| See-Elefanten | ||||||||||||
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| : | Säugetiere (Mammalia) |
| : | Höhere Säugetiere (Eutheria) |
| : | Raubtiere (Carnivora) |
| : | Hundeartige (Cynoidea) |
| : | Hundsrobben (Phocidae) |
| : | See-Elefanten |
Es gibt zwei einander sehr ähnliche Arten:
Die riesig vergrößerte Nase fehlt den Weibchen und jüngeren Männchen. Nach ständigem Wachstum erreicht der Rüssel etwa im achten Lebensjahr die volle Größe und hängt dann über dem Maul, mit den Nasenlöchern nach unten. Zur Paarungszeit kann dieser Rüssel durch erhöhte Blut- und Luftzufuhr noch einmal erheblich vergrößert werden.
Die Größenunterschiede zwischen Männchen und Weibchen sind beträchtlich. Ein Bulle kann sechseinhalb Meter lang werden, eine Kuh nur dreieinhalb Meter. Das Gewicht eines Männchens liegt bei bis zu dreieinhalb Tonnen, das eines Weibchens bei maximal 900 kg.
Will ein Bulle sich mit einer Kuh paaren, legt er eine Vorderflosse über sie und beißt ihr in den Nacken. Hiernach beginnt die Kopulation. Wenn die Kuh sich wehrt, wälzt sich der Bulle auf sie und macht sie mit seinem Gewicht bewegungsunfähig.
Die ständigen Kämpfe führen ebenso wie die brachialen Kopulationen dazu, dass Jungtiere durch alte Männchen erdrückt werden. Dadurch stirbt alljährlich in einer See-Elefantenkolonie eine große Zahl von Kälbern.
Mit drei bis vier Jahren werden See-Elefanten geschlechtsreif. Bullen sind allerdings erst im Alter von acht oder neun Jahren stark genug, einen Harem zu bewachen, so dass eine Paarung zu einem früheren Zeitpunkt unwahrscheinlich ist. Wegen der Verausgabung durch die Kämpfe ist die Lebenserwartung eines männlichen See-Elefanten mit 14 Jahren extrem kurz. Weibchen leben etwa 18 Jahre.
Die Nahrung der See-Elefanten sind Fische und Tintenfische. See-Elefanten können bis zu 1400 m tief tauchen. Das wird ihnen dadurch ermöglicht, dass sie aufgrund ihrer Körperfülle (ähnlich wie die Wale) ein enormes Blutvolumen haben, das viel Sauerstoff aufnehmen und speichern kann. Außerdem wird die Tätigkeit von Organen (z.B. der Leber und der Niere) wiederum wie bei Walen während der Tauchgänge heruntergefahren, um den Sauerstoff-Verbrauch einzuschränken.
Die natürlichen Feinde der See-Elefanten sind der Weiße Hai sowie der Orca, die ihm vor allem in der Nähe der Wasseroberfläche gefährlich werden können.
Die Zugehörigkeit der See-Elefanten zu den Hundsrobben ist unbestritten, allerdings ist ihre Position innerhalb der Hundsrobben oft debattiert worden. So stellte King 1983 die noch heute oft zitierte Theorie auf, dass die See-Elefanten am dichtesten mit den Mönchsrobben verwandt seien und beide besonders ursprüngliche Vertreter der Hundsrobben darstellten. Hingegen konnten Bininda-Emonds und Russell 1996 keine Anhaltspunkte für eine so dichte Verwandtschaft finden, bestätigten aber die basale Stellung der See-Elefanten im System der Hundsrobben.
Oft findet man für See-Elefanten auch den Gattungsnamen Macrorhinus, der von Georges Cuvier vergeben wurde. Dieser ist jedoch identisch mit der Bezeichnung einer Käfergattung, so dass der jüngere Name Mirounga von John Edward Gray Gültigkeit erlangte. Der Name Mirounga leitet sich von „miouroung“ ab, der Bezeichnung für See-Elefanten in einer Sprache der australischen Aborigines.
Die Paarung erfolgt beim Nördlichen See-Elefanten im Februar, nach elf Monaten Tragzeit kommen dann im Januar des Folgejahres die Jungen zur Welt. Die Jungen verlassen im April oder Mai die Küsten. Mirounga angustirostris distribution.png Die nördliche Art war einst lückenlos entlang der Westküste Nordamerikas von Alaska bis Baja California verbreitet. Im 19. Jahrhundert setzte die massenhafte Abschlachtung der Tiere ein, da man ihren Tran kommerziell nutzen wollte. Jedes Jahr fielen Tausende See-Elefanten den Jägern zum Opfer, so dass man die nördliche Art letztlich für ausgestorben hielt. Eine einzige winzige Herde von weniger als hundert Tieren aber hatte auf der mexikanischen Insel Guadalupe überlebt. Als diese entdeckt wurde, wurde die Art unter Schutz gestellt. In den 1930er Jahren gingen erstmals See-Elefanten zur Paarung auf den kalifornischen Channel Islands an Land. Inzwischen gibt es die Art wieder auf zahlreichen der Küste vorgelagerten Inseln nordwärts bis zu den Farallon-Inseln, außerhalb der Paarungszeit sogar bis Vancouver Island. Die Bestände nehmen jährlich um etwa 15 % zu, so dass man den Nördlichen See-Elefanten nicht mehr für ernsthaft gefährdet hält. Allerdings hat die zwischenzeitliche Beinahe-Ausrottung zu einer extremen genetischen Einheitlichkeit aller Individuen geführt (genetischer Flaschenhals), die bei veränderten Bedingungen für die Art von Nachteil sein könnte.
Die großen Kolonien der südlichen Art befinden sich auf folgenden Inseln, die in einem Ring um die Antarktis liegen: Südgeorgien, Kerguelen, Heardinsel, Macquarieinsel. Außerhalb der Paarungszeit findet man umherwandernde Individuen auch an den Küsten Südafrikas, Australiens, Neuseelands, Patagoniens und der Antarktis. Dabei legen Einzeltiere Strecken von bis zu 4800 km zurück. Die Jungen kommen im Oktober zur Welt. Sie werden 20 Tage gesäugt und dann von den Muttertieren allein gelassen.
Die Art war im 19. Jahrhundert ebenfalls starker Verfolgung ausgesetzt, war aber nie so stark bedroht wie der Nördliche See-Elefant. Einst gab es Kolonien auch auf Tasmanien, King Island, den Juan-Fernández-Inseln und auf St. Helena, doch hier wurden die See-Elefanten durch menschliche Jäger ausgerottet. Insgesamt gibt es heute etwa 750.000 Individuen, von denen mehr als die Hälfte auf Südgeorgien lebt.
فيل البحر | Marelefanto | Elephant seal | Pietinis jūrų dramblys | Zuidelijke zeeolifant | Sjöelefanter
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