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Als Schwarzer Tag des deutschen Heeres wird der 8. August 1918 nach einem Ausspruch General Erich Ludendorffs bezeichnet. Den alliierten Truppen gelang am 8. August 1918 in der Schlacht bei Amiens der Durchbruch an der Westfront, sie zwangen die deutschen Truppen zum Rückzug auf breiter Front. Ausschlaggebend für diesen Sieg war die massive Überlegenheit der Alliierten, die durch den Kriegseintritt der USA entstanden war. Bereits einen Tag später wurde die Lage allerdings wieder stabilisiert und der Vormarsch der alliierten Truppen gestoppt.

Weitere Entwicklung


Mit dem Sieg über die deutschen Truppen an der Frontlinie von Amiens war die Wende im 1. Weltkrieg endgültig besiegelt und die Niederlage Deutschlands offensichtlich. Dabei war der Durchbruch der Alliierten gar kein so großer strategischer Verlust für die deutschen Truppen, es war vielmehr eine moralische Niederlage, die sich bis in die Offiziersebene der Truppenleitung durchsetzte. Die Stabsoffiziere forderten Erich Ludendorff auf, ihnen die Erlaubnis des Rückzugs zu geben, dieser beharrte jedoch auf einer Verteidigung um jeden Preis. Die von ihm angeordnete starre Verteidigung ermöglichte den beweglichen Panzerdivisionen einen noch größeren Erfolg, bis Ludendorff schließlich doch die Truppen abzog.

Am 14. August kam es zu einer Konferenz in Spa, auf der ein Verhandlungsfrieden angestrebt wurde, obwohl die Armee in weiten Teilen weiterhin intakt war und an der Westfront über 2,5 Millionen Soldaten die Stellungen hielten. Dass trotzdem Verhandlungen begonnen wurden, bildete später den argumentativen Hintergrund für die Dolchstoßlegende deutschnationaler und rechtsgerichteter Kreise. Die Oberste Heeresleitung hatte allerdings die Aussichtslosigkeit der Lage erkannt, zumal keine Reserven mehr zur Verfügung standen. Sie forderte am 29. September 1918 von der Reichsregierung die sofortige Aufnahme von Waffenstillstandsverhandlungen mit dem Hinweis, dass die Front jeden Tag zusammenbrechen könne. In der Folge zog sich das Heer langsam zurück und am 4. Oktober ersuchte die deutsche Regierung den US-Präsidenten Woodrow Wilson um Waffenstillstandsverhandlungen.

Militärgeschichte (Erster Weltkrieg) | 1918

 

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