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Seewalzen
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: Gewebetiere (Eumetazoa)
: Bilateria
: Neumünder (Deuterostomia)
: Stachelhäuter (Echinodermata)
: Eleutherozoen (Eleutherozoa)
: Seewalzen
Wissenschaftlicher Name Holothuroidea de Blainville, 1834 en Die Seewalzen (Holothuroidea), auch Seegurken oder Seethaler genannt, sind eine Klasse im Stamm der Stachelhäuter.

Bau


Seegurken sind Meeresbewohner mit walzenförmigem Körper. Die für die übrigen Stachelhäuter typische fünfstrahlige Radiärsymmetrie fehlt äußerlich, lässt sich im Ambulacralsystem trotzdem wiederfinden. Der muskulöse, längliche Körper weist am Vorderende eine Mundöffnung auf, welche häufig von Tentakeln umgeben ist.

Im Gegensatz zu anderen Echinodermata besitzen Seegurken nur noch Skelettrudimente in Form von kleinen Kalzitnadeln (Sklerite). Statt eines Skeletts besitzen sie einen Hautmuskelschlauch aus Längs- und Ringmuskulatur, sowie einer dicken Schicht mutabilen Gewebes.

Das Blutgefäßsystem ist relativ hoch entwickelt. Es besteht aus einem oralen Ringgefäß von dem fünf blindendige Radiärgefäße abzweigen. Am Darm führen ein dorsales und ein ventrales Gefäß entlang, die durch pulsierende Verbindungen (Herzen) miteinander in Verbindung stehen. Auch die von einigen Arten ausgebildete Wasserlunge wird netzartig von Gefäßen umsponnen.

Man kann eine Kriechsohle (Trivium) von einem Rücken (Bivium) unterscheiden. Das Trivium besteht aus drei Radien sowie zwei Interradien und ist durch eine hohe Anzahl an Ambulacralfüßchen gekennzeichnet. Das Bivium hingegen besteht aus zwei Radien und drei Interradien. Die Füßchen sind um- oder rückgebildet. Die Fortbewegung der Seewalzen erfolgt mittels der auf der Bauchseite zu findenden Ambulacralfüßchen.

Als weitere Besonderheiten besitzen Seewalzen Wasserlungen, bei denen es sich um Ausstülpungen des Enddarms handelt. Im Mittelmeer sitzt in den Wasserlungen der Königsseegurke (Stichopus regalis) relativ häufig der Eingeweidefisch (Carapus acus) z.T. auch in den Wasserlungen von Holothuria-Arten. Seegurke Spanien.JPG]]

Die sogenannten Cuvierschen Schläuche dagegen dienen der Verteidigung der Tiere und werden bei Gefahr in Richtung Angreifer gespritzt. Sie bilden klebrige Schleimfäden, welche den Feind verwirren und unter Umständen sogar kampfunfähig machen können. Die Klebstoffe können auch Gifte enthalten (Holothurine).

Nahrung


Bei den Seewalzen sind Sedimentfresser und Planktonfresser bekannt.

Bei den Sedimentfressern (alle europäischen Arten) kriechen die adulten Tiere über den Boden des Meeres und nehmen dabei Sedimente mit organischen Bestandteilen wie Detritus, Algen und Sandlückenfauna auf. Die organischen Bestandteile werden verdaut und das unverdauliche mineralische Sediment wieder ausgeschieden. Man könnte diese Seewalzen als Meeresstaubsauger bezeichnen.

Die planktonfressenden Seewalzen haben einen stark vergrößerten Tentakelkranz mit dem sie Plankton aus dem Wasser fangen.

Fortpflanzung


Die Seewalzen sind getrennt geschlechtlich und geben ihre Geschlechtsprodukte direkt ins Meerwasser ab. Innerhalb einer Bucht läuft dies meist synchron ab. Sie richten sich dazu mit dem Vorderende senkrecht auf und entlassen an der Spitze eine weißlich (Spermien) bis gelbliche (Eizellen) Flüssigkeit. Ihre bilateral-symmetrischen Larven leben planktonisch und werden als Auricularia bezeichnet.

Nutzung


In Asien werden eingelegte Innereien von Seegurken gerne als Delikatesse verspeist. In Spanien gelten die Gonaden der Königsseegurke (Stichopus regalis) als Delikatesse und werden gekocht mit Nudeln gereicht.

Namen und volkstümliches


Das "holothúrion" (gr.) ist nach Aristoteles ein sagenhaftes zwischen Tier und Pflanze stehendes Wesen.

Auf dem optischen Eindruck bei der Abgabe der Geschlechtsprodukte beruht der italienische Trivialname cazzo di mare ("Meer-Penis").

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Weblinks


Stachelhäuter

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