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Wappen Karte
Schwalbach.png
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Main-Taunus-Kreis
Geografische Lage:
Höhe: 117 - 204 m ü. NN
Fläche: 6,47 km²
Einwohner: 14.400 (31. Dezember 2004)
Bevölkerungsdichte: 2226 Einw. je km²
Postleitzahl: 65824
Vorwahl: 06196
Kfz-Kennzeichen: MTK
Gemeindeschlüssel: 06 4 36 011
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1 - 2
65824 Schwalbach
Website: www.schwalbach.de
E-Mail-Adresse: info@schwalbach.de
Politik
Bürgermeister: Roland Seel

Schwalbach am Taunus ist eine Stadt im Main-Taunus-Kreis in Hessen (Deutschland).

Geografie


Nachbargemeinden und -kreise

Schwalbach grenzt im Norden an die Städte Königstein und Kronberg (beide Hochtaunuskreis), im Osten an die Stadt Eschborn, im Süden an die kreisfreie Stadt Frankfurt am Main, sowie im Westen an die Gemeinde Sulzbach und die Stadt Bad Soden.

Wappen


Das Schwalbacher Stadtwappen zeigte ursprünglich den Y-förmigen Zusammenfluss von Waldbach und Sauerbornsbach die dann den Schwalbach entstehen lassen. In späterer Zeit wurde diese Form durch einen V-förmigen schwarzen Schwalbenschwanz auf gelbem Grund ersetzt, über den 1804 ein roter sechszackiger Stern gesetzt wurde. Zusätzlich zum Stadtwappen wurde im Jahr 2002 ein Stadtlogo mit zwei stilisierten grünen Bögen eingeführt, die an den Taunus erinnern sollen.

Geschichte


Archäologische Funde in den Jahren 1961 bis 1963 im Bereich des heutigen Stadtzentrums belegen die Besiedlung dieses Gebietes schon in der Jungsteinzeit und während der Römerzeit. Der 1839 gefundene Viergötterstein lässt vermuten, dass sich hier einst ein römisches Landgut, eine villa rustica, befand. Die Entdeckung eines Merowingergrabes weist auf die Besiedlung dieses Gebietes auch in späterer Zeit, also unter den Franken, hin. Im Jahre 781 n. Chr. wird Schwalbach erstmals urkundlich erwähnt. Ein Ritter namens Starcfrit und seine Mutter Mechthilt machen dem Kloster Lorsch an der Bergstraße eine Schenkung. Sie umfasst 70 Joch Ackerland, eine Wiese und zwei Bauernhöfe in villa Sualebach.

Schwalbach_am_Taunus_Karte_um_1670.jpg Für viele Jahrhunderte bleibt Schwalbach ein kleines Dorf von bäuerlichem Charakter mit kaum mehr als 200, höchstens 300 Einwohnern. Es ist immer in Abhängigkeit von fremden Herren, seit dem Jahre 1635 endgültig unter der Herrschaft Königsteins, das wiederum zum Kurfürstentum Mainz gehörte. Die von dort eingesetzten Ritter aus dem niederen Adel üben als Vögte oder Schultheißen ihre Herrschaft, auch Gerichtsbarkeit, in der Burg Schwalbach aus. Nach der 1803 erfolgten Säkularisation und der damit verbundenen Auflösung des Kurfürstentums Mainz kommt Schwalbach 1806 zum neu gegründeten Herzogtum Nassau. 1866 wird Schwalbach nach dem Preußisch-Österreichischen Krieg der Provinz Hessen-Nassau zugeteilt und gehört seit 1928 zum Main-Taunus-Kreis. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts ist Schwalbach noch immer ein Dorf, dessen Bevölkerung fast ausschließlich von der Landwirtschaft lebt. 1843 werden rund 100 Häuser mit 168 Familien und insgesamt 703 Einwohner gezählt. Erst nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 lassen sich auch in Schwalbach Veränderungen erkennen: Junge Männer gehen als Handwerker in die Industriebetriebe der nahen Frankfurter Vororte Rödelheim, Bockenheim oder Höchst. Die Einwohnerzahl wächst stetig: von 1.500 im Jahr 1925 auf 3.300 im Jahr 1956. Die wohl größte Veränderung in der Geschichte Schwalbachs bedeutet der Bau der Limesstadt in den Jahren 1960 bis 1964. Die vielen im Zweiten Weltkrieg zerstörten Wohnungen und die anwachsende Zahl junger Familien mit Kindern ließ die Idee reifen, in Schwalbach, anschließend an den alten Ortskern, eine Wohnstadt im Grünen zu bauen. Mit der Limes-Wohnstadt wird ein preisgekröntes städtebauliches Modell verwirklicht - mit S-Bahn-Anschluss, Kindergärten, Schulen, Kirchen, Schwimmbad, Sportplätzen und mit viel Grün. In diesen Jahren wächst die Bevölkerungszahl Schwalbachs sprunghaft an.

