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Wappen Karte
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Wappen Karte188x235_Seiffen_in_deutschland.png
Basisdaten
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Bundesland: Sachsen
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Regierungsbezirk: Chemnitz
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Landkreis: Mittlerer Erzgebirgskreis
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Geografische Lage:
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Höhe: 550 m ü. NN
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Fläche: 12,43 km²
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Einwohner: 2.672 (30. April 2005)
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Bevölkerungsdichte: 215 Einwohner/km²
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Postleitzahl: 09548
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Vorwahl: 037362
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Kfz-Kennzeichen: MEK
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Gemeindeschlüssel: 14 1 81 350
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Gliederung: 2 Ortsteile
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Adresse der Gemeindeverwaltung: Am Rathaus 4
09548 Kurort Seiffen

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Website: www.seiffen.de
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E-Mail-Adresse: gemeinde-seiffen@t-online.de
Politik
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Bürgermeister: Wolfgang Schreiter (hauptamtlich)
Lage von Seiffen im Landkreis
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Seiffen ist eine Gemeinde im Mittleren Erzgebirgskreis in Sachsen (Deutschland). Die Gemeinde im Erzgebirge ist bekannt für ihre Spielzeugmacher und deren Schauwerkstätten.

Geografie


Seiffen befindet sich 60 km südöstlich von Chemnitz an der Grenze zu Tschechien. Mit einer Höhenlage von 550m NN liegt sie fast auf dem Erzgebirgskamm.

Gemeindegliederung

  • Bad Einsiedel
  • Heidelbach (nur die ehemalige Glashütte)
  • Heidelberg
  • Niederseiffenbach (teilweise)
  • Oberseiffenbach
  • Seiffen
  • Steinhübel

Geschichte


Seiffen

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes ist für das Jahr 1324 unter dem Namen Cynsifen verbürgt. Seinen Namen verdankt der Ort einem Verfahren der Zinngewinnung. Ehemals wurde aus zinnerzhaltigen Gesteinen und Erdreich durch "Ausseifen", eine Art von Ausschwämmen oder Auswaschen, Zinn in Form von Körnern oder Graupen gewonnen. Später erfolgte der Abbau im festen Gestein. 1451 tritt erstmals der Name "czyn Syffen" in Erscheinung. 1486 gab es hier 13 Häuser mit 65 Einwohnern, 1551 schon 14 besessene Mann und 58 Inwohner. Mit der Reformation 1539 kommt Seiffen zur Parochie Neuhausen. Im Jahre 1600 wurde hier wegen der inzwischen gestiegenen Bedeutung des Erzabbaus ein Bergamt mit Sitz eines Bergmeisters eingerichtet. 1620 wird erstmals eine Schule erwähnt. Ab 1635 lassen sich böhmische Exulanten im Ort nieder. 1650 werden erstmals Holzdrechsler urkundlich aufgeführt. Ein Schulneubau erfolgt 1722. Seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhundert entwickelte sich im Ort verstärkt die Holz- und Spielwarenindustrie. Es bilden sich gleichzeitig die entsprechenden Verlage. In den Jahren 1776 bis 1779 erfolgt der Bau der achteckigen Kirche. In den 1780er Jahren arbeiten bereits über 40 Drechsler im Ort, gleichzeitig beginnt auch der Überseehandel mit Seiffener Erzeugnissen. 1810 ist erstmals das Reifendrehen urkundlich erwähnt. 1833 wird Seiffen eigenständige Parochie. 1852 wird eine staatliche Spielwarenfachschule gegründet. 1863 wird im Ortsteil Steinhübel und 1864 in Seiffen eine Schule errichtet. 1875 wird die Freiwillige Feuerwehr gegründet. Am 1. Oktober 1895 wird die Bahnstrecke Olbernhau - Neuhausen eröffnet. Mit dem Bahnhof Dittersbach-Seiffen erhält der Ort Bahnanschluss. 1909 wird ein neues Schulgebäude errichtet. Der Anschluß ans Elektrizitätsnetz erfolgt 1912. 1919 wird der „Wirtschaftsverband der Erzgebirgischen Spielwarenverfertiger“ gegründet. Das Rathaus wird 1927 eingeweiht. Die Eröffnung der Freilichtbühne erfolgt 1934. Die von Max Schanz entworfenen Striezelkinder erhalten auf der Pariser Weltaustellung von 1937 eine Goldmedaille. Am 1. April 1939 werden die Gemeinden Heidelberg, Oberseiffenbach (ohne Oberlochmühle) sowie die Ortsteile Wettinhöhe und Seiffen-Grund der Gemeinde Niederseiffenbach und die Ortsteile Wetzelhübel (bisher Deutschneudorf) und Glashütte Heidelbach (bisher Neuhausen) nach Seiffen eingemeindet. 1943 wird in Heidelberg ein Kindergarten eingerichtet.

Glashütte Heidelbach

Um 1488 wird die Glashütte Heidelbach gegründet und wird um 1830 abgebrochen. Bis 1848 sind alle Gebäude der Glashütte abgerissen. Am 1. April 1939 kommt die Glashütte Heidelbach von Neuhausen nach Seiffen.

