| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Schwetzingen.png | Karte_schwetzingen_in_deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Baden-Württemberg |
| Regierungsbezirk: | Karlsruhe |
| Regionalverband: | Rhein-Neckar |
| Landkreis: | Rhein-Neckar-Kreis |
| Gemeindeart: | Große Kreisstadt |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 100 m ü. NN |
| Fläche: | 21,62 km² |
| Einwohner: | 22.436 (30. Sept. 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 1.043 Einwohner je km² |
| Ausländeranteil: | 16,4 % |
| Postleitzahlen: | 68701–68723 (alt: 6830) |
| Vorwahl: | 06202 |
| Kfz-Kennzeichen: | HD |
| Gemeindeschlüssel: | 08 2 26 084 |
| Stadtgliederung: | 5 "Stadtgebiete" |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Hebelstraße 1 68723 Schwetzingen |
| Website: | www.schwetzingen.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Bernd Kappenstein |
Schwetzingen ist eine der fünf größten Städte des Rhein-Neckar-Kreises und ein Mittelzentrum im Bereich des Oberzentrums Mannheim. Zum Mittelbereich Schwetzingen gehören die Städte und Gemeinden Altlußheim, Brühl, Hockenheim, Ketsch, Neulußheim, Oftersheim, Plankstadt und Reilingen.
Im Jahr 1992 überschritt die Einwohnerzahl die 20.000-Grenze. Daraufhin stellte die Stadt Schwetzingen den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die baden-württembergische Landesregierung daraufhin mit Wirkung zum 1. April 1993 beschloss.
Die Stadt Schwetzingen besitzt keine Stadtteile. Infolgedessen bildet das Stadtgebiet eine relative Einheit. Dennoch werden umgangssprachlich zur besseren Orientierung verschiedene Stadtgebiete unterschieden, deren Abgrenzungen jedoch nicht genau festgelegt sind. Hierzu gehört das Schälzig;ein Neubaugebiet, Hirschacker im Nord-Osten der Stadt, die Oststadt (östlich der Bahnlinie), die Südstadt (südlich des Schlossplatzes) und die Nordstadt (nord-westlich der Bahnlinie).
Mannheim, Plankstadt, Oftersheim, Hockenheim, Ketsch und Brühl. Das Stadtgebiet Schwetzingens ist mit der südlichen Nachbargemeinde Oftersheim vollständig zusammengewachsen. Auch die Nachbargemeinde Plankstadt im Osten ist mit dem Schwetzinger Stadtgebiet eng verzahnt. Der nördliche Stadtteil Hirschacker hat inzwischen direkte Berührungsstellen mit Mannheim-Rheinau und dem Gewerbegebiet Brühls.
Das Schwetzinger Wasserschloss wird erstmals 1350 erwähnt, als der Pfalzgraf bei Rhein Rudolf II. das Wohnrecht im Schloss erhielt. Im Dreißigjährigen Krieg und im Pfälzer Erbfolgekrieg wurde das Schloss zerstört und von Kurfürst Johann Wilhelm bzw. dessen Vorgänger wieder aufgebaut. Ab 1720 diente es Kurfürst Carl Philipp nach seinem Auszug aus Heidelberg zunächst zeitweise als Ausweichresidenz, ab 1742 ließ er es zur Sommerresidenz ausbauen. 1750 wurde die „Neuen Stadt" mit Schlossplatz geplant und angelegt, 1752 eröffnete das Schlosstheater.
1759 erhielt Schwetzingen das Marktrecht und wurde im 18. Jahrhundert im Barockstil ausgebaut. 1803 fiel Schwetzingen mit der gesamten rechtsrheinischen Kurpfalz an das Großherzogtum Baden und wurde zum Amtssitz erhoben. 1833 erhielt die Gemeinde Schwetzingen durch Großherzog Leopold (Baden) die Stadtrechte. Ab 1850 setzte die Industrialisierung ein. Schwetzingen wurde u. a. Sitz von Zigarren- und Konservenfabriken. Auch der Spargelanbau gewann an Bedeutung.
1924 wurde das Bezirksamt Schwetzingen aufgehoben und sein Gebiet mit dem Bezirksamt Mannheim vereinigt, aus welchem 1938 der Landkreis Mannheim entstand. 1930 erhielt die Stadt Schwetzingen einen erheblichen Gebietszuwachs durch Aufteilung des Hardtwalds.
Im Zuge der Kreisreform wurde der Landkreis Mannheim zum 1. Januar 1973 aufgelöst und die Stadt Schwetzingen dem neu gebildeten Rhein-Neckar-Kreis zugeordnet. Nach Überschreiten der 20.000-Einwohnergrenze wurde Schwetzingen am 1. April 1993 zur Großen Kreisstadt erklärt.
