Das Schulsystem bezeichnet das Gefüge an Institutionen von der Schul- bis Universitätsausbildung, in dem Staaten Zutrittschancen für Berufe und Karrieren verteilen und entscheiden, welche Leistungen als Äquivalente anerkannt werden, die Auszubildenden den Wechsel zwischen Ausbildungszweigen erlauben. Das Schulsystem ist Bestandteil des Bildungssystems und wird diesem fälschlicher Weise oft gleichgesetzt.
Zu den Schulsystemen der einzelnen Länder siehe Schule.
Im Alter von 3-7 Jahren werden staatliche Vorschulen angeboten, zum Beispiel der Kindergarten. Anschließend wird eine Grundschule/Primarschule angeboten, wo sich die Kinder im Alter von 5-12 Jahren Grundkenntnisse wie Sprache, Rechnen und häufig auch eine Fremdsprache aneignen.
Nach dem Absolvieren der Grundschule / Primarstufe werden weiterführende Schulen (Bezeichnungen dafür sind landesabhängig) angeboten, wo die Grundkenntnisse vertieft und sowohl Fremdsprachen als auch naturwissenschaftliche Fächer angeboten werden.
Im Alter von ca. 14-16 Jahren ist die obligatorische Schule (meistens als Sekundarstufe I bezeichnet) beendet. Den Schülern ist es anschließend noch möglich, höhere Schulen wie ein Gymnasium, ein Berufskolleg oder eine Universität zu besuchen.
Seit den 1960er Jahren ist in Deutschland - zunächst als Forderung, dann auch als realisierte Praxis - ansatzweise ein System der Weiterbildung (Erwachsenen- und Weiterbildung) entstanden. In locker koordinierten, aber meist nachhaltig staatlich geförderten Einrichtungen der Erwachsenenbildung wie den Volkshochschulen, Akademien, Heimvolkshochschulen und freien Bildungswerken finden Interessierte an lebenslangem Lernen vielfältige Möglichkeiten der privaten, berufsorientierten und politischen Bildung.
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