Das Seehandbuch ,auch "Segelanweisung" genannt, ist ein Verzeichnis der Untiefen, Küstenlinien, Leuchttürme, Hafeneinfahrten und dergleichen mehr. Das älteste deutsche "Seebuch" stammt aus der Zeit um das Jahr 1490 und beruht auf Quellen aus dem 13.-14. Jahrhundert. Es beschreibt Meerestiefen, Häfen und Gezeiten.
Eigentlich sind Seehandbücher die aufbereiteten Beobachtungen und Erfahrungen der Kapitäne aus der Vergangenheit. In den Seehandbüchern werden großräumig die Ozeane, Schifffahrtsstraßen, das Wetter und Naturbeobachtungen, gesetzlichen Regelungen der einzelnen Länder sowie lokal die Häfen mit ihren Einrichtungen und Ansteuerungen beschrieben. Typische Titel sind z. B.:
Die Segelanweisung war von größter Wichtigkeit die sich hauptsächlich aus dem Erfahrungsschatz des damaligen Seemannes und seinen Fertigkeiten entwickelte. Aus dem Mittelalter sind nur wenige Segelanweisungen erhalten geblieben, was auch daran liegen mag das zu dieser Zeit kaum jemand lesen und schreiben konnte und meist mündlich weitergeben worden sind. Diese Segelanweisungen bezogen sich auf eine küstennahe Navigation: Hauptverlaufsrichtung der Küste, markante Punkte oder Richtungsänderungen, Distanzen (angegeben in Tagesreisen) Beobachtungen ethnologischer und botanischer Natur, Auffälligkeiten der Fauna im Meer und am Land. Die Reisen waren damit für einen Nachfolger wiederholbar geworden. Im 15 Jh. sind noch Kompassrichtungen hinzugekommen. Ferner übernahm man das was die Wikinger für ihre Navigation auf offener See taten. Sie beobachten den Wind und die Wasserverhältnisse.
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"Seehandbuch".
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