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Sendling ist ein Stadtteil von München. Er gliedert sich in Ober-, Mitter- und Untersendling.
Dieser Artikel beschreibt den Stadtbezirk 6 Sendling, der Untersendling und Mittersendling umfasst. Sendling liegt südlich der Ludwigsvorstadt und Isarvorstadt. Der Bezirk 6 grenzt im Westen an die S7-Bahnlinie und umschließt die Isar inklusive Flaucher im Osten.
Obersendling wird im Artikel Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln behandelt.
Lage
Von der Stadtmitte Münchens kommend gelangt man entlang der alten Landstraße von München nach Weilheim und Wolfratshausen in süd- bis südwestlicher Richtung über die Sendlinger Straße und den Sendlinger-Tor-Platz und weiter die Lindwurmstraße entlang über den Goetheplatz an den Sendlinger- oder Lindwurmberg, wo die Straße die Terrassenkante überwindet und bei der Alten Pfarrkirche St. Margaret in die in südlicher Richtung oben parallel zur Hangkante verlaufende Plinganserstraße mündet. Nach Norden setzt sich die Kante über die Theresienhöhe oberhalb des großen freien Areals der Theresienwiese, des Veranstaltungsorts des Oktoberfestes, fort, wo sie von der Bavaria gekrönt wird.
Der Bezirk Sendling grenzt im Norden an den Bezirk 8 Schwanthalerhöhe (Westend), nordöstlich an den Bezirk 2 Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt, im Osten wird Sendling von der Isar begrenzt, jenseits des Flusses liegt der Bezirk 18 Untergiesing-Harlaching. Im Süden schließt sich der Stadtbezirk 19 Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln und im Westen der Bezirk 7 Sendling-Westpark an.
Geschichte
Die ältesten menschlichen Knochenfunde auf Sendlinger Gebiet sind etwa 4.000 Jahre alt und stammen aus der
frühen Bronzezeit. Die ersten Bewohner gehörten der
Glockenbecherkultur an, sie siedelten auf dem Oberfeld nahe der Hangkante, betrieben
Ackerbau und begruben ihre Toten in Hockergräbern. In anderen Gegenden
Südbayerns gab es bereits seit der
Jungsteinzeit sesshafte Bauern, aber die Bodenbeschaffenheit auf der
Münchner Schotterebene ist nicht sehr einladend.
Ab dem 16. Jahrhundert v. Chr. folgte die Zeit der Hügelgräberkultur, die um das 12. Jahrhundert v. Chr. von der Urnenfelderkultur abgelöst wurde. Das Klima war zu jener Zeit relativ warm.
Auch in der Eisenzeit war das Gebiet besiedelt. Keltische Bauern hinterließen Töpferwaren und schmiedeeiserne Produkte, die sie entweder selbst erzeugten oder in der Nähe erwarben. Ein paar Stunden Fußmarsch entfernt gab es keltische Ringwälle.
Auf Sendlinger Terrain sind keine römischen Siedlungen, Höfe oder sonstigen Anlagen nachgewiesen, wohl aber in der näheren Umgebung, etwa die Römerschanzen bei
Grünwald oder in Buchendorf bei
Gauting (
Bratananium). Zwei Fußstunden südlich verlief eine römische Hauptstraße von
Salzburg (
Juvavum) nach
Augsburg (
Augusta Vindelicorum). Ein gutes Stück nördlich gab es eine zweite Römerstraße.
Schätzungsweise im
6. Jahrhundert n.Chr. gründete oder übernahm wohl ein
germanischer Sippenchef namens
Sendilo die Siedlung, die fortan nach seinem Namen heißen sollte. Die Endung
-ing deutet auf eine relativ frühe Gründungszeit hin.
Aus dem
7. Jahrhundert datieren einige Reihengräber im Sendlinger Oberfeld und Unterfeld als Zeugnisse einer
bajuwarischen Besiedlung, einige davon scheinen sogar noch aus der Zeit vor 600 zu stammen.
Erste schriftliche Hinweise unter der Bezeichnung
Sentilinga finden sich im Zusammenhang mit Land- und Hofübertragungen u.a. an die Klöster
Wessobrunn und
Schäftlarn im Zeitraum zwischen
779 und
806 (die genaue Datierung ist umstritten).
Bis etwa 950 wurde die Gegend wiederholt von Raubzügen der
Ungarn heimgesucht. Ob Sendling direkt betroffen war, ist nicht bekannt.
Ab etwa 980 schriftlich überliefert sind mehrere Land-Übereignungen unter den adeligen Grundherrn, die die Sendlinger Bauerngüter und ihre dort arbeitenden
Leibeigenen ausbeuten. Der Bischof von
Freising und das Kloster Schäftlarn vermehrten ihren Besitz am Ort bis ins
11. Jahrhundert.
Aus der Zeit um 1050 (genaue Datierung ungesichert) stammt die erste zuverlässige Erwähnung Sendlings als Dorf (
villa). Die früheren Erwähnungen als
in loco könnten auch einen Gutsbetrieb gemeint haben.
1158 gründete
Heinrich der Löwe München. Das Dorfleben wird sich durch die
Stadtgründung und ihre schnelle Entwicklung wohl geändert haben. Die Stadt bot einen größeren Markt, die
Peterskirche wurde zuständige Pfarrkirche für Sendling. Um dieselbe Zeit wurde ein
nobilis vir (Edelmann, Adeliger) namens
Norpert Sentlinger erwähnt, möglicherweise gab es also im
12. Jahrhundert einen Herrenhof in Sendling, nach dem sich die Familie benannte. Die Familie war
siegel- und
turnierfähig, ihr
Wappen zeigte auf Schwarz ein rotbewehrtes goldenes
Einhorn.
1239 ist erstmals ein Sentlinger in der Verwaltung Münchens nachweisbar, Mitglieder der Familie sitzen lange im
Inneren Rat der Stadt, dem höchsten Bürgergremium. Sendling gehörte vermutlich zur Grafschaft der
Andechser, bis diese 1248 von den
Wittelsbachern beerbt wurden.
1258 und 1284 vermachte
Sighart der Sendlinger Höfe in Obersendling und Sendling den Münchner
Klarissen und der
Frauenkirche. 1268 erwarb er einen Hof in Obersendling. Die Sentlinger kamen als
Krötelherren (Salzgroßhändler) und
Wechsler (Bankiers) in München zu Reichtum.
Von 1314-1322 war
Konrad Sendlinger Bischof von Freising.
Um 1320 wurde die zweite Stadtmauer Münchens errichtet und erhielt ein Südtor, das
Sendlinger Tor genannt wurde. Von dort führte ein Weg (die heutige Lindwurmstraße) nach Sendling. Nicht nur die Kirche, auch Münchner Bürger erwarben Besitz in Sendling.
1397 gab es einen Bürgeraufstand in München.
Heinrich der Sentlinger gewährte dem geflohenen Bürgermeister
Kazmair Aufnahme, die Familie der Sentlinger stand auf der Seite der Münchner Herzöge
Ernst und
Wilhelm gegen die rebellierenden Bürger der Stadt München.
Aus dem Jahr 1449 stammt eine Liste, die den damaligen Sendlinger Grundbesitz wiedergibt.
Gegen 1500 starb das Geschlecht der Sentlinger aus.
