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Ein Sequenzer * ist ein Gerät zur Tonerzeugung durch einen Computer. Es dient der Aufnahme, der Bearbeitung und der Wiedergabe von Steuerdaten, insbesondere MIDI. Es werden keine Töne aufgenommen und wieder abgespielt, sondern Klangerzeuger angesteuert. Dort werden die Klänge an Hand von Algorithmen immer wieder neu geschaffen.
Mit einem Sequenzer können auch Tonlängen und die Lautstärke gesteuert werden und auch, welches Instrument dazu benutzt werden soll. Dies kann über ein Masterkeyboard oder über die normale Computertastatur und der Maus erfolgen.
Dadurch, dass nicht "echte" Musik aufgezeichnet wird, sondern dem Computer nur Steuerdaten mitgeteilt werden, entstehen für die Bearbeitung der Musik folgende Vorteile:
- die Datenmenge der eingespielten Musik reduziert sich auf ein Minimum ,
- die Bearbeitung (Veränderung und Verschiebung einzelner Töne) gestaltet sich einfacher.
Geschichte
Tonwalzenmechanik einer Spieluhr
Der älteste Sequenzer ist die
Tonwalzenmechanik einer
Spieldose. In diesem Mechanismus sind ebenfalls Spieldaten gespeichert und zwar in Form von Metallstiften, die beim Drehen der Walze die Klangzungen mechanisch anschlagen. Die "Programmierung" eines Musikstücks auf einem solchen "Datenträger" setzte natürlich großes handwerkliches Geschick voraus und war recht mühsam.
Step-Sequencer
Nach den mechanischen Sequencern folgten mit der Erfindung und Weiterentwicklung des Synthesizers die Step-Sequenzer. Der Name des Step Sequencers kommt daher, dass man jeden Ton Schritt für Schritt ("Step by Step") mit seinen Eigenschaften wie eben Tonhöhe, Dauer usw. programmieren musste. Anfangs waren dabei nur zwischen 8 und 64 Töne möglich. Die Weiterentwicklung von Step-Sequenzern sind
Pattern-Sequenzer. Diese können mehrere Step-Muster in Hyrarchien verwalten.
MIDI-Sequencer
Der nächste Entwicklungsschritt war die
Digitalisierung der Spieldaten, was deren Abspeicherung zunächst auf
Tonbandkassetten und später auf
Disketten erlaubte. Dann folgte die
Echtzeitaufzeichnung durch direktes Einspielen mit Hilfe einer Tastatur. Schließlich wurde
MIDI als universelle Sprache für elektronische Musikinstrumente eingeführt. Die heutigen Sequenzer sind überwiegend Geräte zur Aufzeichnung, Bearbeitung und Wiedergabe von MIDI-Daten.
Sequenzer im Bandmaschinenmodus
Mit Sequenzer im Bandmaschinenmodus können Steuerdaten auf einer zeitlichen Achse beliebig angeordnet und bearbeitet werden. Sie sind heute die klassischen Arbeitsmittel bei Studioproduktionen, Step- und Pattersequenzer findet man eher im Live-Bereich.
Hardware Sequenzer
Software Sequenzer
Weitere Software-Synthesizer, die den Tracker-Gedanken weiter führen, sind z.B. Jeskola Buzz und seine Abkömmlinge (s.u.)
Weitere Formen
Neben diesen sehr bekannten Vertretern der Sequenzer gibt es auch sogenannte
Tracker, die seit Mitte der
1980er Jahre verwendet wurden und mittlerweile nur mehr von Liebhabern verwendet werden. Die Dateiformate
MOD und z.B.
XM, IT, S3M, OCT, NST, AMF sind spezielle Tracker-Formate.
Eine weitere Variante der Sequenzer sind die sogenannten Composer oder Arranger. Diese Programme verbinden die Fähigkeiten der klassischen MIDI-Sequenzer mit einer style-orientierten Arbeitsweise. Eine Abfolge von Harmonien wird mit verschiedenen Musikstilen, den Styles, verknüpft. Die Software komponiert daraus ein Musikstück.
Die Harmoniesequenzen werden üblicherweise mit Akkordsymbolen in die Software eingegeben. Die meisten Programme enthalten eine Anzahl von Styles verschiedener Musikrichtungen. Es können aber auch eigene Styles erstellt werden, die dann in beliebig vielen Stücken benutzt werden können.
Verbreitete Programme dieses Genres sind:
Weblinks
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