| Schwarzpappel | ||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| : | Samenpflanzen (Spermatophyta) |
| : | Bedecktsamer (Magnoliophyta) |
| : | Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige (Rosopsida) |
| : | Rosenähnliche (Rosidae) |
| : | Malpighiales |
| : | Weidengewächse (Salicaceae) |
| : | Pappeln (Populus) |
| : | Schwarzpappel |
Die Schwarzpappel (Populus nigra), auch Saarbaum oder Saarbuche genannt, ist eine Laubbaum-Art aus der Gattung der Pappeln in der Familie der Weidengewächse (Salicaceae).
Schwarzpappeln werden 100 bis 150 Jahre alt; in seltenen Fällen können sie ein Alter von 300 Jahren erreichen. Junge Zweige bzw. Triebe haben einen runden Querschnitt und keine Korkrippen (Unterschied zu Hybridpappeln; siehe unten!). Wie bei allen Pappeln unterscheiden sich die Blätter von Lang- und Kurztrieben desselben Baumes erheblich voneinander. Blätter an Kurztrieben weisen eine rhombische, an Langtrieben eine rhombisch-eiförmige Form auf. Das erste Nebenaderpaar der Blattnerven verzweigt sich direkt am Übergang zwischen Blattstiel und Blattspreite von der Hauptader (Wolterson-Effekt). Artbestimmungen über Blattmerkmale können nur in Baumschulen an vegetativen Nachkommen der zu untersuchenden Altbäume mit so genannten Normblättern durchgeführt werden.
Es sind zweihäusig getrenntgeschlechtige (diözisch) Pflanzen. Die Blüten erscheinen, zu vielen in sogenannten Kätzchen stehend, noch vor dem Austrieb des Blattes. Die männlichen Kätzchen sind bis zu zwölf Zentimeter lang und hängen schlaff herab. Sie haben zwölf bis dreißig Staubblätter, deren Staubbeutel anfangs purpurrot sind. Die weiblichen Kätzchen sind zur Reife gestreckt. Deutlich erkennbar ist der Fruchtknoten mit zwei gelben Narben.
Seit dem 17. Jahrhundert werden in Europa auch Kanadische Schwarzpappeln (Populus deltoides) und vor allem Bastard-Schwarzpappeln (Populus x canadensis), die aus Kreuzungen der amerikanischen mit der einheimischen Schwarzpappel hervorgegangen sind, angepflanzt. Der Anbau dieser Hybride, von denen etwa 14 verschiedene Sorten (cv) eingesetzt werden, erfolgt bis in die heutige Zeit aus ökonomischen Gründen. Die Massenleistung ist erheblich größer und die Qualität des Stammholzes ist durch den geraden Wuchs günstiger als die der autochthonen Echten Schwarzpappel. Hybrid-Pappeln haben in der Regel eine gleichmäßiger längsgefurchte Borke ohne horizontale Korkwülste. Auch ihre jungen Triebe weisen – im Gegensatz zu Schwarzpappeln – Korkrippen auf. Eine Unterscheidung nach dem äußeren Erscheinungsbild ist manchmal aber nur schwierig möglich. Über moderne genetische Methoden können Schwarzpappeln und deren Hybriden eindeutig identifiziert werden. Bastard-Schwarzpappeln haben die autochthone Nominatform fast überall verdrängt.
In Mitteleuropa wird ebenfalls häufig die Sorte Populus nigra cv. 'itálica' (Muenchh.) angepflanzt, die als Pyramiden-Pappel oder Italienische Pappel bezeichnet wird. Bei ihr verzweigt sich der Stamm im Unterschied zur Nominatform schon kurz oberhalb des Erdbodens und die Äste wachsen senkrecht aufwärts, so dass sie einen schmalen, manchmal säulenartigen Habitus aufweist. Der Ursprung dieser Sorte wird in Turkestan oder Persien vermutet.
In Deutschland wurde die Schwarzpappel zum Baum des Jahres 2006 gewählt. Damit soll einerseits auf die Seltenheit der genetisch noch unverfälschten Exemplare aufmerksam gemacht werden – es werden landesweit nur noch etwa 2500 bis 3000 solcher Bäume vermutet –, andererseits auch auf die Bedrohung der Biotope in Flussauen.
Eindrucksvolle Exemplare findet man beispielsweise auch am Schkeuditzer Kreuz, westlich der Autobahn bei Leipzig. Aber auch hier handelt es sich nur um wenige Bäume. Ihr unbelaubter Habitus erinnert eher an eine Eiche als an eine Pappel.
Das glatte Holz der Schwarzpappel gilt als das wertvollste unter den heimischen Pappeln und ist bei Skulpturenschnitzern sehr beliebt. Gleichwohl ist Pappelholz derzeit am Markt das billigste Holz überhaupt.
Topol černý | Black Poplar | Tabriza poplo | Peuplier noir | Zwarte populier | Topola czarna | Populus nigra | Kara kavak | Тополя пірамідальна
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