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Die Schweizer Schokolade prägte gemeinsam mit der Schweizer Uhren- und Maschinenindustrie den guten Ruf von hoher Qualität, den Schweizer Produkte über lange Jahre im Ausland hatten. Obwohl Schweizer Schokolademarken immer wieder als "Schweizer Schokolade" bezeichnet werden, ist der Begriff als Qualitätslabel ausschliesslich für die tatsächlich in der Schweiz produzierte Schokolade vorbehalten.

Geschichte


Die Schokolade kam im Laufe des 16. Jahrhunderts nach Europa. Spätestens im 17. Jahrhundert wurde sie auch in der Schweiz bekannt und produziert. Aus dem 18. Jahrhundert sind nur wenige schokoladeproduzierende Betriebe bekannt, insbesondere aus dem Tessin und dem Bassin Lémanique.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurden zahlreiche Schokoladenfabriken gegründet:

Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts fing der Ruf der Schweizer Schokolade an, sich im Ausland zu verbreiten. In engem Zusammenhang damit steht die Erfindung der Milchschokolade durch Daniel Peter sowie die Erfindung des Conchierens (Fondantschokolade) durch Rodolphe Lindt.

Absatzmärkte


Die schweizerische Schokoladenindustrie war im späten 19. Jahrhundert bis hin zum 1. Weltkrieg sehr exportorientiert. Nach dem 2. Weltkrieg fingen Schweizer Schokoladenproduzenten aufgrund von Handelsrestriktionen an, für das Ausland bestimmte Schokolade im Ausland zu produzieren.

Die Schweiz ist heute der grösste Absatzmarkt für in der Schweiz produzierte Schokolade (54% im Jahr 2000), wobei die Schweizerinnen und Schweizer pro Kopf weltweit am meisten Schokolade konsumieren (im Jahr 2004 11.6kg pro Kopf und Jahr).

Im Jahr 2004 wurden laut Chocosuisse in der Schweiz 148'270 Tonnen Schokolade und Schokoladenprodukte produziert, wovon 53% exportiert wurden (20% nach Deutschland, je 11% nach Frankreich und Grossbritannien und 13% nach Nordamerika). Der Gesamtumsatz der Schokoladenindustrie betrug im selben Jahr 1'365 Millionen Schweizer Franken (814 Mio. CHF im Inland, 551 im Export).

Struktur der Schweizer Schokoladenindustrie


1901 schlossen sich die Schweizer Schokoladenproduzenten in der Union libre des fabricants suisses de chocolat zusammen. Diese wurde 1916 aufgeteilt in Chambre syndicale des fabricants suisses de chocolat und Convention chocolatière suisse. Die ehemalige „Chambre syndicale“ - heute Chocosuisse – ist eine Interessenvertretung für schokoladeproduzierende Betriebe. Die „Convention chocolatière“ bemühte sich um die Qualität der Schweizer Schokolade, und um eine einheitliche Preispolitik. Sie wurde 1994 aufgelöst.

Literatur


  • Alain J. Bourgard: CH comme Chocolat, 2003, ISBN 2-832-100-368

Weblinks


  • http://www.chocosuisse.ch
  • http://www.chocosuisse.ch/downloads/chocologie_de.pdf – Geschichte der Schweizer Schokolade

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