| Strukturformel und Kalottenmodell | |
|---|---|
| schwefelsaeure.jpg | Kalottenmodell schwefelsaeure.JPG |
| Allgemeines | |
| Name | Schwefelsäure |
| Andere Namen | Schwefel(VI)-säure, Vitriolöl |
| Summenformel | H2SO4 |
| CAS-Nummer | 7664-93-9 |
| Kurzbeschreibung | farblose, viskose Flüssigkeit |
| Eigenschaften | |
| molare Masse | 98,08 g/mol |
| Aggregatzustand | flüssig bei Raumtemperatur (20°C) und konstantem Druck |
| Dichte | 1,84 g/cm³ |
| Schmelztemperatur | 10 °C |
| Siedetemperatur | 338 °C |
| Dampfdruck | 0,0001 hPa bei 20 °C |
| Löslichkeit | unbegrenzt in Wasser unter Wärmeentwicklung |
| Sicherheitshinweise | |
| R- und S-Sätze | R: 35 S: 26-30-36/37/39-45 |
| MAK | 0,1 mg/m3 |
| LD50 (Ratte) | 2140 mg/kg |
Schwefelsäure, chemische Nomenklatur nach IUPAC: Dihydrogensulfat, ist eine starke, anorganische Säure. Sie zählt zu den Mineralsäuren und gehört zu den 20 wichtigsten Chemikalien der chemischen Industrie. Als Lebensmittelzusatzstoff hat sie die Nummer E 513.
Verdünnte Schwefelsäure nennt man Dünnsäure. Konzentrierte Schwefelsäure hat den kaum noch gebräuchlichen Trivialnamen Vitriol-Öl, wovon sich Bezeichnungen wie Kupfervitriol oder Eisenvitriol ableiten.
Die Salze und Ester der Schwefelsäure heißen Sulfate und Hydrogensulfate. Die salzartigen Sulfate enthalten das Sulfat-Ion (SO42-).
Das älteste Verfahren zur Schwefelsäureherstellung ist das Vitriolverfahren. Es wurde im 13. Jahrhundert von Alchemisten angewendet. Vitriole sind Sulfate, die sich relativ leicht thermisch zersetzen lassen und dabei in Schwefeltrioxid und ein Metalloxid übergehen. Johann Rudolph Glauber (1604-1670) konstruierte die erste Schwefelsäure-Manufaktur der Welt, die um 1650 in Nordhausen (Harz) nach diesem Verfahren Schwefelsäure herstellte.
Schwefelsäure bildet zusammen mit Wasser ein Azeotrop. Wird 100%ige Schwefelsäure bis zum Sieden erhitzt, verdampft solange Schwefeltrioxid, bis sich eine Konzentration von etwa 98 Gewichtsprozent einstellt. Umgekehrt kann verdünnte Schwefelsäure auf diese Konzentration gebracht werden indem man sie auskocht.
100%ige Schwefelsäure wird hergestellt, indem man in etwa 98 Gew.-%iger Schwefelsäure so lange Schwefeltrioxid einleitet, bis diese wasserfrei ist. Schwefelsäure kann des Weiteren Schwefeltrioxid in großen Mengen binden, die entstehende Flüssigkeit nennt man Oleum, da die Viskosität recht hoch ist. Oleum besteht aus einer Mischung von Schwefelsäure und Polyschwefelsäuren (Dischwefelsäure: H2S2O7, Trischwefelsäure H2S3O10, usw.) Im Handel gibt es Oleum mit bis zu 65 Gew.% Schwefeltrioxid. Oleum wird in chemischen Reaktionen zur Sulfonierung eingesetzt oder wenn es nötig ist, möglichst viel Wasser aus der Reaktion zu binden. Dadurch kann der Verbrauch von Schwefelsäure minimiert und oftmals auch die Ausbeuten maximiert werden.
Zur Identifikation der Konzentration wird die Dichte der Schwefelsäure gemessen. Über Standardtabellenwerke kann damit direkt auf die Konzentration geschlossen werden. So wird beispielsweise der Ladungszusstand einer Autobatterie bestimmt (siehe auch Bleiakkumulator).
Beim Verdünnen konzentrierter Schwefelsäure wird sehr viel Wärme freigesetzt. Daher müssen entsprechende Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden. Wichtig ist dabei, dass immer die Säure in das Wasser zugemischt wird, also nicht das Wasser zu der Säure ! Ansonsten kann es zu explosionsartiger Verdampfung des Wassers kommen, wodurch die Flüssigkeit unkontrolliert wegspritzt; die Gefährlichkeit ist offensichtlich. Die Eselsbrücke dazu: „Zuerst das Wasser, dann die Säure, sonst geschieht das Ungeheure.“
Entwicklungsphasen:
Сярна киселина | Àcid sulfúric | Kyselina sírová | Svovlsyre | Sulfuric acid | Ácido sulfúrico | Rikkihappo | Acide sulfurique | Ácido sulfúrico | חומצה גופרתית | Kénsav | Asam sulfat | Brennisteinssýra | Acido solforico | 硫酸 | 황산 | Sērskābe | Asid sulfurik | Swefelsüür | Zwavelzuur | Svovelsyre | Svovelsyre | Kwas siarkowy | Ácido sulfúrico | Серная кислота | Kyselina sírová | Žveplova kislina | Svavelsyra | กรดกำมะถัน | Сульфатна кислота | Axít sulfuric | 硫酸
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