Der
Dreißigjährige Krieg war für Landbewohner eine schwierige Zeit. Auch Sendling wurde mehrmals von eigenen wie fremden Truppen geplündert, von Not, Armut und Krankheiten wie der
Pest heimgesucht. Die Einwohnerzahl dürfte in dieser Zeit abgenommen haben, wer konnte flüchtete in den Schutz der Stadtmauern. 1632 waren
schwedische Truppen in der Münchener Gegend. Die Stadt ergab sich König
Gustav Adolf und zahlte einen hohen Geldbetrag, dafür wurde sie nicht geplündert und zerstört. Umso mehr befriedigten die Soldaten ihren Beutetrieb auf dem umliegenden Land, das dort geraubte Gut ließ sich in der Stadt zu Geld machen.
Westenrieder schrieb rund 150 Jahre später:
„Aus ihrem Lager vor dem Neuhauser Tor brachten die Schweden viel zum Verkauf in die Stadt: Tische, Bretter, Bänke, eine Menge Rosse, Rinder, Schweine, Leinwand, zinnerne Schüsseln und Kandeln, ganze Bauernwagen, Schlösser, Türbänder, Mäntel, Weiberröcke, Betten und mehr dergleichen .“ 1638 verkaufte der Abt von
Benediktbeuern vom Krieg in Mitleidenschaft gezogene Sendlinger Güter und vermerkte aus diesem Anlass in seinem Tagebuch
„dass etliche besagte, unserem Gotteshaus angehörige Höf und Güter verschiedene Jahre her, durch vorübergegangenes höchst leidiges Kriegswesen, sowohl von Freunds- als auch von Feindsvolk überverderbt und aufs äußerste ruiniert und teilweise gar abgebrannt worden.“ Ab der Mitte des
17. Jahrhunderts wird sich das Dorf Sendling relativ rasch erholt haben.
Im Jahr 1705 beendete die Sendlinger Mordweihnacht den Oberländer Bauernaufstand, der im Zusammenhang des Spanischen Erbfolgekriegs zu sehen ist. Im Verlauf der Ereignisse wurden von rund 2.700 aufständischen Landbewohnern knapp 1.100 brutal niedergemetzelt, weitere 700 wurden gefangengenommen und teilweise später hingerichtet. Der Schlachtruf der Aufständischen: „Lieber bayrisch sterben, als kaiserlich verderben!“ ist sprichwörtlich geworden.
1818 wurden unter dem Reformer Montgelas neue politische Gemeinden gebildet, eine davon war Untersendling, unter diesem Namen wurden Altsendling, Mittersendling, Neuhofen und die Sendlinger Haide (heute Theresienwiese und Schwanthalerhöhe) zusammenfasst.
1869 gründeten Sendlinger Bürger nach einem verheerenden Feuer im Gemeindehaus Sendling eine Freiwillige Feuerwehr, die in der Feuerwehr München - Abteilung Sendling fortexistiert.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts dehnte sich mit der einsetzenden Industrialisierung im Westen der Stadt München das urban besiedelte Gebiet über den Harras und Mittersendling nach Obersendling aus. In den Anfängen des Industriezeitalters wurden entlang der Straße nach Wolfratshausen und westlich davon Fabrikanlagen und Firmenniederlassungen errichtet, die bis heute das Bild Sendlings mitbestimmen, die heute bedeutendste darunter war die Siemens AG. 1872 wurde der Grundstein für das Sendlinger Zweigwerk von Krauss & Comp., der späteren Krauss-Maffei gelegt, das bis 1937 bestand. Neben diesen beiden Großkonzernen gab es viele weitere Maschinenfabriken wie die ebenfalls bedeutende Motorenfabrik München-Sendling und auch mehrere Tabakfabriken. Zeitgleich breiteten sich auch die Wohnviertel aus, zum einen in Form von Etagenblöcken für die Arbeiter, zum anderen als herrschaftliche Häuser, die den Übergang zu den Villenvororten
Solln und Großhesselohe ankündigen.
Zum 1. Januar 1877 wurden Unter- und Mittersendling sowie die ehemalige Sendlinger Haide, die eine ähnliche Entwicklung genommen hatte und zum Arbeiter- und Industrieviertel Westend geworden war, nach München eingemeindet.
Ab 1908 begann man mit der Errichtung der 1912 eröffneten Großmarkthallen im Unterfeld, die zusätzliche wirtschaftliche Impulse gaben. Der wirtschaftliche Aufschwung verlor sich im Ersten Weltkrieg und der nachfolgenden Wirtschaftskrise mit Inflation und hoher Arbeitslosigkeit.
Sendling in der Zeit des Nationalsozialismus
Im traditionell „roten“ Arbeiterviertel Sendling sympathisierten relativ wenige mit dem erstarkenden Nationalsozialismus. Nach Hitlers Machtergreifung traf die in ganz Deutschland einsetzende Verfolgung auch die Sendlinger Juden. So wurde der jüdische Kaufmann Joachim Both in Zuge der Pogrome der „Reichskristallnacht“ 1938 in seiner Wohnung in der Lindwurmstraße 185 erschossen, nachdem ein Trupp von 10 SA-Männern zuvor sein darunterliegendes Herrenbekleidungsgeschäft verwüstet hatte. Andere jüdische Mitbürger wurden vertrieben oder deportiert, ihre Firmen und Geschäfte „ arisiert“.
Aber auch andere Bevölkerungsgruppen wie Zeugen Jehovas wurden bespitzelt und verfolgt, ebenso Christen, sofern sie allzu offen treu nach ihrem Glauben handelten oder gar Regimekritik übten. Polizeispitzel überwachten die Predigten des Pfarrers Paul Schattenmann der evangelischen Himmelfahrtsgemeinde, er selbst wurde von der Staatsanwaltschaft verhört.
Ab 1939 setzten viele Sendlinger Industriebetriebe wie die Firma Deckel und der Rüstungsbetrieb Robel in der Thalkirchnerstraße verschleppte Ausländer als Zwangsarbeiter ein, und sogar kleinere Handwerksbetriebe beschäftigten solche beschönigend „Fremdarbeiter“ genannten Arbeitskräfte. Das KZ Dachau unterhielt in Sendling zwei Außenlager, von denen aus Häftlinge zur „Umerziehung“ harte Zwangsarbeit leisten mussten, etwa im Straßenbau und später auch bei der Beseitigung von Kriegsschäden.
Beim ersten Tagesangriff der 8. USAAF am 18. März 1944 wurde in Sendling neben mehreren Wohngebäuden die Himmelfahrtskirche erstmals getroffen, bis auf das vollständig zerstörte Vorderhaus konnte die Kirche jedoch nach dem Krieg wieder hergestellt werden. Der schwerste Angriff auf München, ebenfalls durch die 8. USAAF, fand am 12. Juli 1944 statt. In der ganzen Stadt gab es an diesem Tag etwa 700 Tote. Die Zahl der Opfer in Sendling ist nicht genau bekannt, an Bauwerken wurden bei dieser Angriffswelle St. Korbinian, die neue Margaretenkirche, deren Dachstuhl komplett ausbrannte, und die Gotzinger Schule getroffen; insgesamt wurden nach diesem Angriff etwa 50 Gebäude in Sendling als total zerstört gemeldet. Bei weiteren Angriffen wurde unter anderem der Südbahnhof mehrmals getroffen und die Bahnlinie zum Großmarkt unterbrochen. Aus diesem Grund und wegen der allgemeinen Versorgungsengpässe nahm das Handelsvolumen gegen Kriegsende stark ab und erholte sich nach dem Krieg nur zögernd. Die Anzahl der Todesopfer in der Zivilbevölkerung war in Sendling vergleichsweise gering. Gegen Ende des Krieges wurden auch in Sendling Widerstandsgruppen wie die Freiheitsaktion Bayern aktiv, um die Nationalsozialisten an weiteren Zerstörungstaten wie Sprengung von Brücken und Gebäuden zu hindern und eine geordnete Übergabe der Stadt an die alliierten Truppen zu ermöglichen.
