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Der Sexus ist eine Kategorie der Sprachwissenschaft. Dabei geht es um sprachliche Ausdrucksmittel, die das biologisch-soziale Geschlecht von Wörtern anzeigen, die sich auf belebte Wesen beziehen. Es kann sich um Ausdrucksmittel handeln, die sexusunmarkierte Wörter in Hinblick auf das biologisch-soziale Geschlecht auszeichnen, oder um Ausdrucksmittel, die geschlechtlich festgelegte Wörter einem anderen Geschlecht zuordnen (Motion).

Beispiele


So sind Hase oder Gans im Deutschen sexusunmarkiert, d.h. wenn jemand von einem Hasen oder einer Gans spricht, ist offen, ob es sich um ein männliches oder ein weibliches Tier handelt; Häsin und Gänserich bzw. Ganter sind hingegen eindeutig sexusmarkiert, und zwar durch die Motionssuffixe -in bzw. -erich oder – im Falle von Ganter – durch die Ersetzung (Suppletion) des Wortes mit einem anderen (wenn auch historisch zu Gans gehörigen). Herr ist ein Wort, das sich semantisch auf Männer bezieht, mit dem Motionssuffix -in kann es auf Frauen bezogen werden.

Sexus-neutrale Sprache


Von der feministischen Bewegung wird eine sexus-neutrale Behandlung der Wörter zur Bezeichnung von Menschen und deren Berufen in der deutschen Sprache gefordert. Dazu gehört die Verwendung des umstrittenen Binnen-Is. Insbesondere wird kritisiert, dass männliche Bezeichnungen sehr oft als die (unmarkierten) Standardbezeichnungen für beide Geschlechter verwendet werden. Andererseits wird von neueren Ansätzen des Feminismus – nämlich von der Queer Theory – die Hervorhebung des Geschlechts bzw. der Zweigeschlechtlichkeit abgelehnt, wie sie im Deutschen zum Beispiel durch spezielle Endungen wie -in oder auch durch das regelwidrige Binnen-I vorgenommen wird.

Sprachwissenschaft

 

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