Der Begriff Sein (griech. to einai, to on, lat. esse, ens) charakterisiert die europäische Philosophiegeschichte und deren Problemdenken in hohem Maße.
Der Begriff taucht zwar schon bei Parmenides auf, aber erst Aristoteles, im Gegensatz zu Platon, der meist den substantivierten Infinitiv to einai benutzt, unterscheidet zwischen Sein und Seiendem. Nach dieser Differenzierung durch Aristoteles steht Sein für ein allgemeines Zugrundeliegendes oder aber für ein höchstes Sein (Gott). Seiendes bezieht sich auf konkrete Gegenstände wie z. B. Dinge oder Individuen. In der Kategorienlehre und der Lehre von den Transzendentalien wird in der Philosophie versucht, dem Sein Bestimmungen zuzuweisen. Eines der Grundprobleme des Begriffs Sein besteht in seiner Allgemeinheit. Er ist der allgemeinste Begriff, gleichzeitig der dadurch am schwersten zu fassende. Damit ist allein schon die Sinnbestimmung von Sein eine der schwierigsten Aufgaben der Philosophie. Philosophen wie Martin Heidegger haben die Bestimmung des Sinns von Sein zum zentralen Aspekt ihrer Bemühungen gemacht.
Das Sein steht, wie alle Begriffe der Logik, in Verbindung mit dem Absoluten, d.h. mit dem, was Subjekt und Objekt aufhebt.
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"Sein (Philosophie)".
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