| Wappen | Karte | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Sennestadtwappen2bunt.JPG | Lage der kreisfreien Stadt Bielefeld in Deutschland.png | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | bgcolor="#FFFFFF" | Regierungsbezirk: | Detmold | bgcolor="#FFFFFF" | Kreisfreie Stadt: | Bielefeld | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Geografische Lage: | bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 149 m ü. NN | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 24,7 km ² | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 21.536 (31. Januar 2005) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 872 Einwohner je km² | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahlen: | 33689 (alt: 4800) | bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | 05205 | bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | BI | bgcolor="#FFFFFF" | Adresse des Bezirksamts: | Bezirksamt Sennestadt Lindemann-Platz 3 33689 Bielefeld | bgcolor="#FFFFFF" | Offizielle Website: | Stadtbezirk Sennestadt | bgcolor="#FFFFFF" | E-Mail-Adresse: | Stadtbezirk Sennestadt | ||
| Politik | bgcolor="#FFFFFF" | Bezirksvorsteher: | Karl Wolff (CDU) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Sennestadthaus.jpg Der Stadtbezirk Sennestadt im Südosten der kreisfreien Stadt Bielefeld in Nordrhein-Westfalen ist als städtebauliche Besonderheit berühmt und hat etwa 21.500 Einwohner.
Nach den Entwürfen des Architekten Prof. Dr. Reichow ist die Großwohnsiedlung Sennestadt im ersten Nachkriegsjahrzehnt in der Heide- und Wiesenlandschaft der ehemaligen Gemeinde Senne II entstanden, vornehmlich für Heimatvertriebene und Flüchtlinge.
Damals als autogerechte Stadt der Zukunft gepriesen, gewinnt das zwischenzeitlich belächelte Konzept einer „organischen Stadtbaukunst“ heute wieder überraschende Aktualität. Nicht nur die Einwohner sind alles in allem zufrieden mit ihrem Bielefelder Stadtteil im Grünen nahe dem Teutoburger Wald; auch im Urteil von Stadtplanern gewinnt die aus dem Boden gestampfte Sennestadt, obwohl manches an ihr überholt ist, wieder Bedeutung als Beispiel eines menschengerechten Städtebaus.
Der Punkt mitten in der ehemals menschenleeren Senne, wo heute Bielefeld und die Kreise Gütersloh und Lippe aneinander grenzen, war früher sogar ein Vierländereck, woran historische Grenzsteine heute noch erinnern: Hier trafen die Territorien der Grafschaft Ravensberg, der Grafschaft (später Fürstentum) Lippe, des Hochstifts Paderborn und der Grafschaft Rietberg aufeinander.
Innerhalb der Provinz Westfalen gehört die Gemeinde Senne II nun zum Regierungsbezirk Minden und ab 1816 zum neugebildeten Kreis Bielefeld. Die in der Franzosenzeit eingeführte Trennung von Heepen und die Zugehörigkeit zum Amt Brackwede bleibt bestehen.
Am 15. Februar 1956 gründen der Landschaftsverband Westfalen-Lippe, der Landkreis Bielefeld und die Gemeinde Senne II die Sennestadt GmbH, um die preisgekrönten Pläne des Städteplaners Prof. Dr. Reichow zu realisieren. Ziel ist, „auf der grünen Wiese“ eine neue Großsiedlung vor allem für Flüchtlinge und Vertriebene zu bauen: Die Gesellschaft übernimmt den notwendigen Grunderwerb von rund 400 Hektar Fläche, stellt die finanziellen Mittel bereit, erschließt die Flächen und veräußert sie an Investoren und Bauwillige. Seit 1973 ist die Stadt Bielefeld alleinige Gesellschafterin der Sennestadt GmbH.
Aus der zum Amt Brackwede gehörenden Gemeinde "Senne II" wird mit Urkunde vom 27. April.1965 eine selbständige Stadt, die Sennestadt.
Bis 1970 ist das direkt an Eckardtsheim grenzende Wilhelmsdorf ein Beispiel für einen Ort auf der Grenze. In diesem Falle der Grenze zwischen der Gemeinde Sende (Kreis Wiedenbrück) und Sennestadt (Kreis Bielefeld). Zu diesem Zeitpunkt wird es nach Sennestadt eingemeindet.
1973 erfolgt die Eingliederung von Sennestadt als Stadtbezirk in die nun kreisfreie Stadt Bielefeld; dagegen gab es in Sennestadt erheblichen Widerstand, die juristischen Möglichkeiten gegen diese Eingemeindung wurden bis hin zum Verfassungsgericht - jedoch erfolglos - genutzt.
Die beiden katholischen Kirchengemeinden St. Thomas Morus und St. Kunigunde gehören zum Dekanat Bielefeld in der Seelsorgeregion Minden-Ravensberg-Lippe des Erzbistums Paderborn.
Des Weiteren gibt es hier eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) und für die Anhänger der Neuapostolischen Kirche die Neuapostolische Gemeinde Sennestadt.
Dargestellt sind im Wappen die Heidelandschaft der Senne und der Teutoburger Wald.
Der einzige Bahnhof des Stadtbezirks ist der Bahnhof Sennestadt - bis in die 1960er-Jahre Bahnhof Kracks genannt - hier hält im Stundentakt die Regionalbahn RB 74 Senne-Bahn von Bielefeld Hbf. nach Paderborn Hbf. und weiter als RB 84 Egge-Bahn nach Holzminden. Seit 2003 betreibt die NordWestBahn diese Strecke.
Die Stadtbahn Bielefeld (Endhaltestelle Senne) wird mit Stadtbussen der Linie 135 erreicht (10-Minutentakt, abends alle 30 Minuten). Die Buslinie 35 fährt über Hillegossen nach Sieker (Stadtbahn). Eine Ringlinie bedient den Ortsteil Eckardtsheim. Außerdem Regionalbusse: Linie 38 nach Oerlinghausen - Stieghorst und Linie 82 nach Stukenbrock.
Keine vier Kilometer vom Sennestadthaus entfernt liegt im Stadtteil Senne (ehemals Gemeinde "Senne I") der Landeplatz Bielefeld. Ein großer Motor- und Segelflugplatz befindet sich in Oerlinghausen.
Im Stadtbezirk gibt es fünf Alten- und Pflegeheime: das Frieda-Nadig-Haus der Arbeiterwohlfahrt, das Ev. Altenzentrum Ernst-Barlach-Haus, das Haus Elim, das Boysenhaus und das Beckhof-Altenheim.
Im Stadtbezirk befinden sich fünf Filialen der Sparkasse Bielefeld, davon je eine in Dalke und Eckardtsheim. Vertreten sind auch die Commerzbank AG und die Volksbank Brackwede eG mit je einer Filiale.
Der Polizeibezirksdienst Sennestadt ist der Polizeiinspektion Süd mit Sitz der Hauptwache in Brackwede unterstellt.
Sennestadt hat ein eigenes Bezirksamt im Sennestadthaus, in dessen Gebäude sich auch eine Filiale des Bürgeramtes mit den Bereichen Bürgerberatung und Standesamt befindet.
Hinzu kommen zwei Sonderschulen: die Schule am Schlepperweg (für Erziehungshilfe) und die Comeniusschule.
Stadtteil (Bielefeld) | Ort in Nordrhein-Westfalen | Stadtbaugeschichte | Großsiedlung
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