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Tafel_(Lehrmittel).jpg Eine Tafel ist ein Untergrund, der eine leicht wieder zu entfernende Beschriftung erlaubt. Die z. B. mit Tafelkreide aufgebrachte Information kann später wieder abgewischt werden; die Tafel kann dann erneut beschriftet werden. Tafeln sind eine preisgünstige Lösung für Notiz-, Übungs- und Präsentationszwecke.

Entwicklung


Bereits aus der Antike sind verschiedene Formen von Tafeln zum Festhalten von Informationen bekannt. Je nach Kultur und örtlichen Gegebenheiten benutzte man Steintafeln, Tontafeln, Wachstafeln oder Schiefertafeln, die ggfls. auch zu mehreren zusammengebunden als Tafelbuch benutzt wurden, zum Festhalten von Informationen.

Beschaffenheit

Ursprünglich wurden für die heutigen Großtafeln mit einer dunklen matten Farbe (in der Regel dunkelgrün oder schwarz) angemalte Holzplatten verwendet. Später wurden Tafelflächen aus Kunststoff oder Glas hergestellt, moderne Grüntafeln haben meistens eine Oberfläche aus Stahlemaille. Sie sind auch mit einer vorgedruckten Lineatur (ähnlich Schulheften) erhältlich.

Die Kreide, mit der man auf Grüntafeln schreibt, kann leicht mit einem Schwamm, mit einem feuchten Tuch oder einem speziellen Tafelwischtuch, einem mit Filz beklebten Holzstück, wieder entfernt werden. Ein Nachteil von Grüntafeln liegt darin, dass die Kreide je nach ihrer Qualität beim Wischen der Tafel Staub erzeugt. Dieses ist vor allem für Allergiker unangenehm, außerdem wird vermutet, dass der Kreidestaub Probleme in den Atemorganen erzeugt. Die durch das Kratzen an der Tafel, mit den Fingernägeln oder - in gesteigertem Maße - härteren Gegenständen, erzeugten Geräusche werden von den meisten Menschen als besonders unangenehm empfunden.

Benutzung

Grüntafeln wurden hauptsächlich im Unterricht in Schulen und Universitäten genutzt, werden aber vermehrt durch Whiteboards - bisher meistens im Geschäftsalltag und in der Weiterbildung eingesetzt - abgelöst. Aber auch im Präsentationsbereich werden sie auf Grund der einfachen Neubeschriftung und ihres teilweise nostalgischen Charakters gerne genutzt (z. B. als Tageskarten in Restaurants).

Großtafel


Wandtafeln werden meistens mit Schienen und Rollen an der Wand angebracht und sind oftmals mit Seitenflügeln zum Auf- und Zuklappen versehen, die beidseitig beschrieben werden können. Kleinere Standtafeln haben häufig die Form einer Staffelei.

Hub- oder Schiebetafeln sind Tafeln, die senkrecht auf und ab bewegt werden können. Meistens sind mindestens zwei davon hintereinander angeordnet, so dass eine Tafel beschrieben werden kann, während eine andere in hoher Position gut ablesbar ist. Besonders in großen Hörsälen hat dieses Vorteile. Große Hubtafelanlagen werden meistens elektrisch betrieben und können bis zu vier Tafeln hintereinander enthalten. Es kommen auch Anordnungen vor, bei denen die Tafeln nicht einzeln in parallellen Schienen laufen, sondern mehrere pro Schiene angeordnet sind oder die Tafeln karussellartig in einer Schienenkonstruktion vorne hoch- und hinten wieder herunterlaufen. Manchmal sind statt einer breiten zwei weniger breite Hubtafelanlagen nebeneinander angeordnet.

Die logische Fortsetzung des Prinzips der Hubtafel sind Endlostafeln. Dort gibt es eigentlich keine Tafel mehr, sondern nur noch ein endloses Band aus Grüntafelmaterial, das per Handkurbel oder elektrisch so angetrieben werden kann, dass es zwischen zwei Wandschlitzen hin- oder herläuft. Vor allem für lange Beweisführungen oder Berechnungen in den Struktur- und Naturwissenschaften ist dieses sehr geeignet.

Schiefertafel


Noch bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts wurden regelmäßig zum Schreibenlernen in der Grundschule bzw. Volksschule von den Schülern Schreibtafeln aus Schiefer, so genannte Schiefertafeln verwendet, regional ist die Nutzung von Schiefertafeln sogar noch zum Anfang der 1990er Jahre belegt. Auf Schiefertafeln wurde mit Griffeln geschrieben, die im Griffelkasten aufbewahrt wurden. Die Tafel wurde mit einem Schwämmchen gesäubert, welches wiederum in einer Schwammdose Platz fand. Auf den Schiefertafeln waren zum Teil bereits Schreiblinien vorgegeben. Aufbewahrt wurde die Tafel in einem stabileren Pappkarton, der Tafelschoner hieß.

Das "Deutsche Schiefermuseum" in Steinach (Thüringen) enthält interessante Präsentationen zur Geschichte der Schiefertafel.

Siehe auch


Schreibgerät

Chalkboard | Schoolbord | Tavle | Quadro negro | Blackboard | Svarta tavlan | กระดานดำ | 黑板

 

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