie eingewandert sind. Neben dem Trommelturm in Xi'an gibt es ein islamisches Viertel, in dem bis heute eine hölzerne Moschee aus der Tang-Zeit erhalten ist.
Am 2. Februar 1556 kamen beim Erdbeben in Shaanxi, dem tödlichsten Erdbeben der Geschichte, welches auch Gebiete in heutigen Nachbarprovinzen betraf, 830.000 Menschen ums Leben.
Im Nordteil der Provinz lag 1935 die von Kommunisten errichtete "Chinesische Sowjetrepublik" von Yan'an, im Südteil ereignete sich 1936 der Zwischenfall von Xi'an.
Shaanxi besteht aus neun Präfekturen und der Hauptstadt Xi'an.
Die Präfekturen:
Die Provinzhauptstad Xi'an ist die historisch interessanteste Stadt Chinas. Die alte Kapitale, die ihre Blütezeit vor 1.300 Jahren erlebte, birgt nur noch zwei Bauten aus jener Ära: die große und die kleine Wildganspagode. Sehenswert ist aber auch die mächtige Stadtmauer aus dem späten 14. Jahrhundert.
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