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Jetsteam gradientkraft vom land zum meer 1.png | Diagrama de formacion de la brisa-breeze.png Unter einem Land-Seewind-System versteht man sowohl ein gekoppeltes Klimasystem aus Land- und Wasseroberflächen, über welchen es zur Ausbildung von See- und Landwinden kommt, als auch das durch diese Winde erzeugte Zirkulationssystem selbst. Die Ursache für die Herausbildung des jeweiligen Windes ist thermischer Natur und beruht auf der zwei- bis dreimal so schnellen Erwärmung bzw. Abkühlung der Luft über einer Landoberfläche im Vergleich zu einer Wasseroberfläche.

Im Falle einer starken Sonneneinstrahlung kommt es am Land zu Konvektionserscheinungen und der damit verbundenen Konvergenz am Boden. Diese ist eine Ausgleichsströmung von Luftmassen, verursacht durch die sich herausbildende Luftdruckdifferenz in der Größenordnung von 2 hPa zwischen dem thermischen Bodentief über der Landoberfläche und dem Bodenhoch über der Wasseroberfläche. Sie äußert sich in Form der Seewinde, die sich zum Beispiel in Küstenregionen an warmen Tagen im Tagesverlauf aufbauen können.

Im entgegengesetzten Fall der geringen Sonneneinstrahlung kühlt sich die Luft über der Landoberfläche sehr viel schneller ab als über der Wasseroberfläche und es bildet sich daher ein Bodenhoch über dem Land aus. Hierdurch kehrt sich das Zirkulationsmuster um und es kommt zur Entstehung der meist nächtlichen Landwinde, welche vom Land zum Wasser hin gerichtet sind.

Ein sehr großskaliges Windsystem, das dem Grundprinzip nach - jedoch nicht in letzter Konsequenz - einem Land-Seewind System entspricht, ist das Monsunsystem.

Wind | Windenergie

 

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