SeptimeSévère.jpg]] Lucius Septimius Severus (* 11. April 146, † 4. Februar 211) war römischer Kaiser vom 9. April 193 bis zum 4. Februar 211. Er begründete die Dynastie der Severer und war einer der Kaiser des römischen Fünfkaiserjahres.
Geboren wurde Septimius Severus in Leptis Magna 600 Kilometer südöstlich von Karthago, an der nördlichen Küste der Provinz Africa. Seine Familie entstammte der Ritterschaft.
172 wurde er vermutlich von Kaiser Marcus Aurelius in den Senatorenstand erhoben. 190 wurde er Konsul. Im darauf folgenden Jahr erhielt er von Commodus den Befehl über die Legionen in Pannonia. Als schließlich Pertinax von den Truppen 193 ermordet wurde, wurde Severus in Carnuntum zum Kaiser ausgerufen.
Er eilte daraufhin nach Italien, um Rom ohne Widerstand einzunehmen. Die Legionäre in der Provinz Syria riefen jedoch Pescennius Niger als Kaiser aus, die in Britannien stationierten Clodius Albinus. Bis 197 brauchte Septimius, um sämtliche Konkurrenten um den Thron auszuschalten und nach den Wirren des Fünfkaiserjahres die Reichseinheit wiederherzustellen.
Nachdem er dessen Verbündeten Asellius Aemilianus bei Kyzikos und Pescennius Niger selbst im März 194 bei Issos besiegt hatte, führte Septimius Severus 195 und 197/198 erfolgreich Krieg gegen die Parther, wodurch der nördliche Teil Mesopotamiens unter römische Kontrolle kam, der als Provinz eingerichtet wurde. Auch die parthische Hauptstadt Ktesiphon konnte wohl Ende 197 (oder Anfang 198) gestürmt werden, der Partherkönig hatte es vorgezogen zu flüchten; nach Cassius Dio (76,9) sollen dabei 100.000 Gefangene gemacht worden sein. Diese Siege im Osten wurden auf dem Septimius-Severus-Bogen verewigt. 198 nahm er den Beinamen Parthicus maximus an, der auch auf Münzen geprägt wurde; diesen Titel hatte vor ihm Trajan getragen, als dessen Nachfahre Septimius sich nun darstellte. Zwei Vorstöße gegen Hatra scheiterten jedoch.
Seine Beziehungen zum römischen Senat waren niemals die besten. Er machte sich dadurch unbeliebt, dass er die Macht des Senates mit Hilfe des Militärs beschränkte und gab die Ressentiments gegen ihn in gleicher Weise zurück: Dutzende von Senatoren ließ er mit Anklagen wegen Korruption oder Konspiration gegen ihn hinrichten und ersetzte sie durch Günstlinge. Er entließ die Prätorianer und ersetzte diese durch sein eigenes Militär.
Seinem Sohn Caracalla gab er den neuen Namen Marcus Aurelius Antoninus, um somit an das „goldene Zeitalter“ der Antonine anzuknüpfen, besonders an Mark Aurel. Die Macht der Militärs wurde eingeschränkt, indem einzelne Generäle nun weniger Legionen unter ihrem Kommando hatten.
Luk_Septymiusza_Sewera.jpg Obwohl sein Machtanspruch Rom in eine Militärdespotie verwandelte, war er bei der Bevölkerung Roms äußerst beliebt. Er stellte die Moral nach den Jahren des Niedergangs durch die Regentschaft Commodus’ wieder her. Die Korruption wurde durch ihn eingedämmt. Als er von seinem Sieg über die Parther zurückkehrte, ließ er einen Triumphbogen errichten, der sich bis heute erhalten hat und den Namen des Septimius Severus trägt.
Unter seiner Regierung kam es zu lokalen Christenverfolgungen; bereits 202 hatte der Kaiser den Übertritt zum Christentum unter Strafe gestellt. Zweifelsohne hielten sich dennoch Christen an seinem Hof auf. Die Christenverfolgungen in Ägypten und in Theben sowie in den Provinzen Africa und im Osten ließ er geschehen, auch wenn die Kirche davon kaum getroffen wurde.
Nach seinem Tod wurde er durch den Senat zum Gott erklärt. Ihm folgten seine streitsüchtigen Söhne Caracalla und Geta nach. Die mühsam errichtete Stabilität der Regentschaft des Septimius Severus war damit ausgelöscht. Severus selbst blieb jedoch als ein starker Kaiser in Erinnerung.
Kaiser (Rom) | Mann | Geboren 146 | Geboren 211
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