| Schwertlilien | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| : | Bedecktsamer (Magnoliophyta) |
| : | Einkeimblättrige (Liliopsida) |
| : | Lilienähnliche (Liliidae) |
| : | Spargelartige (Asparagales) |
| : | Schwertliliengewächse(Iridaceae) |
| : | Schwertlilien |
Die Schwertlilien (Iris) bilden eine Gattung einkeimblättriger Blütenpflanzen in der Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae). Die an Arten umfangreiche Gattung wurde nach der griechischen Göttin des Regenbogens (Iris) benannt und wird wegen ihren schönen und auffälligen Blüten geschätzt.
Die Blüte der Schwertlilien besteht aus sechs Blütenkronblättern; drei äußere als so genannte "Hängeblätter", die bei einigen Arten auffällige Kämme oder Bärte tragen, sowie drei innere, häufig aufrecht stehende "Domblätter".
Die Gattung wird in zwei Hauptgruppen unterschieden, von denen eine in weitere drei Untergruppen unterteilt wird:
Für den Gärtner sind insbesondere die Bart-Iris-Arten wichtig. Von ihnen gibt es mittlerweile ein so großes Sortiment, dass sie selbst für Kenner kaum noch zu überblicken sind. Die Bart-Iris werden zur besseren Orientierung in drei Gruppen unterteilt, wobei Wuchshöhe und Blütezeit für die Unterteilung entscheidend ist.
Bei befruchteten Blüten kommt es zur Ausbildung von Kapseln, die zu den sogenannten lokuliziden Kapseln zählen. Sie reißen bei Reife an den Rückennähten von jedem Fruchtblatt auf. Neben Schwertlilien treten solche Kapseln auch bei Narzissen sowie Nachtkerzen und vielen Liliengewächsen auf.
Die mehr als 200 botanischen Arten und ihre unzähligen Sorten (Gartenkulturformen, Züchtungen vor allem aus England und den USA) stammen aus den gemäßigten Zonen der nördlichen Hemisphäre. Rhizomiris-Pflanzen sind in der Regel winterhart und bevorzugen einen sonnigen Platz; einige der bartlosen Schwertlilien bevorzugen sehr feuchten Boden.
Zwiebeliris-Arten sind ebenfalls winterhart und benötigen während der Wachstumsperiode einen sonnigen Standort mit viel Feuchtigkeit.
Die Vermehrung der Schwertlilien erfolgt durch Teilung nach der Blüte im Spätsommer oder durch Samen im Herbst. Sorten werden stets durch Teilung vermehrt, weil ihre Eigenschaften, vor allem Blütenform und -Farbe, nur im Klon genetisch erhalten bleiben. Schwerlilien sind Frostkeimer. Samen sollte man daher vor der Aussat in ein Gefäß 8 Tage auf einem Löschpapier gelegt im Kühlschrank aufbewahren. Danach aussähen und bei Zimmertemperatur ständig feucht halten.
Die Schwertlilie ist eines der Symbole von Perun, einem der Hauptgötter der Slawen. Auch die berühmte Wappenlilie der Bourbonen, Fleur-de-Lis, ist eine stilisierte Schwertlilie.
Schwertliliengewächse | Heilpflanze
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