Nachkriegszeit
In der Nachkriegszeit lebten zeitweise an die 1000 durch Krieg und Vertreibung heimatlos Gewordene in Sendlinger Barackenlagern, die es unter anderem an der Brudermühl-, Marbach- und Bavariastraße gab, darunter nahezu die gesamte Einwohnerschaft eines deutsch besiedelten Dorfes aus der Batschka. In der Zeit des Wirtschaftswunders gab es dann in Sendling eine erneute Welle von Firmen- und Industrieansiedlungen.
Sendling heute
Wirtschaft
Große Bedeutung für das Wirtschaftsleben in Sendling hat seit etwa einem Jahrhundert die 1912 im Viertel eröffnete
Großmarkthalle München.
Das Areal mit einer Fläche von 310.000 Quadratmeter ist der drittgrößte Umschlagsort für Obst und Gemüse in Europa nach
Paris und
Mailand. 2005 schlugen dort 270 Import- und Großhandelsfirmen 140 Warengattungen aus 83 Ländern im Wert von über 750 Millionen Euro um. Insgesamt generieren auf dem Großmarkt inklusive Blumengroßmarkt und Gärtnerhalle knapp 400 Firmen mit über 3000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von geschätzten 1,5 Milliarden Euro. Die Großmarkthalle versorgt täglich eine Region mit etwa fünf Millionen Menschen und vermittelt Waren in das gesamte europäische Ausland.
Dementsprechend entfallen von den rund 15.000 Arbeitsplätzen im Viertel etwa 20 Prozent auf Handelsunternehmen, von denen die Mehrzahl im Großhandel aktiv ist.
Neben dem Handel ist das verarbeitende Gewerbe in Sendling nach wie vor stark vertreten und auch das Handwerk hat hier noch immer einige Bedeutung. Die größten Wachstumspotenziale liegen jedoch mehr und mehr im Dienstleistungsbereich.
Bebauung
Entsprechend der ursprünglichen Funktionsmischung von Wohnen und Arbeiten wird das Bild des dichtbesiedelten Viertels von Mietshäusern und
wohnungsgenossenschaftlichen Bauten geprägt, von denen etwa ein Drittel vor 1945 entstanden. Etwa seit 1990 werden zunehmend mehr dieser alten Häuser saniert. Einen Ausgleich zur konzentrierten Bebauung bilden große Frei- und Erholungsflächen am Rand des Bezirks wie die Neuhofener- und
Flaucheranlagen und
Kleingärten entlang der Bahnlinien.
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Von den knapp 36.500 Einwohnern ist fast jeder Zweite erwerbstätig. Unter den Erwerbstätigen bilden mittlerweile die Angestellten das größte Segment, der Anteil an Arbeitern beträgt nur noch etwa ein Drittel. Noch dominieren Bewohner mit unterem und mittlerem Ausbildungsniveau die soziale Schichtung, doch durch die verstärkte Zuwanderung jüngerer Haushalte mit höheren Bildungsabschlüssen wandelt sich die soziale und altersmäßige Zusammensetzung der Wohnbevölkerung mit jetzt schon deutlichem Schwerpunkt der 20- bis 40jährigen. Der Anteil an Ausländern unter den Einwohnern liegt mit rund 25% leicht über dem städtischen Durchschnitt (ca. 23%), die Anzahl der Einpersonenhaushalte ist relativ hoch.
Moschee in Sendling
Seit 1989 gibt es eine an den Dachverband
DITIB angeschlossene
Moschee in Sendling, ohne dass es größere Probleme gegeben hätte, doch seit dem Frühjahr 2005 ist Sendling Schauplatz des von der Presse so genannten
Sendlinger Moscheenstreits, der inzwischen bayernweit Schlagzeilen macht. Es geht dabei um die Frage, ob und in welcher Form die
muslimische Gemeinde in Sendling am Gotzinger Platz gegenüber der Kirche Sankt Korbinian in einer von der Stadtverwaltung dafür ausgewählten Baulücke (derzeit Parkplatz in städtischem Eigentum) eine neue Moschee bauen darf. Auf einer Bürgerversammlung am 16. Juni 2005 stimmte eine Mehrheit von 252 Bürgern (54%) gegen das Bauvorhaben und für den Ablehnungsantrag, 212 Stimmberechtigte (46%) waren für den Bau. Entgegen diesem demokratischen Votum beschlossen die an das Votum nicht gebundenen rot/grünen Mehrheitsfraktionen im Stadtrat von München kurze Zeit später, den Bau der Moschee, die die bisherige „Hinterhofmoschee“ in der Schanzenbachstraße ersetzen soll, zu genehmigen. Die Gegner der Moschee (vor allem die
CSU sowie eine Bürgerinitiative gegen die Moschee) loten derzeit die Möglichkeiten aus, das Projekt noch zu stoppen und kündigten ein
Bürgerbegehren gegen den Bau der Moschee an, dessen rechtliche Zulässigkeit jedoch fraglich ist.
Bedeutende Bauwerke und Orte
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Die
Alte Pfarrkirche St. Margaret (Plinganserstraße 1, Ecke Lindwurmstraße) wurde von 1711-1712 nach Plänen von
Wolfgang Zwerger errichtet, sie ist der Nachfolgebau einer
gotischen Kirche, die bei der
Sendlinger Mordweihnacht 1705 zerstört wurde. Reste der
mittelalterlichen Bausubstanz haben sich nur im Turm erhalten. In das linke
Apsisfenster wurde ein Glasfenster aus dem Jahr 1493 eingesetzt. An der nördlichen Außenwand über dem Hauptportal stellt ein großes
Fresko von
Wilhelm Lindenschmit aus dem Jahr 1830 die
Bauernschlacht dar. In der Kirche haben größere Teile einer alten Orgel überdauert, die jedoch bei einer früheren Renovierung beeinträchtigt wurde, so hat man die Originaltastatur ausgetauscht und den alten mechanischen Blasebalg durch einen elektrischen ersetzt. Das Fresko und der Kirchenbau wurden 2003 bis 2005 gründlich restauriert, um für den 300. Jahrestag des Aufstandes zu Weihnachten 2005 gerüstet zu sein.
Gegenüber der Kirche auf der anderen Seite der Lindwurmstraße steht ein Denkmal für den Schmied von Kochel, (angeblich Balthasar Riesenberger, aber auch andere Namen sind überliefert), einen legendären Helden des Aufstandes, der dem Mythos zufolge verschanzt auf dem Kirchhof von St. Margaret bis zuletzt tapfer Widerstand geleistet haben soll. Initiiert hatte das Monument mit Brunnen 1904 der Archivrat Ernst von Destouches, die Grundsteinlegung erfolgte 1905 bei der 200-Jahr Gedenkfeier. Carl Ebbinghaus gestaltete die Plastik, Carl Sattler die Architektur. Eingeweiht wurde das fertiggestellte Denkmal 1911.