Schwalbach war früher mehrheitlich katholisch, da unter Mainzer Oberhoheit.

Schwalbacher Burg

Die Überreste der Schwalbacher Burg (erstmals urkundlich erwähnt im Jahre 1345) wurden um 1960 geschleift, um Platz für einen Baumarkt (heute: Moos) zu machen.

Im Jahre 1213 treten erstmals die Ritter von Schwalbach (Henricus de Swalebach und sein Bruder Hartmudus) in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Eberbach auf. Die Familie von Schwalbach stirbt 1569 im Mannesstamm aus.

Mutter Krauss und das Historische Gasthaus Zum Schwanen

Die Mutter Krauss ist ein weit über die Grenzen der Stadt bekanntes Wirtshaus, in dem schon Otto von Bismarck und Eroll Flynn zu Gast waren. Im nahegelegenen Historischen Gasthaus Zum Schwanen trifft man ehemalige und aktuelle Spieler von Eintracht Frankfurt. Ebenso soll der bekannte Entertainer Harald Schmidt hier schon zu Gast gewesen sein.

Ehrenmal

Das Schwalbacher Ehrenmal an der Eschborner Straße ist im Jahre 1923 fertig gestellt worden. Der Kostenvoranschlag belief sich damals auf 17.4000 Reichsmark. Infolge der Inflation kostete es schließlich einige hunderttausend Reichsmark. Allein für den Guss der Platten entstanden Kosten von 200.000 Reichsmark. Die zur Errichtung des Ehrenmals ins Leben gerufene Gedenksteinkommission musste bis zur Fertigstellung insgesamt 46mal tagen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden zusätzliche Platten angebracht, um der Gefallenen und Opfer des Zweiten Weltkrieges zu gedenken.

Sonstige historische Gebäude

Das historische Fachwerkrathaus der Stadt im alten Ortskern ist das Wahrzeichen der Stadt. Das Historische Gasthaus zum Schwanen ist bereits seit 1668 urkundlich nachgewiesen. Der Fachwerkbau besitzt eine in dieser Form in Hessen selten anzutreffende Bauweise.

Limesstadt

Die Limesstadt entstand Anfang der 1960er Jahre als Wohnstadt für Menschen, die in Frankfurt arbeiteten. Geplant als Stadtteil auf der Grünen Wiese wurde die gesamte Bebauung und Verkehrsinfrastruktur in einem Vorgang geplant und damals als vorbildlich bewertet. Das Konzept wurde zur Grundlage von Lehrfilmen für Architekten. Grundlage des Konzeptes war die weitgehende Verkehrsfreiheit, mit dem Ziel, die meisten Teile des Stadtviertels fußläufig, ohne dabei Straßen zu überqueren, erreichen zu können. Die Ringstraße Westring/Ostring umfasst den Stadtteil. Die Zufahrt zu den Wohnungen erfolgt über Stichstraßen. Heute stellt sich die Situation nicht mehr so vorbildlich dar. Die veränderten Ansprüche an Wohnen und Freizeitgestaltung bringt es mit sich, dass die modernen Bauten der 1970er als "Plattenbauten" nur wenige wohlhabende Bürger anziehen.

Limes gilt teilweise als sozialer Brennpunkt. Der Ausländeranteil ist hoch, das Zusammenleben zwischen Deutschen und Ausländern ist in Limes aber schon fast vorbildlich zu nennen.

Die erwähnten Plattenbauten sind zwar architektonisch tatsächlich nicht unbedingt sehr ästhetisch, aber immerhin ziemlich sauber und gepflegt und wurden vor wenigen Jahren erst renoviert. Zwischen den Gebäuden befinden sich jeweils recht schön angelegte Wiesen und Kinderspielplätze, so dass man sich in Limes durchaus sehr wohl fühlen kann. Der Gesamteindruck ist ordentlich und angenehm.

Politik


Schwalbach wurde von 1988 bis 2006 von einer Koalition aus SPD, FDP und Unabhängiger Liste (UL) regiert. Bei der letzten Bürgermeisterwahl 2002 gewann ein CDU-Kandidat, der jetzige Bürgermeister Roland Seel. 2003 wurden Diskussionen über eine Fusion mit Eschborn, Steinbach am Taunus und Bad Soden laut. Deutliche Zugewinne der CDU bei der Kommunalwahl im März 2006 veränderten auch die Mehrheitsverhältnisse in der Stadtverordnetenversammlung. Schwalbach soll zukünftig von einer schwarz-grünen Koalition regiert werden.

Partnerschaften

Schwalbach unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu

Wirtschaft


Schwalbach hat vergleichsweise geringe Gewerbeflächen. In Schwalbach hatte der Markenartikelhersteller Procter & Gamble seine Europazentrale. Weitere wichtige Firmenvertretungen in Schwalbach sind der koreanische Industriekonzern Samsung sowie der Messgerätehersteller VDO.

Persönlichkeiten


Ehrenbürger

Weblinks


Ort in Hessen | Taunus

Schwalbach am Taunus

 

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