Unter Separatorenfleisch versteht man maschinell von Knochen gelöstes Fleisch von Rindern, Schweinen und weiteren Säugetieren. Seit dem BSE-Skandal darf Separatorenfleisch von Rindern nicht mehr hergestellt oder verwendet werden. Bei anderen Tieren besteht Kennzeichnungspflicht der Produkte.
Herstellung
Da die händische Ablösung von Restfleisch vom Knochen ein sehr arbeitsaufwändiger Prozess ist, werden die fleischbehafteten Knochen grob zerkleinert und dann durch einen löchrigen
Zylinder gedrückt. Die Knochen- und Knorpelteile verbleiben im Zylinder, während das Restfleisch darunter gesammelt und weiterverarbeitet wird.
Alternativ werden die mit Restfleisch behafteten Knochen durch Hochdruckwalzen geleitet, um Fleisch von Knochen zu trennen.
Einsatz
So gewonnenes Separatorenfleisch wird bei der Herstellung verschiedener
Wurstwaren verwendet.
BSE
Mit den ersten Meldungen über die Erkrankung
BSE geriet das Herstellungsverfahren für und die Verwendung von Separatorenfleisch in die Kritik. Durch das vorherige Zerkleinern von Knochen, sowie durch den hohen Druck, mit dem die Knochen-/Fleischmasse durch den Zylinder gedrückt wird, kann nicht ausgeschlossen werden, dass Nervengewebe, Sehnen und Knochenreste sowie Rückenmarksteile in die Weiterverarbeitung gelangen. Diese Reste gelten als potentielle Träger der
Prionen und damit als mögliche Auslöser der
BSE-Krankheit bei Tieren bzw. der
Creutzfeldt-Jakob-Krankheit beim Menschen.
Die Herstellung und Verarbeitung von Separatorenfleisch von Rindern ist daher seit dem 1. Oktober 2000 verboten. Bei der Verwendung von Separatorenfleisch von anderen Tieren besteht eine Kennzeichnungspflicht auf der Verpackung.
Unwort des Jahres
"Separatorenfleisch" wurde im Jahr
2000 in der Wahl zum
Unwort des Jahres als "weiteres Unwort" neben dem "Gewinner"
National befreite Zone gewählt. Nach Ansicht der Jury handele es sich bei dem Begriff um eine
seriös klingende, bei BSE-Verdacht besonders unangemessene Bezeichnung von Schlachtabfällen.
Siehe auch
Fleisch Fleischprodukt