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Seekreide ist ein gewisses Kreidemergeln sehr ähnliches Gestein, welches sich bis zu 9m Mächtigkeit am Grund vieler Seen unterhalb der heute sich noch bildenden Schlamm- und Sandablagerungen findet.

An der Zusammensetzung nehmen Schalenfragmente der noch jetzt die betreffenden Seen bewohnenden Mollusken einen wesentlichen Anteil. Auch Torfmoore werden häufig von solcher Seekreide unterteuft. Als Tiefseekreide wird namentlich von den Engländern der Absatz auf dem Grunde der Weltmeere bezeichnet, der petrographisch den Mergeln beizuzählen ist.

Geologie

Seekreide ist geotechnisch äusserst problematisch, da die Standfestigkeit/Tragfähigkeit bedingt durch den hohen Wassergehalt sehr gering ist und dadurch als Rutschhorizont auftritt. Sofern auf solchen instabilen Schichten gebaut wird, kann der Untergrund seine Festigkeit verlieren.

Beispiel einer Katastrophe, die auf die geotechnischen Eigenschaften der Seekreide zurückzuführen ist, ist die sogenannten „Vorstadtkatastrophe“ am 5. Juli 1887 in der Stadt Zug (CH).

 

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