| Seeigel | ||||||||||||
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| Seaurchin.jpg (Echinometra mathaei)]] | ||||||||||||
| : | Gewebetiere (Eumetazoa) |
| : | Bilateria |
| : | Neumünder (Deuterostomia) |
| : | Stachelhäuter (Echinodermata) |
| : | Eleutherozoen (Eleutherozoa) |
| : | Seeigel |
Die eigentlichen, regelmäßigen Seeigel (Regularia) zeichnen sich durch ein hohles, pentamer radialsymmetrisches inneres Kalkskelett aus, welches je nach Art fast kugelförmig oder auch mehr oder weniger abgeplattet sein kann. Es besteht aus dem Apikalfeld oben am Körper, 5 Doppelreihen von Ambulakralplatten und 5 Doppelreihen von Interambulakralplatten. Die Platten bilden unregelmäßige Sechsecke. Die Ambulakralplatten (die hellen schmalen Bänder in der Abbildung) enthalten kleine Löcher (Ambulakralporen) aus denen die Ambulakralfüßchen hevorkommen. Die Interambulakralplatten tragen nur kleine kugelförmige Erhebungen die Gelenkhöcker der Stacheln.
Die als unregelmäßig bezeichneten Seeigel (Irregularia), zu denen die Sanddollars und die Herzigel gehören, unterscheiden sich ganz wesentlich von den regelmäßigen Seeigeln. Ihr Skelett ist abgeflacht (bei den Sanddollars scheibenförmig) und nicht mehr genau radialsymmetrisch, sondern durch eine bilaterale Symmetrie dominiert. Es gibt ein Vorne und Hinten, ein Links und Rechts und die Fortbewegung findet immer mit einer Tendenz nach vorne statt. Sanddollars haben keine oder extrem stark reduzierte Stacheln, bei den Herzigeln sind diese eher wie eine Behaarung ausgebildet.
Im Japanischen wird der Seeigel als Uni bezeichnet, und ist auch unter diesem Namen auf der Speisekarte zu finden. Es handelt es sich um eine Spezialität (Chinmi) der japanischen Küche, die aus Eiern von verschiedenen Spezies von Seeigeln besteht. Insbesondere der Purpurfarbene Seeigel wird verwendet. Der Geschmack wird als mild, süßlich, fischig und etwas nussig beschrieben, variiert aber von Art zu Art etwas.
Die Eier werden entweder kurz erhitzt gegessen, roh als Sashimi serviert oder als Bestandteil von Sushi verwendet.
Uni scheint nach einer Umfrage auch in Japan Geschmackssache zu sein, da er bei einer Umfrage sowohl in der Liste der beliebtesten Sushi, direkt nach Toro (fetter Thunfisch) auf dem zweiten Platz steht, aber er steht auch auf der Liste der unbeliebtesten Sushi auf Platz zwei, nach Saba (Makrele). Bei Frauen steht er auf der Liste der unbeliebtesten sogar ganz oben. Es scheint so, als würden die Meisten ihn entweder lieben oder hassen. (Quelle Umfrage: japan-guide.com)
Seeigeleier werden in 3 Qualitätsstufen (A, B, C) gehandelt. Besonders geschätzt wird hell gelber /oranger Rogen mit fester Struktur. Je dunkler und weicher die Eier sind, desto schlechter die Qualität. Uni kann je nach Qualität und Verpackung ca. 15 bis über 200 $ /kg kosten.
Man kann ihn 5-6 Tage in Folie im Kühlschrank aufbewahren. Nach dem Einfrieren werden sie beim Auftauen jedoch weich.
Uni wird zusammen mit Konowata (gepökelte Seegurkeninnereien) und Karasumi (getrockneter Meeräschenrogen) als eine der 3 größten Delikatessen Japans (nippon sandai chinmi) angesehen. Uni steht zudem im Ruf, ein Aphrodisiakum zu sein.
Die Nachfrage in Japan übersteigt daher das Angebot, so dass einige Länder, wie Chile und die USA (Kalifornien und Alaska) Seeigeleier nach Japan exportieren. In Korea sind die Eier ebenfalls beliebt, in Chile werden sie traditionell gegessen und als erizo bezeichnet. In Kalifornien hat sich die Uni-Herstellung mit 2004 ca. 21 Mio$ Jahresumsatz, von denen ca. ein Drittel in den USA konsumiert wird, fest etabliert und kann die derzeit stark steigende Nachfrage der wachsenden Zahl von Sushi-Restaurants kaum befriedigen.
Japanische Küche | Stachelhäuter
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