SOB_RBDe566_Arth.jpg Die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) ist eine normalspurige Eisenbahngesellschaft in der Schweiz. Sie entstand 2001 aus einer Fusion der ehemaligen Südostbahn und der Bodensee-Toggenburg-Bahn.
Zwölf Jahre später, am 1. Januar 1890 entstand die Schweizerische Südostbahn mit Sitz in Wädenswil, durch die Fusion der WE und der ZGB. Das Streckennetz umfasste damit neben Wädenswil–Einsiedeln, auch die isolierte Strecke Rapperswil–Pfäffikon SZ. Im Jahr 1891 wurde die von der ZGB begonnene Verbindung zur Gotthardbahn eröffnet und damit auch die Seedammlinie mit dem Stammnetz der SOB verbunden. Diese Erweiterung des Streckennetzes umfasste die Linien Pfäffikon SZ–Samstagern und Biberbrugg–Arth-Goldau. Charakteristisch für das SOB-Netz sind die Steigungen von bis zu 52 Promille.
1904 wurde die Bodensee-Toggenburg-Bahn (BT) gegründet. Die BT eröffnete die Strecke Romanshorn–St. Gallen St. Fiden und St. Gallen HB–Lichtensteig–Wattwil im Jahre 1910. Der Abschnitt Lichtensteig–Wattwil wurde parallel zur bestehenden Strecke der SBB gebaut, welche im selben Jahr die Strecke von Wattwil aus, durch den Rickentunnel nach Uznach verlängerte. Zwei Jahre später eröffnete die BT, die Strecke Ebnat-Kappel–Nesslau-Neu St. Johann und pachtete die bestehende SBB-Strecke Wattwil–Ebnat-Kappel für einen durchgehenden Betrieb.
Durch die verschiedenen Berührungspunkte, arbeiteten sowohl die BT, als auch die SOB schon früh mit den SBB zusammen. Die durchgehenden Züge von Romanshorn über Rapperswil und Arth-Goldau nach Luzern welche von den drei Gesellschaften gemeinsam betrieben werden, wurden ab 1992 unter dem Namen Voralpen-Express geführt und die Allianz wurde 1998 als einfache Gesellschaft formalisiert.
Per 1. Januar 2001 fusionierten die beiden Bahngesellschaften BT und SOB zur neuen SOB mit Sitz in St. Gallen. Dadurch wurden die Besitzverhältnisse neu verteilt – die heutige SOB gehört zu 36% dem Bund, zu 19% dem Kanton St. Gallen, zu 14% diversen Gemeinden und Bezirken, zu 12% den Kantonen Schwyz, Zürich, Thurgau und Appenzell-Ausserrhoden, während sich die restlichen 19% bei Privaten im Streubesitz befinden.
Die Streckenabschnitte St. Gallen St. Fiden bis St. Gallen, Wattwil bis Rapperswil, sowie Arth-Goldau bis Luzern gehören den SBB und dürfen aufgrund vertraglicher Vereinbarungen von der SOB mitbenützt werden. Die SOB-Strecke über den Seedamm von Rapperswil dagegen steht im Eigentum der SOB, wird aber von den SBB verwaltet und mitbenützt – die SOB-Station Hurden wird tagsüber sogar ausschliesslich von den SBB (S5) bedient.
Bis 2006 gehörte auf der doppelspurigen Strecke Lichtensteig–Wattwil (2.5 km) ein Gleis der SOB, das andere der SBB. Zudem wurde das Teilstück Wattwil – Ebnat-Kappel (4.9 km) von der SBB an die ehemalige BT bzw. die jetztige SOB verpachtet. Beide Abschnitte gehören seither vollumfänglich als Eigentumsstrecke der SOB. Im Gegenzug übergab die SOB alle Eigentumsrechte am Bahnhof St. Gallen.
Auf der Strecke Wil SG – Wattwil – Nesslau-Neu St. Johann verkehren SOB-Kompositionen. Die werktags verkehrenden Berufspendlerzüge Einsiedeln – Wädenswil – Zürich Altstetten ("Gipfeli-Express") werden von der SOB geführt.
Ungefähr ein Achtel der ganzen Strecke liegt auf Grund der schwierigen Topografie auf Brücken oder in Tunnels und ist daher eine von Touristen gerne genützte Bahn. Die höchste Eisenbahnbrücke der Schweiz, das Sitterviadukt zwischen St. Gallen Haggen und Gübsensee bei Herisau ist im dem Eigentum der SOB.
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