Der Stemmerhof wurde erstmals 1381 als Schenkung an das Heiliggeistspital in München erwähnt und war bis 1992 der letzte Bauernhof mit Milchwirtschaft im engeren Stadtgebiet Münchens. Er liegt an der Plinganserstraße direkt gegenüber der alten Pfarrkirche und beherbergt heute ein schönes Ensemble von Läden mit Schwerpunkt Ökologie und ein Café. Der Hof wirkt wie eine dörfliche Oase der Ruhe in der Hektik der Großstadt. Westlich angrenzend liegt die große Stemmerhofwiese, von der aus noch immer der ehemals ländliche Charakter des Stadtteils spürbar ist.
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Die von Michael Dosch entworfene Neue Pfarrkirche St. Margaret (Margaretenkirche, Margaretenplatz 1) mit ihrem beeindruckenden Tonnengewölbe gehört zu den größten Kirchen der Stadt. Die Fassade wurde sehr plastisch gestaltet, dabei liegt der Hauptakzent auf der Westansicht mit dem nördlich versetzt anschließenden Turm. Der dem italienischen Hochbarock nachempfundene Sakralbau bringt mediterranes Flair ins Viertel.
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1891 hatte der Bauer Alois Stemmer vom benachbarten Stemmerhof zusammen mit zwei weiteren Sendlinger Landwirten, Kaffler und Berger, einen Kirchenbauverein für das Projekt gegründet und den Baugrund gestiftet. Dabei zahlte jeder der drei Bauern 100.000 Goldmark in die Vereinskasse, das wären in heutiger Währung 1 Million Euro. 1902 wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Schon bald wurde klar, dass die Kostenplanung der Architekten und Baufirmen nicht einzuhalten sein würde. 1910 wurde Dosch von Franz Xaver Boemmel abgelöst, bei Fertigstellung 1913 hatten die Baukosten den Kostenvoranschlag um 80% überschritten und die Stifter mussten weiteres persönliches Vermögen einbringen. Nur dank Pfarrer Alois Gilg (1909-1922) war es überhaupt gelungen, die Schwierigkeiten des Projektes zu überwinden und den Bau zu vollenden. Im Innenraum sind der Rokoko-Altar und zwei Holzskulpturen aus der Zeit um 1500, welche den Heiligen St. Georg und die Heilige St. Margaret darstellen, besonders hervorzuheben. Die große Orgel konnte 2002 komplett restauriert werden.
Gemessen an der Höhe über NN liegt die Spitze des Turmes der Margaretenkirche 10 m höher als die der Frauenkirche, so gesehen darf Sendling sich rühmen, den höchsten Kirchturm der Stadt zu haben.
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Die Kirche St. Korbinian am Gotzingerplatz Ecke Valleystraße ist ein barockisierender Bau, der von 1924 bis 1926 nach Plänen von Hermann Buchert erstellt wurde. Am 17. Oktober 1926 wurde sie durch Kardinal Michael von Faulhaber geweiht. Am 12. Juli 1944 wurde die Kirche bei einem Luftangriff der Alliierten durch Sprengbomben und Brand fast komplett zerstört. Der Wiederaufbau war etwa 1951 abgeschlossen, 1959 erhielt die Kirche vier neue Glocken, nachdem die zwei größeren der ursprünglich drei Glocken im Januar 1944 für die Kriegswirtschaft beschlagnahmt worden waren. Die größte der jetzigen Glocken der Kirche, die nach dem Kirchenpatron Korbiniansglocke benannt wurde, wiegt fünfeinhalb Tonnen. Sehenswert sind insbesondere die von zwei Türmen gerahmte und einer Kreuzigungsgruppe gekrönte stattliche Ostfassade, die den Gotzinger Platz dominiert, und das riesige Deckenfresko von Robert Holzer.
In unmittelbarer Nachbarschaft zu St. Korbinian liegt das Gelände der Großmarkthalle München, das nicht nur wirtschaftliche Bedeutung hat, sondern auch mit einigen baugeschichtlich und architektonisch interessanten Gebäuden aufwartet: Der städtische Architekt Richard Schachner plante zu Beginn des 20. Jahrhunderts unter anderem die Hallen 1 bis 4 dieses seinerzeit größten Bauprojekts in Eisenbetonbauweise. Nach den Kriegszerstörungen wurden die Hallen 2 bis 4 mit Flachdächern neu aufgebaut, die Halle 1 ist noch im alten Zustand erhalten und lässt die ehemals beeindruckende Gesamtansicht des Komplexes noch erahnen. Ebenfalls sehenswert ist die im Jahr 2000 eröffnete lichtdurchflutete Halle des Blumengroßmarktes. Gute bayerische Küche aus stets frischen Zutaten wird in den historischen Räumen der Gaststätte Großmarkthalle serviert.
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Um die Kirche St. Achaz (Plinganserstraße 117) liegt der alte Ortskern des Bezirksteils Mittersendling mit dem dazugehörigen Neuhofen. Der Ursprung von Neuhofen liegt im früheren Distelhof von Mittersendling. Der Hof wurde 1697 an den geheimen Rat Matheus von Joner verkauft, der sich außerhalb des Dorfes ein Landschlösschen errichten ließ. Gemäß Entschluss des geheimen Rats vom 9. Oktober 1698 wurde das Schlösschen mit Distelhof von Kurfürst Max Emanuel under dem Nammen Neuhofen zu ainem adelichen Siz erhoben.
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Der Harras ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt im Viertel, hier kreuzt sich die U-Bahn der Linie U6 mit der S-Bahn der Linien S7, S20 und S27 und mehreren Buslinien. Seinen Namen hat der Platz nach dem Kaffeehausbesitzer Robert Harras, der hier an der Gabelung der Landstraßen nach Wolfratshausen und nach Weilheim in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts das gleichnamige Café betrieb. Die Oberfläche wartet mit mehreren architektonisch interessanten Gebäuden auf: An der Nordseite des im Grundriss dreieckigen Areals stehen aneinandergereiht mehrere Wohnhäuser im Jugendstil aus der Zeit um 1900, die Südseite wird begrenzt durch ein Postamt, das zu den Klassikern der baulichen Moderne in München gehört. Munich Sendling Harras Postoffice Northeast.jpgFür die Postbauverwaltung der Weimarer Republik entwarfen und bauten die Architekten Robert Vorhoelzer und Franz Xaver Holzhammer 1931/32 ein vorgelagertes weißes Amtsgebäude mit einer Rotunde, dahinter erheben sich hohe Wohnblöcke, die der Platzwand Tiefe geben. Leider weichen diese Blöcke, da nicht durch die Post selbst betreut, heute zum Teil farblich ab, noch dazu wurden sie im Nachhinein mit maßstablosen Kunststofffenstern ausgestattet. Unter dieser Bausünde leidet das Ensemble, das als typischer Vertreter des Neuen Bauens ohne jede Verzierung auskommt und hauptsächlich durch seine Volumina und Proportionen lebt, erheblich. Viel schlimmer noch ist jedoch der grobe Klotz von Kaufhaus, der seit 1978 den Platz am Ausgang der Ostseite beschließt. Auch die konzept- und lieblose Gestaltung der Insel in der Platzmitte, früher eine Tram-Wendeschleife, heute Busbahnhof mit einigen verloren wirkenden Bäumen und beliebig hingestreuten Elementen wie Überdachungen, Kiosken, Litfaßsäulen und U-Bahn-Aufgängen lässt sehr zu wünschen übrig.
