Als Schutz- und Trutzbündnisse bezeichnet man Verträge, die Preußen nach dem gewonnenen Deutschen Krieg mit den süddeutschen Staaten Bayern, Württemberg, Baden und dem Großherzogtum Hessen in den Jahren 1866/1867 abschloss.
Preußen schloss mit Württemberg (13. August), Baden (17. August) und Bayern (22. August) gleichlautende Verträge ab. Diese Vereinbarungen waren zugleich Friedensverträge, da diese Staaten im Krieg auf österreichischer Seite standen. Hinzu kamen am 7. April 1867 die preußisch-hessische Militärkonvention und am 11. April 1867 das Schutz- und Trutzbündnis (siehe Das Lied der Deutschen, erste Strophe) zwischen Preußen und dem Großherzogtum Hessen.
Es wurde vereinbart die Verträge vorerst geheim zu halten. Aber bereits 1867 ließ sie Otto von Bismarck vor dem Hintergrund der Luxemburgkrise veröffentlichen, als Druckmittel gegen den französischen Kaiser Napoleon III.
Die Schutz- und Trutzbündnisse bildeten später die Grundlage für die gemeinsame Kriegsführung der noch souveränen süddeutschen Staaten und des Norddeutschen Bundes im deutsch-französischem Krieg 1870/1871.
Deutsche Geschichte (19. Jh.) | Preußen | Bayerische Geschichte | Geschichte Baden-Württembergs | Hessische Geschichte | 1866 | 1867
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"Schutz- und Trutzbündnis".
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