| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Schramberg.png | Karte_Schramberg_in_Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Baden-Württemberg |
| Regierungsbezirk: | Freiburg |
| Region: | Schwarzwald-Baar-Heuberg |
| Landkreis: | Rottweil |
| Gemeindeart: | Große Kreisstadt |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 453 m ü. NN |
| Fläche: | 80,70 km² |
| Einwohner: | 22.287 (1. Mai 2006) |
| Bevölkerungsdichte: | 407 Einwohner je km² |
| Ausländeranteil: | 11,6 % |
| Postleitzahlen: | 78701-13, 78142-44 (alt: 7230) |
| Vorwahl: | 07422 |
| Kfz-Kennzeichen: | RW |
| Gemeindeschlüssel: | 08 3 25 053 |
| Stadtgliederung: | Kernstadt und 3 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Hauptstraße 25 78713 Schramberg |
| Offizielle Website: | www.schramberg.de |
| E-Mail-Adresse: | info@schramberg.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Dr. Herbert O. Zinell |
Schramberg ist eine Stadt im mittleren Schwarzwald, etwa 35 km nördlich von Villingen-Schwenningen bzw. 47 km nordöstlich von Freiburg im Breisgau. Sie ist nach der etwa 18 km südöstlich gelegenen Kreisstadt Rottweil die zweitgrößte Stadt des Landkreises Rottweil und bildet ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden.
Schramberg liegt im mittleren Schwarzwald im Tal der Schiltach, die sich zu einem Kessel weitet. Hier münden die Bäche Göttelbach, Kirnbach, Berneck und Lauterbach bzw. deren Täler ein, weshalb Schramberg den Beinamen "Fünftälerstadt" trägt. Die Täler entsprechen den fünf Zufahrtstraßen in die Stadt, die von Sulgen, Hardt, Tennenbronn, Lauterbach und Schiltach in die Stadt führen.
Der niedrigste Punkt im Stadtgebiet ist bei der Kläranlage Schiltachtal und misst 396 m über NN, der höchste Punkt ist die Hochsteige Finsterbach und misst 792 m über NN. Das Rathaus Schramberg liegt auf 426 m.
Mit den Gemeinden Aichhalden, Hardt und Lauterbach hat die Stadt Schramberg eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.
Neben den genannten Stadtteilen unterscheidet man noch eine Vielzahl weiterer räumlich getrennter Wohnplätze mit eigenem Namen, die oft sehr wenige Einwohner haben sowie Wohngebiete mit eigenem Namen, deren Bezeichnung sich im Laufe der Bebauung ergeben haben und deren Grenzen dann meist nicht genau festgelegt sind. Im Einzelnen:
Beim Meierhof, Bergstöffel, Berneckbad, Beschenhof, Birkenhof, Brambach, Bühle, Bühlhof, Deisenhof, Eckenhof, Falkenstein, Finsterbach, Friedrichsberg, Gaswerk, Glasbach, Haldenhof, Hasenhäusle, Heiligenbronn, Heuwies, Hintersulgen, Hochholz, Hohenschramberg, Hörnle, Hutneck, Imbrand, Josenhaus, Kühlloch, Lamprechtshof, Lienberg, Oberer Kirnbach, Oberreute, Paradieshof, Rappenbauernhof, Rappenfelsen, Raustein, Roßwald, Säuen, Schilteck, Schlagenbühl, Schloßhof, Schönbronn, Schoren, Schützenhaus, Schwabenhof, Steighäusle, Teufen, Tierstein, Tischneck, Tennenbronn, Vier Häuser, Vogtshof und Wolfsbühl sowie Greichen, Hochbühl und Lehen (im Stadtteil Waldmössingen).