Niedrigenergiehaus Ganghoferstraße Fassade Ganghoferstr.jpgNiedrigenergiehaus Ganghoferstraße 1.jpg
Als gelungenes Beispiel modernen, energieeffizienten Wohnungsbaus gilt das von 1994 bis 1996 errichtete Niedrigenergiehaus an der Ecke Ganghofer- und Baumgartnerstraße. Das Münchner Architekturbüro Raupach und Schurk plante im Auftrag der GWG (Gemeinnützige Wohnstätten- und Siedlungsgesellschaft mbH), München, die Anlage mit 79 teilweise behindertengerechten Wohnungen, einem zweigruppigen Kindergarten, Kinderhort und Tiefgarage. Sie besteht aus drei in U-Form angeordneten Baukörpern, die einen geschützten Innenhof mit Spielmöglichkeiten umschließen. Das Energiekonzept wurde gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Bauphysik, Stuttgart, entwickelt und berücksichtigt konsequent alle Möglichkeiten zur Reduzierung des Energieverbrauchs wie eine hochwärmegedämmte Gebäudehülle, innovative Fenstersysteme, passive Energiegewinnung, eine thermische Solaranlage zur Brauchwassererwärmung und weitere Techniken. Die Fassade des Südriegels besteht aus einer Immissionsschutzwand aus Glas und Aluminium, die mit zwei Metern Abstand vor dem eigentlichen Gebäude steht und eine thermische Pufferzone bildet, gleichzeitig ist diese Zone ähnlich einer Loggia von den Wohnungen aus zugänglich und erweitert damit den Wohnraum. Durch diese gebündelten Maßnahmen konnte der Wärmeverbrauch um 25 % unter die von der Wärmeschutzverordnung geforderten Werte gedrückt werden, damit erfüllt das Gebäude die Kriterien eines Niedrigenergiehauses. Die Anlage wurde mit dem Bauherrenpreis 1998 ausgezeichnet.
Der Flaucher ist ein großer Grünzug mit Wald und Wiesen, Spielplätzen und einem beliebten Biergarten. Benannt ist er nach dem Schankwirt Johann Flaucher, der 1873 in einem um 1800 erbauten Forsthaus an der Isar die Gastwirtschaft Zum Flaucher eröffnete. Die Parkanlage liegt am westlichen Flussufer und erstreckt sich vom Heizkraftwerk an der Brudermühlbrücke (Mittlerer Ring) stadtauswärts bis an die Bezirksgrenze zu Thalkirchen. Beliebte Bade- und Grillplätze liegen hier am renaturierten Fluss mit seinen Inseln und Kiesbänken. Bei einer je nach Wasserstand mehr oder weniger eindrucksvollen Staustufe an einem Knick im Flussverlauf unterhalb der Thalkirchner Brücke führt der lange hölzerne Flauchersteg auf die östliche Flussseite zum Tierpark Hellabrunn.
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Sendlinger Friedhof
Sendling Friedhof Engel-Gräber.jpg
Die erste Bestattung auf dem 2,2 Hektar großen Friedhof in Untersendling südlich der Albert-Roßhaupter-Straße (damals Forstenrieder Straße), zwischen Karwendelstraße und Bahnstrecke, fand 1877 statt. Die Opfer der Sendlinger Mordweihnacht (1705) wurden also nicht, wie häufig fälschlich behauptet, hier bestattet, sondern auf dem aufgelassenen Friedhof der
alten Kirche St. Margaret und auf dem
Alten Südlichen Friedhof. Der Friedhof Sendling ist als
Münchner Stadtbiotop Nr. 490 erfasst, er ist nicht als Schutzgebiet ausgewiesen, nur ein einzelner Baum steht als
Naturdenkmal unter Schutz.
Geländebeschreibung und Vegetation
Die in Nord-Süd-Richtung gestreckte, ungefähr rechteckige Friedhofsfläche wird von einem rechtwinkligen Wegenetz erschlossen. Die 2,5 Meter breiten Hauptwege sind weitgehend vegetationslos, die etwa 1,5 Meter breiten Querwege dagegen überwiegend mit einem lückigen Trittrasen bewachsen. Alle Wege sind wassergebunden. Durch die etwa 130 Jahre dauernde gleichförmige Nutzung der Fläche konnten einige für naturnahe Wälder typische Flechtenarten die Verstädterung Münchens bis heute überdauern, darunter die
Bartflechte und die in München sonst nirgends mehr festgestellte
Blattflechte. Die Bereiche zwischen den streng geometrisch angelegten Grabstätten werden fast vollständig von monotonen Scherrasen eingenommen. Unregelmäßig über das Gelände verteilt finden sich Einzelbäume unterschiedlichen Alters. Häufigste Baumart ist der
Spitz-Ahorn, daneben kommen auch zahlreiche
Robinien und einige
Koniferen sowie Zuchtformen mit teils hängendem Wuchs vor. Einige Stämme sind mit
Efeu bewachsen, den größten Stammdurchmesser mit ca. 100 cm hat ein als Naturdenkmal ausgewiesener Spitz-Ahorn ungefähr in der Friedhofsmitte. Das im Nordwesten neben den Bahngleisen befindliche Lager ist mit einer 1,8 Meter hohen, fast 80 Meter langen
Thujenhecke zum Friedhof hin abgegrenzt. Diese setzt sich südwärts als frei wachsende Zierhecke mit buchtigen Rändern und hohem Anteil nicht heimischer Sträucher unter einer
Platanen-Baumreihe fort. Die Säume sind sowohl auf der West- als auch auf der Südseite sogar bis 1,5 Meter hinter der randlichen Gräberreihe fast bis an die Begrenzungsmauer nahezu vollständig ausgemäht. Nur ansatzweise sind lückige, ziemlich artenarme Knoblauchs
raukensäume unter dem Gehölztrauf auf der Süd- und Ostseite ausgebildet. Die Kronen einer vorwiegend aus ziemlich dickstämmigen Spitz-Ahornen,
Eschen,
Hainbuchen und anderen Laubgehölzen bestehenden Baumreihe knapp außerhalb des Holzbretterzauns auf der Ostseite ragen bis zu 10 Meter in den Friedhof herein. Darunter befinden sich am Wegrand einige Nischen aus niedrigen, streng geschnittenen
Hartriegelhecken mit Sitzbänken und Abfallsammelflächen. Etwa 80% der Grabstätten sind gepflegt und weitgehend frei von Wildkräutern, auf 15% nehmen Wildkrautarten wenigstens 5% Deckung ein. 5% der Grabstellen sind aufgelassen und zeigen
Spontanvegetation, sofern sie nicht mit Scherrasen eingesät wurden. Als Problempflanzen gelten invasive
Neophyten wie Schlanke
Karde, Aufrechter
Sauerklee und
Robinien. Sie haben gegenwärtig etwa 3% Deckungsanteil.
Artenzusammensetzung
Usnea filipendula.jpg
= Flechten
=
Gewöhnlicher Baumbart (
Usnea filipendula),
Hypogymnia farinacea,
Parmelia subrudecta,
Parmelia tiliacea,
Grubige Bartflechte (
Usnea hirta) u. a.
= Moose
=
Verwandtes Goldhaarmoos (
Orthotrichum affine),
Lyells Goldhaarmoos,
Stumpfblättriges Goldhaarmoos,
Blasses Goldhaarmoos,
Zwerg-Goldhaarmoos,
Schönes Goldhaarmoos,
Grüner Drehzahn u. a.
