| Wappen | Karte |
|---|---|
| Schwarzb-Wap.jpg Wappen am Ortseingang | Bad Blankenburg-pt.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Thüringen |
| Landkreis: | Saalfeld-Rudolstadt |
| Höhe: | 592 m ü. NN |
| Fläche: | 14,63 km² |
| Einwohner: | 636 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 43 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 07427 (alt: 6825) |
| Vorwahl: | 036730 |
| Kfz-Kennzeichen: | SLF
|
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 73 082 |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Hauptstraße 40 07429 Sitzendorf |
| Website: | www.mittleres- schwarzatal.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Knut Künzer |
Angrenzende Gemeinden sind Allendorf, die Stadt Bad Blankenburg, Bechstedt, Döschnitz, Saalfelder Höhe und Sitzendorf.
Die Ersterwähnung 1071 als „Swartzinburg“ erfolgte in einer Grenzbeschreibung des Orlagaus. Das Dorf unterhalb der Burg wuchs durch Ausnutzung der Wasserkraft (Mahlmühle, Schneidemühle, Lohmühle, Eisenhammer) bis zum 19. Jh. als kleines Industriezentrum. Besonders im Hochmittelalter durch Goldwäscherei (Seifengold) wichtiger Ort im Schwarzatal. Nach Aufgabe des Eisenhammers 1846 große Auswanderungswelle (mehr als 20% der Einwohner) nach Nordamerika. Danach erheblicher Aufschwung durch Fremdenverkehr und Urlaubswesen. Studenten von Jena (Burschenschaftsbewegung) und Maler der Romantik hatten zuvor das wildromantische Schwarzatal berühmt gemacht (siehe auch Ludwig Bechstein).
Die Gemeinde Schwarzburg hatte 2004 ca. 700 Einwohner. Besondere historische Bedeutung erlangte Schwarzburg, da hier Reichspräsident Friedrich Ebert im Urlaub am 11. August 1919 die von der Nationalversammlung in Weimar beschlossene Reichsverfassung, die erste demokratische Verfassung Deutschlands (Weimarer Verfassung), unterzeichnete.
1887 wurde in Schwarzburg der Schwarzburgbund gegründet, ein Zusammenschluss von nichtschlagenden Studentenverbindungen.
Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):
Die heutige Schlossruine Schwarzburg war seit dem 12. Jahrhundert Stammsitz der Grafen von Schwarzburg. Nach wiederholten Aufteilungen in verschiedene Linien entstanden daraus 1599 die zwei Hauptlinien Schwarzburg-Sondershausen (1909 ausgestorben) und Schwarzburg-Rudolstadt, die 1697 und 1710 in den Reichsfürstenstand erhoben wurden.
Im ehemaligen Pädagogium (Privatschule, die zur mittleren Reife und zum Abitur führte) wurde 1946 eine Landesforstschule eingerichtet. 1950 Fachschule, 1968 Ingenieurschule, seit 1992 Fachhochschule für Forstwirtschaft. Die Fachhochschule wird durch die Freistaaten Sachsen und Thüringen als verwaltungsinterne Ausbildungsstätte für den gehobenen Forstdienst gemeinsam betrieben.
Ort in Thüringen | Saalfeld-Rudolstadt | Ehemaliger Residenzort in Thüringen | Studentendenkmal
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