Schramberg wurde 1972 zur Großen Kreisstadt ernannt, nachdem die Einwohnerzahl 1971 im Rahmen der Gebietsreform die Grenze von 20.000 überschritt. Schon bald sank die Einwohnerzahl wieder unter 20.000 ab, dennoch konnte Schramberg den Status "Große Kreisstadt" behalten. 2000 fanden in Schramberg die Heimattage Baden-Württemberg statt. Am 1. Mai 2006 wurde die zuvor selbständige Gemeinde Tennenbronn nach Schramberg eingemeindet, wodurch die Einwohnerzahl der Stadt wieder über 20.000 lag.
Sulgen wurde 1323 erstmals erwähnt. Die mittelalterliche Streusiedlung taucht nach 1444 unter den beiden Namen Sulgen und Sulgau auf. Beide Orte entwickelten sich unabhängig voneinander, gehörten jedoch zur Herrschaft Schramberg, dessen Geschicke es bis ins 19. Jahrhundert teilte. Dann wurden beide Orte als selbständige Gemeinden geführt, die erst 1934 unter dem Namen "Sulgen" vereinigt, jedoch bereits 1939 in die Stadt Schramberg eingegliedert wurde.
Waldmössingen wurde 994 als "Mesinga", 1262 als "Waltmessingen" erstmals erwähnt. Im 11. und 12. Jahrhundert bestand ein Ortsadel. Der Ort gehörte mit der Stadt Oberndorf den Herzögen von Zähringen, später den Herren von Teck und kam mit Oberndorf 1381 an Österreich. 1805 wurde der Ort württembergisch. 1806 gehörte der Ort zum Obervogteiamt Oberndorf, ab 1807 zum Oberamt Rottweil und ab 1810 zum neu geschaffenen Oberamt Oberndorf. Bei dessen Auflösung 1938 kam Waldmössingen zum Landkreis Rottweil.
| Jahr | Einwohnerzahlen |
|---|---|
| 1810 | 1.746 |
| 1823 | 2.035 |
| 1834 | 2.551 |
| 1849 | 3.261 |
| 1861 | 3.125 |
| 1. Dezember 1871 | 3.453 |
| 1. Dezember 1880 ¹ | 4.571 |
| 1. Dezember 1900 ¹ | 8.551 |
| 1. Dezember 1910 ¹ | 11.267 |
| 16. Juni 1925 ¹ | 12.113 |
| 16. Juni 1933 ¹ | 11.741 |
| 17. Mai 1939 ¹ | 16.010 |
| 13. September 1950 ¹ | 16.458 |
| Jahr | Einwohnerzahlen | ||
|---|---|---|---|
| 6. Juni 1961 ¹ | 18.114 | ||
| 27. Mai 1970 ¹ | 18.951 | ||
| 31. Dezember 1971 | 20.147 | ||
| 31. Dezember 1975 | 19.677 | ||
| 31. Dezember 1980 | 19.157 | ||
| 27. Mai 1987 ¹ | 18.102 | |-31. Dezember 1990 | 19.086 |
| 31. Dezember 1995 | 19.598 | ||
| 31. Dezember 2000 | 18.883 | ||
| 30. Juni 2005 | 18.586 | ||
| 31. Dezember 2005 | 18.511 | ||
| 1. Mai 2006 ² | 22.287 |
Im 19. Jahrhundert zogen auch wieder Protestanten nach Schramberg. Diese wurden zunächst von Schönbronn aus betreut. Dort war seit 1835 ein Pfarrverweser tätig. 1851 wurde der erste evangelische Gottesdienst in Schramberg in einem umgebauten Gartensaal gehalten. Eine eigene Pfarrei wurde 1866 errichtet, die Stadtkirche dann 1874 erbaut (1898 erweitert). Zur Gemeinde Schramberg gehören auch alle Protestanten in den kleineren Wohnplätzen Schramberg. Heute bildet die Gemeinde zusammen mit der Nachbargemeinde Lauterbach die Gesamtkirchengemeinde Schramberg. In Sulgen wurde 1956 eine eigene Kirche und 1959 eine eigene Pfarrei errichtet. Auch zu dieser Gemeinde gehören mehrere kleinere Wohnplätze sowie die Gemeinde Seedorf. Die Waldmössinger Protestanten werden von der Nachbargemeinde Fluorn betreut. Alle drei Kirchengemeinden (Schramberg, Sulgen und Fluorn) gehören zum Dekanat Sulz der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.
Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Schramberg auch eine Neuapostolische Kirche.
| CDU | 14 Sitze |
| SPD | 5 Sitze |
| FW | 5 Sitze |
| ödp | 2 Sitze |
| Buntspecht | 2 Sitze |
Nach dem Übergang an Württemberg stand der Schultheiß bzw. Bürgermeister an der Spitze des Ortes. Mit Erlangung der Stadtrechte 1867 hieß das Oberhaupt "Stadtschultheiß" und ab 1930 Bürgermeister.
Seit der Erhebung zur Großen Kreisstadt 1972 trägt das Stadtoberhaupt von Schramberg die Amtsbezeichnung "Oberbürgermeister". Dieser wird heute von den Wahlberechtigten für eine Amtszeit von 8 Jahren direkt gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Sein allgemeiner Stellvertreter ist der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung "Bürgermeister".
Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister von Schramberg seit 1954
Ein altes Dorfsiegel ist nicht bekannt. Erst im 19. Jahrhundert wählte man den Greif als Wappensymbol. Er ist aus dem Wappen der Herren von Nippenburg entnommen, die über viele Jahrzehnte über den Ort herrschten. Anfangs stand der Greif auf einem Dreiberg. Doch verzichtete man ab 1910 auf den Dreiberg. 1926 wurde dem Wappen ein Zahnrad beigefügt, als Symbol der ansässigen Industrie. 1938 wurde das Zahnrad wieder entfernt und die heutige Form des Wappens festgelegt.
Bedeutende Wirtschaftszweige sind die Uhrenindustrie (Junghans-Uhren ) sowie die feinmechanische Industrie.
Der Landkreis Rottweil ist Schulträger der Gewerblichen und Hauswirtschaftliche Schule, der Kaufmännischen Schule, der Helene-Junghans-Krankenpflegeschule am Kreiskrankenhaus Schramberg und der Wittum-Schule für Geistigbehinderte.
Ein privater Schulkindergarten, eine private Schule für Blinde und Sehbehinderte sowie für Gehörlose und Hörgeschädigte (beide in Trägerschaft der Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn) runden das schulische Angebot in Schramberg ab.
Das Dieselmuseum im Gewerbepark H.A.U.(Hamburg Amerikanische Uhrenfabrik), die 1875 von Paul Landenberger gegründet wurde und 1930 mit der Uhrenfabrik Junghans fusionierte, ist ein Technologie- und Gewerbepark.
Die katholische Kirche St. Maria ist ein klassizistischer Neubau von 1838 bis 1842 mit Dachreiter. Bekannt ist die Orgel von Eberhard Friedrich Walcker. Die Kirchenportale und die Gestaltung des Altarraumes wurden künstlerisch von Erich Hauser gestaltet. Weitere Kirchen und Kapellen sind die Heilig Geist Kirche von 1913 und die Falkensteiner Kapelle, die ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert stammt, aber im 18. Jahrhundert umgebaut wurde. Besonders sehenswert ist dort die Pieta.
In den Stadtteilen gibt es die alte St. Laurentius-Kirche Sulgen, die 1826 umgebaut wurde, die neue St. Laurentiuskirche von 1967, die Wallfahrtskirche St. Gallus Heiligenbronn von 1873 sowie die evangelische Stadtkirche von 1873 und die evangelische Kirche Sulgen von 1956. Die heutige katholische Kirche St. Valentin in Waldmössingen wurde 1973 fertiggestellt, nachdem der Vorgängerbau 1969 vollständig ausgebrannt war und abgerissen werden musste.
Im Ortsteil Waldmössingen befindet sich eine Teilrekonstruktion eines Römerkastells, das im 1. Jh. n. Chr. erbaut wurde.
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