| Wappen | Karte | bgcolor="#FFFFFF" | Wappen at schwaz.jpg | map at schwaz.png | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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- bgcolor="#FFFFFF" | Basisdaten | - bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Tirol | - bgcolor="#FFFFFF" | Bezirk: | Bezirk Schwaz | - bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 2.020,50 ha. | - bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | ca. 13.000 | - bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 611 Einwohner/km² | - bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 545 m ü. NN | - bgcolor="#FFFFFF" | Höchster Punkt: | 704 m ü. NN | - bgcolor="#FFFFFF" | Niedrigster Punkt: | 535 m ü. NN | - bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahl: | 6130 | - bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahlen: | +43-5242 | - bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | - bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | SZ
| - bgcolor="#FFFFFF" | Website: | www.schwaz.at | - bgcolor="#FFFFFF" | E-Mail-Adresse: | stadtamt@stadt.schwaz.at | - | Politik | - bgcolor="#FFFFFF" | Bürgermeister: | Dr. Hans Lintner (ÖVP) | - bgcolor="#FFFFFF" | Gemeinderat | 21 Sitze: 6 (SPÖ), 12 Liste Petzer (ÖVP), 3 IgLS (Grüne) | |||
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Schwaz ist eine Bezirkshauptstadt im Bundesland Tirol, Österreich.
Nach dem Niedergang des Bergbaus und der Zerstörung großer Teile des Orts in den Napoleonischen Kriegen wurde im 19. Jahrhundert durch folgende Einrichtungen ein Aufschwung eingeleitet:
Seit 1999 blickt Schwaz auf eine hundertjährige "Stadt"geschichte zurück, denn im Jahr 1898 wurde neben dem Marktort Imst auch Schwaz zur Stadt erhoben. Dies erfolgte per Urkunde vom 16. September 1899 anhand der Entschließung vom 28. April durch Kaiser Franz Joseph I. Nach der schwierigen Zeit des Ersten und Zweiten Weltkrieges fand Schwaz schließlich seinen bedeutenden Platz in Tirol als Handels-, Industrie-, Schul- und Fremdenverkehrsstadt
Bereits in der Bronzezeit wurde in den Bergen zwischen Schwaz und Kitzbühel Kupfer abgebaut, das in Verbindung mit Zinn zur Herstellung von Bronze benötigt wurde.
Der Silberabbau begann erst weit später, der Sage nach soll im Jahre 1409 die Magd Gertraud Kandlerin beim Ackerpflügen auf dem Kogelmoos (Bereich oberhalb der Stadt) einen silberhaltigen Stein entdeckt haben. Um 1420 wurden erstmals reichhaltige Erzgruben am Falkenstein aufgetan und die Zuwanderung von bergmännischem Fachpersonal aus Böhmen, Sachsen und deutschen Landen begann. Innerhalb weniger Jahre wurde die Schwazer Metallproduktion ein europäischer Wirtschaftsfaktor und der Falkenstein wurde zur Silber- und Geldquelle der Habsburger. Das große Geschäft mit dem Silber lockte schließlich bedeutende Personen der damaligen Zeit nach Schwaz: die Augsburger Welthandelsfirma der Fugger und Baumgartner bestimmten lange Zeit das Leben in der Knappenstadt. Auch der Naturwissenschaftler und Arzt Paracelsus (Philipp Aureol Theophrast Bombast von Hohenheim in Egg an der Sihl, geboren am 17. Dezember 1493) besuchte auf seinen Forschungsreisen zweimal (1516 und 1533/1534) Schwaz, um sich mit bergmännischen Krankheiten auseinanderzusetzen.
Unterstützten die Fugger im Jahre 1519 noch mit 850.000 Gulden (aus Schwazer Erzen) die Ernennung des Habsburgers Karl V. zum deutschen König, so fand um 1550 nach allgemein schlechter Wirtschaftslage die Augsburger Handelgesellschaft ein jähes Ende. Nach dem Einzug des Großteils der Knappen in die Landesverteidigung und dem Import von "billigem" Silber aus amerikanischen Tageabbauten begann das schleichende Ende der "Silberzeit" in Schwaz.
In den erzreichen Bergen und Hängen der Stadt Schwaz wurde in einem Zeitraum von 1420 bis 1827 Metall abgebaut, die Ausbeute an Silber (2.571 Tonnen) und an Kupfer (190.999 Tonnen) verdeutlicht den wirtschaftlichen und weltpolitischen Einfluß der Silberstadt.
Über die "Mutter aller Bergwerke" wurde folgender Reim geschrieben:
Swatz ist aller perckhwerck muater zwar
Davon nert sych ayn gar gross schar
Ob treyssygh taussent, hab ich recht behalten
Von mannen, frauen, yungh und altn.
(Georg Rösch, 1558)
Das Fuggerhaus entstand um 1525 als Wohnsitz der Augsburger Handelsfamilie. Von hier aus leitete Anton Fugger zeitweise seine "Weltfirma". Heute ist das Haus Sitz der Tertiar-Schulschwestern.
Das Handelshaus ist ein spätgotisches Bürgerhaus, das 1500-1509 von den beiden Gewerken Hans und Jörg Stöckl erbaut wurde. Das große Gebäude umfasst einen dreistöckigen Arkadenhof und dient heute als Rathaus.
Die Franz-Josef-Straße bildet die ehemalige Hauptstraße und ist heute eine Fußgängerzone. Sie wirkt trotz des Brandes von 1809 als geschlossener Straßenzug. Am Ende der Straße liegt das barockisierte Palais Tannenberg-Enzenberg.
Die Stadtpfarrkirche, eine 1460 erbaute vierschiffige Hallenkirche, wurde 1502 erweitert und ist heute die größte Hallenkirche Tirols. Links saßen die Bürger, rechts durch eine Holzwand getrennt die Knappen. Eine weitere Besonderheit der Schwazer Pfarrkirche sind die beiden Glockentürme, von denen einer rund 400 Jahre jünger ist (Errichtet 1911). Er wurde errichtet, da der ältere eine kritische Neigung im oberen Drittel der Konstruktion aufweist und daher aufgrund der Labilität nicht mehr gefahrlos verwendet werden kann, d.h. er würde bei nochmaligem Läuten einstürzen.
Das Franziskanerkloster mit seinem sehenswerten Kreuzgang mit gotischer Wandbemalung wurde 1515 eingeweiht. Burg Freundsberg (Frundsberg) auf einem Hügel 170 m oberhalb der Stadt, Haus der Völker (Volkskundemuseum mit Exponaten aus Afrika und Indien) und das Schaubergwerk, wo eine Grubenbahn 800 m in den Sigmundstollen aus dem Jahr 1491 einfährt und die Bergwerksarbeit erklärt wird.
Das Kellerjoch mit 2.344 m. Seehöhe ist ein Aussichtsberg mit Blick auf Zillertaler Alpen, Karwendel, Rofan bis Großglockner sowie ins Inntal. Seit den 1920iger Jahren steht am Gipfel eine Kapelle und eine Schutzhütte. Es ist teilweise mit Skilift erschlossen.
Beginnend mit 1993 finden jedes Jahr das Outreach Festival und die Outreach Academy in Schwaz statt.
Seit 1994 findet in Schwaz jährlich das österreichweit renommierte Festival für Neue Musik Klangspuren statt, das im Museumsquartier in Wien beheimatet ist. Schwaznacht.jpg