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R: 20-34
S: 26-36/37/39-45
Strukturformel
Schweflige_Saeure.png
Allgemeines
Name schweflige Säure
Andere Namen Schwefel(IV)-säure
Schwefligsäure (IUPAC)
Summenformel H2SO3
CAS-Nummer 7782-99-2
Kurzbeschreibung farblose Flüssigkeit
Eigenschaften
Molmasse 82,08 g/mol
Aggregatzustand flüssig
Dichte 1.03 g/cm3 (20 ºC)
Schmelzpunkt ---
Siedepunkt ---
Dampfdruck ---
Löslichkeit nur in Lösung beständig
Sicherheitshinweise
R- und S-Sätze
MAK ?
 

Die schweflige Säure ist eine unbeständige, nur in wässriger Lösung existierende, schwache Säure, die beim Lösen von Schwefeldioxid in Wasser entsteht; ihre Salze heißen Sulfite und Hydrogensulfite.

\mathrm{ SO_2\ (g) + H_2O\ (l) \rightarrow H_2SO_3\ (aq)}

Versucht man die Lösung einzudampfen, um wasserfreie schweflige Säure zu erhalten, so zerfällt diese in Umkehrung der Bildungsreaktion. Beim Abkühlen kristallisiert ein Klathrat SO2 · 5,75 H2O aus, das sich bei 7°C wieder zersetzt. Freie schweflige Säure H2SO3 ist daher nicht isolierbar.

Schweflige Säure bildet in Waser zwei einwertige tautomere Anionen, das Hydrogensulfit(-1) und das Sulfonat(-1) mit den Strukturen HSO3- und SHO3-, die sich als Deprotonierungsprodukt der Schwefligen und der Sulfonsäure ableiten lassen.

Versetzt man schweflige Säure mit Basen, Metalloxiden oder Carbonaten, so kristallisieren mit dem Eindampfen der Lösungen die Salze der schwefligen Säure, die Sulfite, aus.

Die Hydrogensulfite lassen sich nur mit großen Kationen auskristallisieren. Im Feststoff liegt das Hydrogensulfit-Anion in der Konstitution eines Sulfonats vor, das restliche Wasserstoff ist am Schwefelkern der Gruppe gebunden.

Schweflige Säure ist auch Mitverursacher des sauren Regens, da das bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe (beispielsweise Kohle, Erdöl, Erdölprodukte) oder Biomasse gebildete Schwefeldioxid vom Regenwasser aus der Atmosphäre "ausgewaschen" wird (siehe auch: Smog). Um zu verhindern, dass Schwefeldioxid in die Umwelt entweicht, gibt es verschiedene Verfahren zur Rauchgasentschwefelung.

Schweflige Säure und ihre Salze sind Reduktionsmittel, da sie durch Aufnahme eines weiteren Sauerstoffatoms zu Schwefelsäure beziehungsweise Sulfat oxidiert werden.

Schweflige Säure ist sehr instabil; sie zerfällt unter Wärme in Wasser und Schwefeldioxid.

H2SO3.png der Schwefligen Säure mit Sulfonsäure]]

Schwefeldioxid wie auch schweflige Säure stehen unter dem Verdacht, krebserregend zu sein.

Siehe auch


Chemische Verbindung

Kyselina siřičitá | Θειώδες οξύ | Sulfurous acid | Acido solforoso | 亜硫酸 | Zwaveligzuur | Kwas siarkowy(IV) | Svavelsyrlighet | 亚硫酸

 

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