| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen seifhennersdorf.png | Seifhennersdorf_Karte.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Sachsen |
| Regierungsbezirk: | Dresden |
| Landkreis: | Löbau-Zittau |
| Fläche: | 19,13 km² |
| Einwohner: | 4.766 (30. April 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 249 Einwohner/km² |
| Höhe: | 360 m ü. NN |
| Postleitzahl: | 02782 |
| Vorwahl: | 03586 |
| Geografische Lage: | |
| Kfz-Kennzeichen: | ZI
|
| Amtlicher Gemeindeschlüssel: | 14 2 86 410 |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausplatz 01 02782 Seifhennersdorf |
| Website: | www.seifhennersdorf.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Karin Berndt (UBS) |
Seifhennersdorf ist eine Stadt im Südosten von Sachsen, direkt an der Grenze zu Tschechien. Sie liegt in den Tälern der Mandau und des Leutersdorfer Wassers.
Besonders ab Mitte des 18. Jahrhunderts wurden die ortstypischen Umgebindehäuser gebaut, die heute zum Teil unter Denkmalschutz stehen. Zwischen 1796 und 1798 entstand nach Plänen des Baumeisters Carl Christian Eschke an Stelle der alten Dorfkirche ein neuer Kirchenbau. Die im klassizistischen Stil errichtete Kreuzkirche bot 2.450 Menschen Platz, der Kirchensaal war mit drei umlaufenden Emporen umbaut.
In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden bekannte Webereien, die Konfektionsbetriebe und die "Große Schneiderei", die Maschinenfabrik, die Holzschuh- und Pantoffelfabrik sowie andere Industriezweige. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden kleinere Braunkohlenlagerstätten erschlossen. Neben dem "Schwarzkohlenwerk am großen Teich" befand sich in der Läuterau die "Einigkeitszeche" und bei Halbendorf die "Heilige Dreifaltigkeit Zeche", letztere beide wurde von den Kaufleuten Gebr. Wehnert aus Warnsdorf betrieben. Am Richterberg begann zum Ende des 19. Jahrhunderts der Abbau von Polierschiefer. 1874 erhielt Seifhennersdorf einen Eisenbahnanschluss. 1903 erfolgte die endgültige Einstellung des Kohlenabbaus.
Der Bau der genannten Fabriken, des Bahnhofs, des 190 m langen Viadukts, neuer Schulen und Straßen sowie des Gas- und Wasserwerks veränderte das Ortsbild nach 1870 merklich. Im Jahre 1900 existierten 78 Bauerngüter in Seifhennersdorf. 1925 wurde in Nachbarschaft der Kreuzkirche ein neues Rathaus errichtet. In der Nacht vom 22. zum 23. März 1935 brannte die Kreuzkirche aus. Der Wiederaufbau konnte bereits im Jahre 1936 abgeschlossen werden. An Stelle der vernichteten Innenausstattung gestaltete Richard Schiffner aus Zittau das Kircheninnere neu. 1974 erhielt Seifhennersdorf das Stadtrecht.
Im Stadtgebiet befindet sich das Freibad "Silberteich".
Das private Eisenbahnmuseum der Familie Frey auf der Arno-Förster-Straße wurde am 9. Juni 2001 eröffnet. Neben einer H0-Modellbahnanlage, die eine Fläche von 22 m² aufweist, umfasst die Ausstellung des Fleischermeisters Frey weitere Modelleisenbahnen sowie Blechspielzeug.
In der Ortslage Läuterau kann die Puppensammlung der Familie Büttrich besichtigt werden. Das Puppenmuseum beherbergt mit 1700 Exemplaren, die größte Puppensammlung Sachsens. Auf einer Ausstellungsfläche von 90 m² sind Puppen, Teddys sowie 30 Puppenstuben zu sehen.
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