Bad Einsiedel

Um 1550 werden die Heilquellen in Bad Einsiedel erstmalig erwähnt. 1723 wird ein Gebäude mit Badestuben errichtet. In der Zeit zwischen 1700 und 1737 werden größere Vorkommen an Amethysten gefunden. In der Folgezeit werden weitere Gebäude zur Unterbringung von Badegästen errichtet. 1846 wird durch eine Analyse die Heilwirkung bestätigt. 1881 gilt der Ort als das am höchsten gelegene Mineralbad Sachsens.

Heidelberg

1656 kaufen sechs Einwohner von Seiffen Land vom Grundherrn Caspar Heinrich von Schönberg auf Purschenstein Land. Zwei Jahre später wird die Ansiedlung „ufn Hörnel“ genannt. Am 16. Mai 1670 wird der Ort als „Heidelberg“ offiziell gegründet und kommt zur Parochie Neuhausen. 1758 wird ein Wasserkraft-Drehwerk errichtet, welches heute noch im Freilichtmuseum zu sehen ist. Aber dieser Zeit kommt es zu einem starken Aufschwung des Holzdrechselhandwerkes. 1822 wird von Heidelberg aus die Holzspielwarenfabrikation in Litvinov begründet. 1833 kommt der Ort zur Parochie Seiffen. Eine Schule wird 1837 erwähnt, 1891 erfolgt ein Neubau. 1873 wird die Freiwillige Feuerwehr gegründet. 1927 wird mit dem Bau einer Wasserleitung begonnen. 1928 erfolgt der Ausbau des Großen Teiches zum Schwimmbad. Am 1. April 1939 wird der Ort nach Seiffen eingemeindet.

Oberseiffenbach

1665 beginnen neun Seiffener Einwohner mit der Ansiedlung. Am 25. Juni 1667 wird der Ort offiziell gegründet, er gehört zur Parochie Neuhausen. Zum Ort gehört auch die Siedlung um die Mahlmühle Oberlochmühle. Eine Schule wird 1730 erwähnt. Auch in Oberseiffenbach beginnt Mitte des 18. Jahrhunderts die Herstellung von Holzspielwaren. Das größte Unternehmen ist die 1850 gegründete Spiel- und Holwarenfabrik von Samuel Friedrich Fischer. Eine neues Schulgebäude wird 1878 errichtet. 1887 kommt der Ort zur Parochie Seiffen. 1936 wird eine auf der Reichsgartenschau gezeigte Friedhofskapelle auf dem Oberseiffenbacher Friedhof errichtet. Am 1. April 1939 kommt Oberseiffenbach zu Seiffen. Die Oberlochmühle wird Ortsteil von Deutschneudorf.

Einwohnerentwicklung

Seiffen
  • 1486: ca. 65
  • 1551: 146
  • 1576: 165
  • 1602: 175
  • 1618: 240
  • 1648: 280
  • 1660: 380
  • 1799: 470
  • 1834: 1.000
  • 1871: 1.453
  • 1890: 1.441
  • 1910: 1.437
  • 1925: 1.479
  • 1939: 1.555
  • 1946: 4.534
  • 1971: 3.980
  • 1989: 3.325
  • 1990: 3.271
  • 1992: 3.248
  • 1994: 3.039
  • 1998: 2.951
Heidelberg
  • 1658: ca. 20
  • 1680: 73
  • 1821: 1.133
  • 1834: 1.349
  • 1871: 1.990
  • 1890: 1.967
  • 1910: 1.742
  • 1925: 1.872
  • 1939: 2.053
Oberseiffenbach
  • 1665: ca. 40
  • 1680: ca. 90
  • 1801: 265
  • 1834: 384
  • 1871: 611
  • 1890: 695
  • 1910: 682
  • 1925: 659
  • 1939: 639
Niederseiffenbach
  • 1834: 412
  • 1871: 563
  • 1890: 508
  • 1910: 784
  • 1925: 808

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Museen

Bauwerke

  • Ev.-luth. Kirche: Nach einer erstmals um 1570 nachgewiesenen Kapelle wurde 1776-79 nach einem Plan von Christian Gotthelf Reuther eine spätbarocke Kirche mit achteckigem Grundriss gebaut.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Erzgebirgs-Bike-Marathon: Das Fahrradrennen wird seit 1993 jährlich ausgetragen. Es war der erste in Deutschland veranstaltete Mountainbike-Marathon. 2005 nahmen 1.300 Starter an der Veranstaltung teil.

Wirtschaft und Infrastruktur


Wichtigster Wirtschaftszweig Seiffens ist die Herstellung traditioneller erzgebirgischer Volkskunsterzeugnisse.

Bildung

  • Holzspielzeugmacher- und Drechslerschule Seiffen (Außenstelle des Berufsschulzentrums Zschopau)

Literatur


  • Akademie der Wissenschaften der DDR * (1985): Um Olbernhau und Seiffen. Werte unserer Heimat Bd. 43. Berlin.
  • Verein 675 Jahre Seiffen e.V. * (1999): 675 Jahre Seiffen. Ein Lese- und Bilderbuch. Marienberg.

Weblinks


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