Die Schreibrichtung ist kulturgeschichtlich bedingt. Wenn ein Wort geschrieben wird, wird es mit einem Schriftzeichen begonnen. Ob das nächste Schriftzeichen links oder rechts vom vorhergegangenen, darüber oder darunter gesetzt wird, bestimmt die Schreibrichtung. Fast immer steht auch das nächste Wort in dieser Richtung. In der selben Richtung muss auch gelesen werden. In diesem Text zum Beispiel ist die Schreibrichtung primär von links nach rechts und sekundär von oben nach unten. Fast alle Schriftsprachen werden sekundär von oben nach unten geschrieben.
Die meisten arabischen Schriften werden primär von rechts nach links geschrieben. Die meisten asiatischen Schriften werden primär von oben nach unten und sekundär von links nach rechts geschrieben.
Die Spalten in Zeitungen sind verhältnismäßig schmal, damit der Leser den Text in seinem unmittelbaren Gesichtsfeld behält. Das Lesen fällt ihm so leichter. Am Ende einer Spalte muss er den Blick neu an den Anfang einer Spalte orientieren, um dann mit den Augen die Zeilen von links nach rechts zu erfassen und dem Text langsam von oben nach unten zu folgen. Die Schreibrichtung ist hier prinzipiell unverändert, nur der einzelne Textblock ist kürzer und schmaler.
Leonardo da Vinci schrieb die Buchstaben, weil er Linkshänder war, spiegelverkehrt und von rechts nach links, also gegen die übliche Schreibrichtung.
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"Schreibrichtung".
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