schulsport4.jpg Schulsport bezeichnet die Gesamtheit der sport- und bewegungsbezogenen Aktivitäten in der Schule. Neben dem obligatorischen Sportunterricht gehören zum Schulsport auch freiwillige Arbeitsgemeinschaften, schulsportliche Wettkampfveranstaltungen, nationale Sportveranstaltungen, Sportfeste, Wandertage oder Klassenfahrten mit sportlichen Schwerpunkten (z.B. Skikurse, Radtouren), Pausensportangebote sowie das überschulische Wettkampfangebot Jugend trainiert für Olympia, Unihockey Cup, etc.
Grundlage bildet die Annahme, dass Bewegung, Spiel und Sport - somit auch der Schulsport - einen grundsätzlichen und unverzichtbaren Beitrag für die körperliche, soziale, kognitive und emotionale Entwicklung der Schülerinnen und Schülern leisten. Für den Sportunterricht werden deshalb umfassende Lehrpläne aufgestellt, die detailliert Ziele, Inhalte und Methoden des Faches beschreiben (Sportunterricht - Pädagogische Perspektiven und Bewegungsfelder) .
Dabei haben überfachliche Erziehungsaufgaben wie Gesundheitsförderung, Sozial- und Werteerziehung einen hohen Stellenwert.
Zuständig für den Schulsport sind zunächst die Kultusministerien der einzelnen Bundesländer, die Lehrpläne und Konzepte für den unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Sport erlassen. Gestützt werden sie durch fachwissenschaftliche Erkenntnisse der Erziehungswissenschaften und der Sportpädagogik als Teilgebiet der Sportwissenschaft.
Auf Bundesebene bringt der Deutsche Sportbund seine Vorstellungen über den Schulsport in verschiedenen Kommissionen und Arbeitsgruppen ein (Kommission Schulsport; Kontaktkommission DSB - KMK; Aktionsbündnis Schulsport). Jährlich wird ein DSB-Schulsportpreis vergeben. Im Orientierungsrahmen für den Schulsport von 1999 werden umfassende Forderungen aufgestellt, u.a.:
Am 13. Dezember 2004 wurden die Ergebnisse der Studie "Sportunterricht in Deutschland", die DSB-SPRINT-Studie, vorgestellt. Dabei gab es schlechte Noten für Schulsport.
Jede vierte Sportstunde fällt aus, die Lehrer sind überaltert, die Unterrichtsinhalte oft langweilig oder schlicht nicht mehr zeitgemäß. "Die üblichen drei Sportstunden pro Woche stehen nur auf dem Papier, werden aber nicht erteilt", kritisierte DSB-Präsident Manfred von Richthofen die Verantwortlichen für die Bildungspolitik in den Ländern. Über 8800 Schüler im Alter zwischen zehn und 15 Jahren, mehr als 1150 Sportlehrer und über 100 Schulleiter sowie 4350 Eltern hatten an der bislang einmaligen Studie teilgenommen - und den Sport-Unterricht an Deutschlands Schulen als unzureichend kritisiert. Am 5. Juli 2005 wurde der umfassende Abschlussbericht der Studie vorgelegt, der die ersten Ergebnisse bestätigte.
siehe auch: Bewegte Schule, Breitensport
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