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Der Schwedisch-Brandenburgische Krieg dauerte von 1674-1679 und war als Teil des Französisch-Niederländischen Krieges, eine Auseinandersetzung zwischen dem Kurfürstentum Brandenburg und der Königreich Schweden, um die Herrschaft in Pommern.

Ausgangssituation


In einem Vertrag sicherte Herzog Bogislaw XIV. von Pommern, da kinderlos, das seit dem Vertrag von Grimnitz 1529 bestehende Erbfolgerecht dem Kurfürsten von Brandenburg im Jahr 1632 nochmals zu.

Doch im Zuge des Dreißigjährigen Krieges wurde Pommern von Schweden besetzt. Dadurch gelangte Schweden in eine sehr gute Verhandlungsposition gegenüber Brandenburg, welches auf die Erbfolge bestand.

Nach dem Westfälischen Frieden im Jahre 1648 wurde das Herzogtum Pommern zwischen Schweden (Vorpommern) und Brandenburg (Hinterpommern) geteilt. Es dauerte aber noch bis zum Stettiner Grenzrezess von 1653, bis die letzten Einzelheiten der Grenzziehung zwischen Schweden und Brandenburg geklärt waren. Doch der Konflikt schwelte weiter, schon im Schwedisch-Polnischen Krieg, obwohl anfangs noch verbündet, standen sich Brandenburg und Schweden feindlich gegenüber. Im Vertrag von Oliva musste Schweden die Oberhoheit Brandenburgs über Preußen anerkennen. Brandenburg wiederum musste das besetzte Pommern räumen.

Kriegsverlauf


Der Schwedisch-Brandenburgische Krieg bildete gleichzeitig einen Nebenschauplatz des Französisch-Niederländischen Krieges, wobei Frankreich Verbündeter Schwedens war, während eine Koalition bestehend aus den Niederlanden, Spanien, Österreich und Brandenburg die Dänen unterstützte.

Schon Ende 1674 marschierten schwedische Truppen auf Druck ihres Verbündeten Frankreichs in die Uckermark ein. Die brandenburgische Armee von diesem Angriff überrascht befand sich noch in Franken, wo sie an der Seite der Vereinigten Niederlande gegen Frankreich kämpfte.

Anfang 1675 besetzten schwedische Truppen die Stadt Brandenburg. Im Juni 1675 konnte Feldmarschall Georg von Derfflinger die Schweden in der Schlacht von Rathenow besiegen. Diese wurden aus Angst um ihre Versorgungwege zum Rückzug gezwungen. Worauf sie, nach der unbedeutenden Schlacht von Nauen, von den Brandenburgern unter Friedrich Wilhelm in der Schlacht von Fehrbellin vernichtend geschlagen wurden. In der Folge dieses Sieges eroberte er bis 1678 sämtliche Festungen Vorpommerns einschließlich Stettins. Es gelang ihm auch, die Schweden in den Jahren 1678-79 aus Preußen nach Livland zurückzudrängen. Dieser Winterfeldzug 1678/79 ging als Die legendäre Jagd über das Kurische Haff in die Geschichte ein.

Im Frieden von St.-Germain vom 29. Juni 1679 musste Friedrich Wilhelm aber Vorpommern wieder an Schweden abtreten, da ihn seine Verbündeten, die Niederlande und auch der deutsche Kaiser Leopold I. im Stich ließen und er mit Dänemark nun allein Frankreich gegenüberstand.

Ergebnisse


Durch diesen Friedensschluss konnte sich Schweden, bis zum Wiener Kongress im Jahr 1815, die Herrschaft über Vorpommern sichern. Der preußische Kurfürst hatte Brandenburgs (Preußens) Großmachtstellung in Europa begründet. Er hat die bis dahin als unbesiegbar geltenden schwedischen Truppen besiegt, konnte aber das Ziel, Vorpommern für Brandenburg zu gewinnen, nicht erreichen.

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