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Wappen Karte
Wappensehnde.jpg
Karte_Sehnde_in_Deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Region Hannover
Geografische Lage:
Höhe: 53 m ü. NN
Fläche: 103,44 km²
Einwohner: 22.759 Stadt Sehnde:*
Bevölkerungsdichte: 215 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 31319 (alt: 3163 Sehnde 1-8)
Vorwahl: 0 51 38
Kfz-Kennzeichen: H
Gemeindeschlüssel: 03 2 41 016
Stadtgliederung: 15 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Nordstr. 21
31319 Sehnde
Website: www.sehnde.de
E-Mail-Adresse: info@sehnde.de
Politik
*: Carl Jürgen Lehrke (CDU)

Sehnde ist eine Stadt (seit 1997) in Niedersachsen am Südostrand der Region Hannover. Sie besteht aus 15 Ortsteilen mit rund 22.000 Einwohnern.

Geografie


Sehnde grenzt im Uhrzeigersinn, beginnend im Südwesten, an Laatzen, Hannover und Lehrte, sowie an den Landkreis Peine und an Algermissen (Landkreis Hildesheim).

Geschichte


Die Gebietsreform von 1974 schuf die neue Gemeinde aus 15 bisher selbstständigen Ortsteilen, die zu drei verschiedenen Landkreisen und Regierungsbezirken gehörten: Bilm, Bolzum, Dolgen, Evern, Gretenberg, Haimar, Höver, Ilten, Klein Lobke, Müllingen, Rethmar, Sehnde, Wassel, Wehmingen, Wirringen.

Bis zum 31. Dezember 2004 gehörte Sehnde zum ehemaligen Regierungsbezirk Hannover, der wie alle niedersächsischen Regierungsbezirke aufgelöst wurde.

Einwohnerentwicklung

(jeweils zum 31. Dezember)

Wirtschaft


Die Ortsteile der heutigen Stadt Sehnde wurden und werden durch Landwirtschaft geprägt, wobei sich die meisten Ortsteile seit den 1970er Jahren durch Neubaugebiete zu Wohnsiedlungen wandeln.

Viele Jahrzehnte war der Kalibergbau wichtigster Industriezweig. Das erste Kalibergwerk wurde ab 1896 in Wehmingen auf dem heute so genannten Gelände Hohenfels abgeteuft und 1902 mit der Förderung begonnen. Zwar wurde die Förderung hier bereits 1927 stillgelegt, im Kernort Sehnde und im Ortsteil Ilten wurde bis in die 1990er Jahre Kali für die Dünger- und Streusalzproduktion gefördert. Eine angegliederte Düngemittel- und Streusalzfabrik wird weiterhin betrieben.

Kaliwerke in Sehnde

Das Kaliwerk Hohenfels wurde 1928 still gelegt. Die Grubenbaue sind von 1984 bis 1992 mit Haldenlauge von der Halde Friedrichshall verfüllt worden. Das Kaliwerk Friedrichshall war von 1905 bis 1981 in Betrieb. Das Grubenfeld wurde von der K+S AG übernommen und weiter bis 1994 betrieben. Produziert wurden ausschließlich Düngemittel. Das Kaliwerk Hugo in Ilten gehörte zum Verbundbergwerk Bergmannssegen - Hugo. Nach Stilllegung der Förderung Ende 1994 wird in der Werksanlage weiter Kalidünger aus angelieferten Rohstoffen hergestellt. Die Grube wird zur Zeit mit Sole und Süßwasser geflutet.

Neben weiteren kleineren Industriebetrieben gab es bis 1987 in Sehnde eine Zuckerfabrik und noch heute gibt es in Höver eine Zementfabrik.

Kultur


Im Ortsteil Rethmar befindet sich das Regionalmuseum Sehnde, getragen Heimatbund Sehnde e.V.. Der Ortsteil Wehmingen beherbergt das Hannoversche Straßenbahn-Museum, getragen vom gleichnamigen Verein.

Stadtbild


Sehnde_Kirche.jpg

Die Kernstadt Sehnde (zu den Ortsteilen s. dort) ist geprägt durch einige charakteristische Gebäude:

  • Ev. Kirche Zum hl. Kreuz, Turm romanisch, Schiff barock
  • Kath. Pfarrkirche St. Maria, 1955, schlichte Hallenkirche
  • Rathaus, 70er Jahre, mit Glockenspiel
  • Förderanlagen des stillgelegten Kalibergwerks mit dem Haldenberg, der gegenwärtig mit Bauschutt aufgeschüttet und begrünt wird
  • Kugelbake am Kanal-Sporthafen, verkleinerte Kopie des Cuxhavener Seezeichens

Verkehr


Die Bundesautobahnen 2 und 7, die Bundesstraßen 65 (Direktverbindung nach Hannover-Süd und -Mitte) und 443 (Südwestverbindung zur B6 - dem sogenannten Messeschnellweg - sowie zur B3), die Bahnlinie Hannover-Lehrte-Hildesheim sowie der Mittellandkanal mit dem bei Sehnde abzweigenden Hildesheimer Stichkanal (Bolzumer Schleuse) bieten günstige Verkehrsverbindungen. Die Anbindung an Hannover im ÖPNV ist jedoch dadurch beeinträchtigt, dass die zwei Überlandbuslinien mit vielen Umwegen verkehren und die Eisenbahn einen weiten Bogen über Lehrte macht.

Literatur


  • Sehnde - Vom Bauerndorf zur Industriegemeinde, von Adolf Meyer, Hg. Gemeinde Sehnde, 1975

siehe auch


Quellen



Ort in Niedersachsen

Sehnde

 

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