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Eine Schwimmblase dient dazu, dass ein Fisch sein spezifisches Gewicht dem Druck des umgebenden Wassers angleichen und so ein Schwebezustand im Wasser herstellen kann. Sie besteht aus einer Art Haut und ist in zwei Teile aufgeteilt; es gibt zwei Typen:

  • Der Karpfen schluckt Luft, welche über den Darm in die Schwimmblase gelangt.
  • Fische in mehreren 100 Metern Tiefe füllen und leeren ihre Schwimmblase über Adern, die mit den Kiemen verbunden sind.

Die meisten Fische besitzen eine Schwimmblase. Die Groppe, als Beispiel, hat aber keine Schwimmblase und bewegt sich deshalb meist nur am Boden. Es gibt aber Fische, die über keine Schwimmblase verfügen und trotzdem nicht zu den Bodenfischen zählen. So verfügen beispielsweise die Haie über keine Schwimmblase und müssen daher durch ständiges Schwimmen ihren Auftrieb erzeugen.

So kommt O2 in die Schwimmblase:

Im sogenannten Wundernetz der Schwimmblase kommt es zu folgenden Prozessen: Durch passive Diffusion von O2 aus venösen (O2 reich) Kapillaren zu arteriellen (O2arm) Kapillaren wird verhindert, dass O2 aus der Schwimmblase in das Blut übertritt, bzw. wird diese wieder zurückgeführt. Das Prinzip dahinter ist das Gegenstromprinzip, bedingt durch einen Scheitel, der an der Schwimmblase liegt, Vergleichbar mit einem gebogenen Schlauch, durch den O2 diffundieren kann.

Der hohe O2 Gehalt der Schwimmblase wird über den obligat anaerobe (glykolytische) Stoffwechsel in den Epithelzellen der Gasdrüse in die Schwimmblase erzeugt. Das hier glykolytisch gebildete Lactat hat 2 Effekte: Aussalzeffekt und Bohr-Effekt. Das Lactat vermindert die O2 Löslichkeit des Blutes, zum anderen wird die pH-Wert durch Lactat gesenkt was beides einen O2 Gradienten entstehen lässt, der die Schwimmblase füllt.

Bei der Entleerung der Schwimmblase gibt es zwei verschiedene Wege:

1. Die Physoclisten verwenden das sogenannte Oval, ein stark durchbluteter Bereich der Schwimmblase, um Gas wieder in die Blutbahn zu resorbieren. Die Oberfläche des Ovals und die damit verbundene Sauerstoffabgabe wird über Muskeln kontrolliert.

2. Die Physostomen verwenden den sogenannten ductus pneumaticus, eine Verbindung von Schwimmblase und Darm (und damit eine Verbindung zur Außenwelt), um den Sauerstoff abzugeben.

Funktionsweise


Beim Aufwärtsschwimmen dehnt sich die Schwimmblase, da Gas in die Schwimmblase abgegeben wird. Der Wasserdruck, der auf dem Körper lastete, wird jetzt geringer, d.h. die Schwimmblase dehnt sich aus. Somit lässt der Druck auf der Schwimmblase nach. Da Luft in gewissen Maße zusammengedrückt werden kann, dehnt sich die in der Schwimmblase befindliche Luft auch etwas aus, wenn der Druck auf die Schwimmblase nachlässt. Dadurch wird der Rauminhalt des ganzen Körpers größer. Bei gleichem Gewicht hat der Fisch dann eine größere Wasserverdrängung.

Die Schwimmblase als lautbildendes Organ


Schwimmblasen-Mechanismen

  • Innere (intrinsic) Trommelmuskel (Ton-Muskel oder sonische Muskel) befinden sich in der Schwimmblasenwand bei "Opsanus" Krötenfisch und bei "Trigla" Knurrhahn
  • Äußere (extrinsic) Trommelmuskel - Zumindest ein Ansatz an Strukturen außerhalb der Schwimmblase
Direkter Typ - Die Muskeln setzen an der Schwimmblase an z.B. Querfortsatz der Wirbelsäule - “Pimelodus“ Antennenwels
Indirekter Typ - Die Muskeln setzen nicht an der Schwimmblase an z.B. Piranha - manche Welsfamilien besitzen einen Springfederapparat

Die Schwimmblase als Atmungsorgan


Sekundär kann die Schwimmblase auch zu einem Atmungsorgan umgewandelt worden sein, was diese Fische dazu befähigt, auch in Dürreperioden oder bei niedrigem Sauerstoffgehalt des Wassers zu überleben. Dies ist z.B. bei Arapaima oder Lepisosteus der Fall.

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