= Gehölze
=
Spitz-Ahorn (
Acer platanoides L.),
Moorbirke (
Betula pubescens),
Hainbuche (
Carpinus betulus) und andere
Buchen (
Fagus),
Blutroter Hartriegel (
Cornus sanguinea),
Eschen (
Fraxinus),
Lärchen (
Larix),
Fichten (
Picea),
Ahornblättrige Platane (
Platanus × hispanica),
Vogelkirsche (
Prunus avium),
Vogelbeere (
Sorbus aucuparia),
Lebensbaum (
Thuja),
Sommerlinde (
Tilia platyphyllos), Schnabelblättriger
Schneeball (
Viburnum),
Eiben (
Taxus),
Neophyt: Robinie (
Robinia pseudacacia)
Chrysanthemum parthenium1.jpg
= Gräser und Kräuter
=
Gemeine Schafgarbe (
Achillea millefolium),
Giersch (
Aegopodium podagraria),
Knoblauchsrauke (
Alliaria petiolata),
Schöllkraut (
Chelidonium majus),
Mutterkraut (
Tanacetum parthenium), Garten-
Wolfsmilch (
Euphorbia peplus),
Walderdbeere (
Fragaria vesca),
Gundermann (
Glechoma hederacea L.),
Funkien (
Hosta),
Kleines Springkraut (
Impatiens parviflora),
Rauer Löwenzahn (
Leontodon hispidus),
Pfennigkraut (
Lysimachia nummularia, siehe
Gilbweiderich),
Mauerlattich (
Mycelis muralis),
Mittlerer Wegerich (
Plantago media),
Duftveilchen (
Viola odorata),
Neophyten: Schlanke Karde (
Dipsacus strigosus, siehe
Karden),
Steifer Sauerklee (
Oxalis stricta, siehe
Sauerklee)
= Fauna
=
Eichhörnchen (
Sciurus vulgaris)
Sendlinger Persönlichkeiten
- Georg Krauss gründete hier ein Zweigwerk seiner Lokomotivfabrik, aus der später Krauss-Maffei entstand.
- Johannes Freumbichler, der Großvater von Thomas Bernhard, lebte einige Jahre in Sendling.
- Der 1879 in Ulm geborene Albert Einstein zog mit seiner Familie eventuell schon 1880, spätestens aber als Sechsjähriger nach Sendling und verbrachte hier einen Großteil seiner Kindheit und Jugend. Sein Vater hatte gemeinsam mit seinem Onkel 1880 in München eine eigene Fabrik gegründet. Das Wohnhaus der Familie lag im Hinterhof des Anwesens Adlzreiterstraße 12 oder 14. Das Gelände gehört heute zum Anwesen Lindwurmstraße 127, das Wohnhaus der Einsteins steht nicht mehr. Ab 1888 besuchte Einstein das Luisengymnasium am Alten Botanischen Garten.
- Der bekannte Schriftsteller und Journalist Sigi Sommer, (* 23. August 1914 in München, † 25. Januar 1996 ebenda), Urheber der beliebten Kolumne Blasius, der Spaziergänger, die fast vierzig Jahre lang in der AZ erschien, war einer der besten Schüler der Volksschule am Gotzinger Platz. Sommers 1954 erschienener erster Roman Und keiner weint mir nach wurde von Bert Brecht bezeichnet als „bester Roman, der nach dem Krieg in Deutschland geschrieben wurde“.
- Christoph Süß *1967, Moderator des TV-Magazins „quer“ des Bayerischen Rundfunks.
- Zitat: 1967 riefen die Studenten auf den Straßen die Revolution aus und ich, Christoph Süß, wurde in Sendling als Kind eines Lastwagenfahrers in jene sozial unterprivilegierte Arbeiterschicht hineingeboren, die sich keinen Deut um die revolutionären Parolen scherte, die sie doch aufrütteln sollten. Die ersten zehn Lebensjahre in Sendling waren ein Leben wie im Knast. Spielplätze, von Mauern umkerkert. Aufwachsen in sozialbetonierter Spießigkeit, schizophrenen, alkoholsüchtigen, gewalttätigen Irren ausgeliefert, die sich unsere Nachbarn nannten. Die Welt signalisierte: Dich will hier keiner! Also zogen wir um, nach Moosach. Moosach? Wenn Moosach angezündet und bis auf die Grundmauern niedergebrannt würde, es vergingen Wochen, bis die Welt davon erführe - es interessierte sie ohnehin nicht. Immerhin, dort hasste man uns Kinder nicht mehr, man konnte uns nur nicht leiden ...
Sendlinger Straßennamen
Im Jahr 1905 gedachte man des 200. Jahrestages der Sendlinger Mordweihnacht. Zum Gottesdienst in der noch unfertigen Neuen Pfarrkirche St. Margaret mit anschließendem
Libera auf dem alten Sendlinger Friedhof erschien sogar der
Prinzregent Luitpold mit Gefolge. Da zu dieser Zeit sich das Siedlungsviertel auf dem Sendlinger Unterfeld gerade rasant entwickelte, lag es nahe, die neu entstehenden Straßenzüge nach Helden des Freiheitskampfes oder nach Ortschaften, aus denen die Teilnehmer stammten, zu benennen, um ihnen ein ehrendes Gedächtnis sicherzustellen. Aus diesem Grund tragen auch heute noch viele Straßen im Stadtteil Namen, die im Zusammenhang mit dem Aufstand stehen.
Siehe auch: Straßennamen im Stadtbezirk 6 in München
Stadtteil-Kultur
Munich Sendling Himmelfahrtskirche landscape.jpgMunich Sendling Gotzinger-Schule.JPG
- Die Initiative Historische Lernorte Sendling 1933-1945 wurde 2004 als Projektgruppe zur Erforschung der Sendlinger Stadtteilgeschichte zwischen 1933 und 1945 gegründet. Auf der Website der Initiative können der aktuelle Stand des Projektes eingesehen und Möglichkeiten zur Mitwirkung in Erfahrung gebracht werden.
- Die Sendlinger Kulturschmiede e.V. in der Daiserstraße widmet sich seit 1978 der bürger- und wohnnahen Kunst- und Kulturvermittlung mit dem Ziel, ... das Bewusstsein der Sendlinger BürgerInnen zu fördern, in einem traditionsreichen Stadtteil zu leben, der die aktive Anteilnahme an Erhaltung fordert und für dessen Gestaltung und Entwicklung es sich einzusetzen lohnt. (Satzung 1978).
- In der Ev.-luth. Himmelfahrtskirche in der Kidlerstraße 15 finden regelmäßig kostenlose Konzerte und Ausstellungen statt. Die Kirche existiert seit 1920 im früheren Tanz- und Bühnensaal des vormals berühmten Etablissement Elysium. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg durch mehrere Bombentreffer komplett zerstört und nach dem Wiederaufbau 1953 neu geweiht. 1960 wurde der zweite, höhere Glockenturm im Stil eines freistehenden italienischen Campanile hinzugefügt.
- Die Stadtbücherei Sendling am Harras als Filiale der Stadtbücherei München bietet neben Lesesaal (Tageszeitungen und Präsenzbibliothek kostenlos) wechselnde Kunstausstellungen bei freiem Eintritt und Mitgliedern gegen einen geringen Jahresbeitrag die Möglichkeit zur Ausleihe aller im Bibliotheksverbund vorhandenen Medien, neben Büchern auch Hörbücher, Videos und DVDs, CDs und MCs, Spiele, Software u.a.
- Das Spiel- und Begegnungszentrum Sendling (SBZ), getragen vom Kreisjugendring München-Stadt (KJR) bietet in der Danklstraße 34 die Bereiche Kindertreff und Jugendtreff mit vielfältigen Möglichkeiten zu Spiel und sinnvoller Beschäftigung für Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 20 Jahren. Das SBZ ist täglich außer an Wochenenden geöffnet.
