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Wappen Karte
Wappen von Selfkant.png Lage der Gemeinde Selfkant in Deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Landkreis: Heinsberg
Geografische Lage:
Höhe: 69 m ü. NN
Fläche: 42,08 km²
Einwohner: 10.208 (31. Dezember 2005)
Bevölkerungsdichte: 242 Einwohner je km²
Postleitzahl: 52538
Vorwahl: 02456
Kfz-Kennzeichen: HS
Gemeindeschlüssel: 05 3 70 024
Gemeindegliederung: 16 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Rathaus 13
52538 Selfkant
Website: www.selfkant.de
E-Mail-Adresse: Info@Selfkant.de
Politik
Bürgermeister: Herbert Corsten (parteilos)
Selfkant (niederländisch Zelfkant) ist die westlichste Gemeinde in Deutschland. Sie liegt bei 5° 55' östliche Länge im äußersten Westen von Nordrhein-Westfalen im Kreis Heinsberg und ist Mitglied im Zipfelbund.

Geografie


Geografische Lage

Die Gemeinde Selfkant liegt zwischen den Flüssen Wurm im Osten und Maas im Westen. Dort befindet sie sich in der ländlichen Umgebung der Landschaft Selfkant rund 42 km südwestlich von Mönchengladbach und nur etwas östlich der niederländischen Stadt Sittard. Nur etwas nordwestlich des Ortsteils Isenbruch befindet sich der westlichste Punkt Deutschlands.

Ihre Grenze zu den Niederlanden ist rund 27 km lang, während die Verbindung mit anderen deutschen Gemeinden dagegen nur 6 km breit ist. Die Westspitze der Gemeinde Selfkant reicht bis auf 6,5 km an die Maas heran.

Naturschutzgebiete

  • Teverner Heide
  • Eiländchen
  • Hohbruch
  • Höngener und Saeffeler Bruch

Nachbargemeinden

Die Entfernungen zu den nächst größeren Städten wie Aachen betragen ca. 25 min Fahrzeit, nach Köln ca. 45 min, bis nach Maastricht ca. 25 min und nach Maaseik (Belgien) ca. 20 min oder nach Eindhoven ca. 50 min.

Stadtgliederung

Großwehrhagen, Havert, Heilder, Hillensberg, Höngen, Isenbruch, Kleinwehrhagen, Millen, Saeffelen, Schalbruch, Stein, Süsterseel, Tüddern, Wehr, Millen-Bruch, Dieck

Geschichte


Die wichtigste Herrschaft des Selfkants im Mittelalter war zunächst Millen, der Sitz des Geschlechts der Herren von Millen, das im Jahre 1282 in die Herrschaft Heinsberg eingegliedert wurde. Schließlich erwarb im Jahre 1499 der Herzog von Jülich die Herrschaft Heinsberg und Millen wurde zum Sitz eines herzoglich-jülichschen Amtmannes. Die Orte Tüddern, Wehr, Süsterseel und Hillensberg gehörten zum Amt Born und ab 1709 zum Amt Sittard.

Von 1794 bis 1815 gehörte der Selfkant zum französischen Kanton Sittard. Nach dem Wiener Kongress 1815 kam der Selfkant an die preußische Rheinprovinz. Zu dieser Zeit wurde die Grenze zum benachbarten Königreich der Niederlande festgelegt und blieb bis kurz nach dem II. Weltkrieg bestehen.

Die Niederlande forderten nach Beendigung des II. Weltkriegs eine Entschädigung für die erlittenen Kriegsschäden in Form einer Gebietsforderung. Hierzu wurde der Selfkant seit dem 23. April 1949 entsprechend der Schlusserklärung der Londoner Deutschland-Konferenz unter niederländische Auftragsverwaltung gestellt.

In der folgenden Zeit wurde in das jetzt niederländische Zelfkant viel investiert, z.B. in den Bau von Wohnungen und Straßen. In dieser Zeit wurde die Straße N274 mittels Tunnel und Überführungen kreuzungsfrei angelegt, um eine schnelle Verbindung zwischen den niederländischen Städten Heerlen und Roermond zu erlauben. Diese Straße verblieb auch nach der Rückgabe des Selfkant bei den Niederlanden, erst am 25. Februar 2002 erfolgte die Rückgabe an Deutschland. Im Jahre 2004 wurden Kreuzungsanschlüsse dieser Straße an verschiedene Straßen im Selfkant realisiert, u.a. mit der B 56 zwischen Gangelt und Süsterseel.

Im März 1957 begannen die offiziellen Verhandlungen zwischen dem Königreich der Niederlande und der Bundesrepublik Deutschland bezüglich der Rückgabe des Gebietes.

Seit dem 1. August 1963 gehört das Gebiet nach Zahlung von 280 Mio. DM an das Königreich der Niederlande wieder zur Bundesrepublik Deutschland. Aus dem bestehenden Amt Selfkant wurden die alten Gemeinden Havert, Hillensberg, Höngen, Millen, Süsterseel, Tüddern und Wehr gebildet. Zwei Monate später, am 21. Oktober 1963 wurden dann die ersten Wahlen der Gemeinderäte unter deutscher Verwaltung abgehalten.

Die einzelnen Gemeinden sowie die Gemeinde Saeffelen aus dem Amt Waldfeucht wurden am 1. Juli 1969 zur Gemeinde Selfkant zusammengeschlossen.

Politik


Gemeinderat

  • FDP 5 Sitze
  • FW (PRO Selfkant) 3 Sitze

Städtepartnerschaften

Partnergemeinden der Gemeinde Selfkant sind die anderen Zipfelgemeinden der Bundesrepublik Deutschland, also die Gemeinden, die am weitesten nördlich, östlich und südlich liegen:

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Museen

  • Kleinbahnmuseum Selfkantbahn in Gangelt-Schierwaldenrath, bietet Fahrten mit der Dampfeisenbahn nach Geilenkirchen-Gillrath an
  • Bauernmuseum Selfkant in Tüddern

Musik

Der Selfkant ist geprägt durch seine Musikkultur, die sich insbesondere in der jährlichen Ausspielung der Selfkantplakette unter den Spielmannszügen zeigt.
  • Instrumentalverein St. Cäcilia Tüddern 1912 e.V.
  • Instrumentalverein Süsterseel e.V.
  • Musikverein "St. Gregorius" Saeffelen e.V.
  • Musikverein "St. Martinus" Schalbruch e.V.
  • Spielmannszug 1920 "Edelweiß" Havert e.V.
  • Spielmannszug Saeffelen 1921 e.V.
  • Spielmannszug Wehr e.V.
  • Trommler-, Pfeifer- und Fanfarenkorps Höngen e.V.
  • Trommler- und Pfeiferkorps "St. Martini" Isenbruch e.V.
  • Trommler- und Pfeiferkorps Selfkant-Schalbruch e.V.
  • Trommler- und Pfeiferkorps Hillensberg e.V.
  • Trommler- und Pfeiferkorps "Selfkantia" Süsterseel e.V.
  • Trommler- und Pfeiferkorps Millen e.V.
  • Jaghornbläser St. Bavo Grenzland e.V.

Bildung

  • Astrid-Lindgren-Grundschule
  • Kath. Grundschule Selfkant II
  • Ganztagshauptschule Höngen
  • Mercator-Schule Selfkant-Gangelt-Geilenkirchen

Persönlichkeiten


Söhne und Töchter der Stadt

Weblinks


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Selfkant | Zelfkant | Selfkant

 

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