Die Katholiken Schwetzingens erhielten - wie bereits erwähnt - ab 1707 die Kirche St. Pankratius, die damals einzige Kirche des Ortes. Die Pfarrgemeinde gehörte zunächst noch zum Bistum Worms und wurde 1821/27 Teil des neu gegründeten Erzbistums Freiburg, wo sie dem Dekanat Heidelberg zugeordnet wurde. 1958 wurde in der Oststadt Schwetzingens die Kirche St. Maria errichtet. Später entstand noch die Kirche St. Josef in Hirschacker. 1960 wurde Schwetzingen Sitz eines eigenen Dekanats für die Gemeinden Edingen, Neckarhausen, Oftersheim, Plankstadt, Schwetzingen, Hockenheim, Ketsch, Neulußheim, Reilingen und Brühl, das jedoch bereits 1976 wieder aufgelöst wurde. Seither gehören die Pfarrgemeinden der Stadt zum Dekanat Wiesloch. Die Pfarrgemeinde St. Pankratius bildet mit der Filialgemeinde St. Maria und der Predigstelle St. Josef in Hirschacker zusammen die Seelsorgeeinheit Schwetzingens.
Neben den beiden in Deutschland großen Kirchen gibt es in Schwetzingen auch eine freikirchliche Gemeinde und zwar eine Gemeinde der Evangelisch-methodistischen Kirche. Weiter gibt es die Evangelische Gemeinschaft, die 1849 aus dem "Evangelischen Verein für innere Mission Augsburgischen Bekenntnisses" hervorging sowie eine Landeskirchliche Gemeinschaft.
Darüber hinaus gibt es auch eine Neuapostolische Kirche in Schwetzingen.
| Jahr | Einwohnerzahl | - | 1726 | 420 | - | 1784 | 1.784 | - | 1800 | 2.090 | - | 1850 | 2.900 | - | 1. Dezember 1871 | 3.862 | - | 1. Dezember 1880 ¹ | 4.649 | - | 1. Dezember 1890 ¹ | 5.116 | - | 1. Dezember 1900 ¹ | 6.432 | - | 1. Dezember 1910 ¹ | 7.876 | - | 8. Oktober 1919 ¹ | 9.146 | - | 16. Juni 1925 ¹ | 9.341 | - | 16. Juni 1933 ¹ | 10.016 |
|---|
| Jahr | Einwohnerzahl | - | 17. Mai 1939 ¹ | 10.983 | - | Dezember 1945 ¹ | 11.129 | - | 13. September 1950 ¹ | 14.068 | - | 6. Juni 1961 ¹ | 14.992 | - | 27. Mai 1970 ¹ | 16.508 | - | 31. Dezember 1975 | 18.296 | - | 31. Dezember 1980 | 18.384 | - | 27. Mai 1987 ¹ | 17.729 | - | 31. Dezember 1990 | 19.098 | - | 31. Dezember 1995 | 21.872 | - | 31. Dezember 2000 | 22.267 | - | 30. Juni 2005 | 22.436 |
|---|
Der Löwe symbolisiert die Kurpfalz, zu dem Schwetzingen bis 1803 gehörte. Der Ring war ursprünglich als Rad abgebildet und entstammt dem Siegel des Hans von Schwetzingen, genannt Wagentreiber, der als Verwandter der Herren von Erligheim, mit der Schwetzinger Burg in Verbindung steht. Es handelt sich also um ein so genanntes "redendes Wappen". Aus dem Rad wurde später der Ring. Diese Abbildungen (Löwe und Ring) übernahm die Gemeinde in ihre Siegel und 1898 wurde hieraus das Wappen amtlich festgelegt.
Durch die Stadt verläuft in nord-südlicher Richtung die Bundesstraße B 36. Eine westliche Umgebung wurde schon in den 80er Jahren zwischen den Autobahnanschlussstellen Mannheim/Schwetzingen und Schwetzingen/Hockenheim gebaut. Seit 2004 laufen die Arbeiten an einer Umgehungsstraße zur Anschlussstelle Heidelberg/Schwetzingen.
Die Stadt ist auch Sitz des Kirchenbezirks Schwetzingen der Evangelischen Landeskirche in Baden.
Der Rhein-Neckar-Kreis ist Träger der beiden beruflichen Schulen, der Carl-Theodor-Schule (Kaufmännische Schule, unter anderem mit Wirtschaftsgymnasium) und der Erhart-Schott-Schule (Gewerbliche Schule) sowie der Comenius-Schule für Geistigbehinderte.
Im linken Flügel des Schwetzinger Schlosses befindet sich die Fachhochschule Schwetzingen, Hochschule für Rechtspflege, eine interne Fachhochschule des Landes Baden-Württemberg, an der die Rechtspflegeranwärter der Länder Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland ausgebildet werden.
Das Rathaus wurde 1821 erbaut und in den Jahren 1889, 1912 und 1919 erweitert.
Folgende Kirchen gibt es im Stadtgebiet:
In Schwetzingen starben der Dichter Johann Peter Hebel sowie der Schriftsteller und Alt-Philologe Joseph Stöckle (1844-1893), gebürtig aus Sigmaringen-Gutenstein. Ferner lebte der Naturforscher Karl Friedrich Schimper in der Stadt.
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Schwetzingen".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world