- Ebenfalls in Trägerschaft des KJR befindet sich der Jugendtreff Pullacher Platz in der Dietramszeller Str. 9. Jede/r zwischen 6 bis 16 Jahren kann seine Freizeit im Jugendtreff mit vielen Spielmöglichkeiten selbst gestalten. Ab 16 Jahren besteht die Möglichkeit Ehrenamtliche/r zu werden.
- Am Harras findet sich das Stadtbereichszentrum Süd der Münchner Volkshochschule (VHS) mit 8 Unterrichtsräumen, Vortragssaal, Küche, Werkraum, Holzwerkstatt, EDV-Raum und Gymnastikraum. Die Volkshochschule bietet tausende von Kursen in den verschiedensten Disziplinen an und veranstaltet Vorträge und Führungen.
Schulen
In Sendling gibt es neben mehreren Grund- und Realschulen und einer Hauptschule als weiterführende Schulen das Dante-, das Klenze- und das Neuhof-Gymnasium und die Städtische Robert-Bosch-Fachoberschule für Wirtschaft, Verwaltung und Rechtspflege. Außerdem ist in Sendling die Japanische Internationale Schule, der Französische Kindergarten, Grundschule und Gymnasium Jean Renoir und eine Montessori-Schule der Aktion Sonnenschein e. V. angesiedelt.
Sportstätten und Vereine
- Das Südbad in der Valleystraße ist ein städtisches Hallenbad. Es wurde 1960 als erstes Stadtteilbad Münchens eröffnet und bietet zwei Becken und im Sommer eine große Liegewiese. Im ersten Bauabschnitt von Umbau und Erweiterung, der 1999 - 2000 im Auftrag der Stadtwerke München GmbH durch das Münchner Architekturbüro Guggenbichler + Netzer realisiert wurde, hat man das Bad komplett entkernt und umgebaut. Das Erd- und Untergeschoss wurden zu einem großen, zusammenhängenden Umkleidebereich zusammengeschlossen und mit neuen Dusch- und Sanitäranlagen ausgestattet. Durch einen Anbau auf der Nordseite wurde die interne Erschließung mit getrennten Barfuß- und Stiefeltreppen verbessert. Im Obergeschoss entstand eine großzügige Saunalandschaft mit zwei Saunen und Dampfbad. Der Ruheraum und der Frischluftbereich sollen in einem zweiten Bauabschnitt erweitert werden. Die verwendeten Materialien wie farblich gemischte Mosaikfliesen und der Betonwerkstein, starke Farbflächen und klare Formen nehmen die Architektur und Formensprache des bestehenden Gebäudes auf und erzeugen eine heitere und großzügige Atmosphäre. Der Umbau gilt als gelungenes Beispiel für neue Architektur in München.
- Den Damen-Schwimm-Verein München e. V. gibt es bereits seit 1903. Der Verein bietet Gruppen für Breitensport, Erwachsenenschwimmen, Jubiläumsdamen/Isarnixen, Sportmannschaften, Wassergymnastik und Aquaball, trainiert wird in den in den Schwimmhallen verschiedener Schulen des Bezirks und in weiteren Bädern im gesamten Stadtgebiet.
- Der HC Wacker München e. V. mit den Abteilungen Hockey und Tennis wurde 1911 gegründet. Gespielt wird auf der eigenen Anlage neben der Bezirkssportanlage Demleitnerstraße. Neben einem Kunst- und einem Naturrasenplatz für Hockey stehen 6 Tennissandplätze und eine Tennishalle mit 3 Plätzen zur Verfügung. Die ersten Mannschaften der Hockeyherren und Hockeydamen spielen jeweils in der 2. Feldhockeybundesliga. Die Hockeyjugend gehört mit knapp 300 aktiven Spielern zu den größten Nachwuchsabteilungen bundesweit.
- Die Bezirkssportanlage Untersendling in der Demleitnerstraße wird nicht nur von den Schulen der Umgebung, sondern auch von verschiedenen Vereinen genutzt.
- Der FFC Wacker München 99 e. V. ist aus der Abteilung Frauenfußball des FC Wacker hervorgegangen und besteht seit 1999 als eigenständiger Verein, die 1. Mannschaft des Vereins spielt seit der Saison 2004 in der 2. Frauen-Bundesliga. Spielstätte ist die Bezirkssportanlage Untersendling.
- Der FC Wacker München e. V. ist ein traditionsreicher Fußballverein (Gründung 1903 als FC Isaria, nach mehreren Umbenennungen seit 1920 FC Wacker, Deutscher Vizemeister 1922).
- Die Freie Turnerschaft München-Süd e. V. bietet seit 1893 ein umfangreiches Programm aus Sport, Kultur und Freizeitgestaltung für alle Altersstufen. Außer diversen Sportarten bietet der Verein auch eine Theatergruppe, die seit 1987 als Sendlinger Bauernbühne firmiert. Trainiert und geprobt wird in vereinseigenen Anlagen, im Südbad und in verschiedenen Sportstätten des Bezirks und der restlichen Stadt.
- Die Gruppen der Sportgemeinschaft München 2000 (seit Dezember 1999) trainieren Indoorsportarten (allgemeines Fitnesstraining, Badminton, Basketball, Fußball, Tischtennis und Volleyball) ganzjährig: für Kinder und Schüler in der Carl von Linde Realschule (im Nachbarbezirk Schwanthalerhöhe), für Jugend und Erwachsene in der Maria-Probst-Realschule am Gotzinger Platz. Von Frühjahr bis Herbst bietet der Verein ein vielfältiges Outdoor-Programm (Bergsteigen, Kajak, Mountainbiken, Windsurfen, Schwimmen und Tennis), im Winter gibt es Gruppen für Skifahren, Snowboard und Langlauf.
- Die Abteilung Sendling der Sudetendeutschen Turnerschaft München e. V. bietet in verschiedenen Schulen des Bezirks für alle Altersstufen Trainingsgruppen für gesundheits-orientierten Freizeitsport an. Schwerpunktbereiche sind: Kinder, Volleyball, Gymnastik, Turnen, Aerobic, Senioren, Freizeit (Wandern, Kegeln) und Qigong.
- Der FC Sendling-70 ist eine junge Hobbyfußballmannschaft mit starker emotionaler Bindung an die Sendlinger Heimat. Seit der Gründung 2003 wird in der Royal Bavarian Liga gespielt. Die Zahl 70 im Vereinsnamen leitet sich ab von der alten Postleitzahl für Sendling (8000 München 70).
- Der 1994 gegründete Lacrosse Club München e.V. gehört zu den beiden ersten Vereinen in Deutschland, welche die ursprünglich indianische Mannschaftssportart Lacrosse nach Deutschland gebracht haben. Der Club trainiert auf der Anlage des HC Wacker.
Siehe auch: Sportstätten im Stadtbezirk 6
Verkehr
Der Stadtbezirk ist verkehrstechnisch gut erschlossen, sowohl für den Individualverkehr als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Beginnend am Sendlinger Tor im Stadtzentrum Münchens und von Nord-Nordwest über den Goetheplatz in der benachbarten Isarvorstadt in den Bezirk reichend ist die Lindwurmstraße ab der Bahnunterführung beim KVR in der Ruppertstraße bis zu ihrer Einmündung in die Plinganser-/Pfeuferstraße am Sendlinger Berg eine wichtige Verkehrsachse Sendlings. Unmittelbar hinter der Unterführung beim KVR zweigt von der Lindwurmstraße die Implerstraße als Querverbindung durch das Unterfeld isarwärts zur Brudermühlstrasse ab. Diese kreuzend verläuft sie als Thalkirchner Straße weiter Richtung Süden zum Pullacher Platz und ab dort als Pognerstraße auf die Thalkirchner Brücke zu.
Nahe der westlichen Bezirksgrenze und sich abschnittweise auch mit dieser deckend durchläuft die Pfeuferstraße vom nördlichen Nachbarbezirk Schwanthalerhöhe her kommend oberhalb der Terrassenkante und dieser folgend Sendling zur alten Pfarrkirche St. Margaret hin. Ab dort als Plinganserstraße führt sie weiter entlang der Hangkante über den Harras nach Mitter- und Obersendling, das zum südlichen Nachbarbezirk 19 gehört. Relativ parallel zur Isar verläuft diese Achse als Bundesstraße 11 weiter über Solln und Pullach nach Schäftlarn, quert dort die Isar nach Wolfratshausen und führt weiter gegen Süden.
Am Harras zweigt von dieser Achse nach Westen die Albert-Roßhaupter-Straße ab (zum Bezirk gehörig bis zur Bahnunterführung am Harras), die dann im westlichen Nachbarbezirk Sendling-Westpark über den Partnachplatz zum Luise-Kieselbach-Platz verläuft, dort den Mittleren Ring kreuzt und unter wechselnden Namen weiter nach Westen über Hadern nach Gräfelfing und in das Würmtal führt.
Auf den genannten Hauptachsen ist das Verkehrsaufkommen mittel bis hoch und die direkten Anwohner werden durch die unangenehmen Begleiterscheinungen wie Lärm-, Feinstaub- und Abgasbelastung beeinträchtigt. Eine gewisse Entlastung der Wohnbevölkerung im Unterfeld, die sich ab 1971 mit Stahlhochbrücken auf dem Teilstück Brudermühlstraße des Mittleren Rings konfrontiert sah, brachte die Verlegung dieses Ringabschnitts in den 1988 fertiggestellten Brudermühltunnel, der 2005 für gut fünf Millionen Euro saniert und auf zeitgemäße Sicherheitsstandards umgerüstet wurde. Generell eher schwierig ist die Parkplatzsituation in den Wohnquartieren des Bezirks.
Der Bezirk verfügt mit dem Bahnhof Harras, welcher den von der Bayerischen Oberlandbahn und der S-Bahn München mit den Linien S7 und S27 befahrenen, oberirdisch entlang der westlichen Bezirksgrenze verlaufenden Bahnkörper mit dem unterirdischen Strang der U-Bahn-Linie U6 verknüpft, über einen wichtigen Knotenpunkt im Netz des ÖPNV. Weitere quartierrelevante U-Bahn-Stationen sind Poccistraße (U3/U6) an der Grenze zum nordöstlichen Nachbarbezirk Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt, Implerstraße (U3/U6), Brudermühlstraße (U3) und Thalkirchen (U3) kurz hinter der Bezirksgrenze zu Thalkirchen). Außerdem fahren mehrere Buslinien der Münchner Verkehrsgesellschaft zahlreiche Haltestellen im Bezirk an.
Statistik
(Stand jeweils am 31. Dezember, Einwohner mit Hauptwohnsitz)
-
| Jahr
| Einw.
| davon Ausländer
| Fläche ha
| EW/ha
| Quelle mit weiteren Daten
| -
| 2000 | 34.462 | 8.902 (25,8%) | 393,80
| 88 | Statistisches Taschenbuch München 2001 pdf
| -
| 2001 | 34.820 | 8.965 (25,7%) | 393,80
| 88 | Statistisches Taschenbuch München 2002 pdf
| -
| 2002 | 35.102 | 8.996 (25,6%) | 393,80
| 89 | Statistisches Taschenbuch München 2003 pdf
| -
| 2003 | 35.113 | 9.025 (25,7%) | 393,86
| 89 | Statistisches Taschenbuch München 2004 pdf
| -
| 2004 | 35.691 | 9.261 (25,9%) | 393,96
| 91 | Statistisches Taschenbuch München 2005 pdf
|
Literatur
Allgemeine Entwicklung, historische Ereignisse
- Alt-Sendling und München. Nach der Chronik von Hans Lanzhammer bearbeitet von Wolfgang J. Clemens. München 1980.
- Elsbeth Bösl, Sabine Schalm (Hrsg.): Sendling 1933 - 1945. Beiträge zur Geschichte des Stadtteils im Nationalsozialismus. Initiative Historische Lernorte Sendling, München 2005.
- Stefan Caspari, Annette Jäger: Menschen in Sendling. Buchendorfer, München 1996. ISBN 3-927984-53-1
- Wolfgang Peschel, Hannes Sieber (Hrsg.): Sendling. 111 Gründe, warum ein Münchner Stadtteil der Nabel Bayerns ist. Frisinga, Freising 1992. ISBN 3-88841-048-7
Siedlungsstrukturen
- Landeshauptstadt München/Baureferat: Städtebauliche Rahmenplanung für den Planungsbereich am Sendlinger Berg im 19. Stadtbezirk Sendling und 34. Stadtbezirk Waldfriedhofviertel. München 1978.
- Stadtplan für Familien mit Kleinkindern in Sendling und Umgebung. München 2000.
Einrichtungen
- Wolfgang J. Clemens: Herbergssuche in der Großstadt. Aus der Geschichte der evangelischen Gemeinde in Sendling. Münchner Wiss. Publ. (MWP), München 1987. ISBN 3-924615-10-1
- Christian Haumayr: 125 Jahre Freiwillige Feuerwehr in Sendling. München 1994.
- Wolf Weber: 1200 Jahre Kirchengeschichte Sendling. Weber, München 1998.
Erinnerungen, (Auto-) Biographien
- Fritz Koehle: Die Saubuam. Geschichten aus Sendling. München 1959.
- Karl Wieninger: Lausbubenjahre in Sendling. München um 1983.
- Leo Erhard-Rabenau: Denk ich an Sendling… Erinnerungssplitter und Erzählungen eines alten Sendlingers. München 1990.
Belletristik
- Bernhard Setzwein: Wurzelwerk. Roman. Friedl Brehm, Feldafing 1984. ISBN 3-921763-86-X (Das Buch handelt von der Zerstörung Sendlings durch rigorose Bebauungsmaßnahmen)
- Bernhard Setzwein: OberländerEckeDaiser. Ein Gedicht. A 1 Verlag, München 1998. ISBN 3-927743-11-9
(Rezension (Bayerischer Rundfunk): ''Von Sendling kommt der Setzwein nicht mehr los. Jetzt hat er einen Band mit Gedankenlyrik vorgelegt, eine neobarocke Komposition, ein compendiöses Sentilingianum sozusagen, ein poetisch-moralisches Lehrgedicht zum Ende der klassischen Moderne, ein erstes postmodernes Bavaricum. Das spielt sich und spielt herum und wird dann manchmal böser Ernst, beim Türkenfresser Abraham a Sancta Clara und beim Miesbacher Ludwig Thoma, und da kennt der Setzwein keine Gnade. [... Nach dem großen Entwurf eines 'Gegenmünchen' von Paul Wühr ist 'OberländerEckeDaiser' nun der poetische Nachweis für den Stadtteil Sendling.)
- Bernhard Setzwein: Hirnweltlers Rückkehr. Erzählung. Peter Kirchheim Verlag, München 1986. ISBN 3-87410-022-7
Quellen
Weblinks
Sendling
Stadtbezirk von München | Sendling