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Schottland bildet den nördlichen Teil der Insel Großbritannien und bedeckt etwa ein Drittel der Fläche. Schottland teilt sich in drei geografische Regionen auf: die Highlands, die Central Lowlands und die Southern Uplands. Der höchste Berg Schottlands (und ganz Großbritanniens) ist der Ben Nevis, bei Fort William. Er gehört zu den sogenannten Munros.
Schottland westlich vorgelagert ist die Inselgruppe der Hebriden, die deutlich getrennt sind in die Gruppen der Inneren Hebriden und Äußeren Hebriden. Nördlich von Schottland liegen die Inselgruppen der Orkney-Inseln und deutlich weiter entfernt der Shetland-Inseln.
Der Bevölkerungsschwerpunkt ist der Central Belt zwischen Edinburgh und Glasgow.
Das Klima in Schottland ist gemäßigt und tendenziell sehr veränderlich. (Ein schottisches Sprichwort lautet: If you don't like the weather, wait a minute). In den Atlantikregionen wird es durch den Golfstrom erwärmt und ist deshalb viel wärmer als Gebiete in vergleichbaren Breitengraden wie beispielsweise Oslo, Norwegen. Die Temperaturen sind niedriger als im Rest Großbritanniens, was sich aus der nördlicheren Lage ergibt. Schottlands Hochmoore erreichten im Januar 1982 mit rund –27,2 °C bei Braemar in den Grampian Mountains die tiefsten Temperaturen, die jemals in Großbritannien gemessen wurden. Die Sommertemperaturen liegen um etwa 18 °C. Die höchste gemessene Temperatur wurde am 9. August 2003 mit 32,9 °C in Greycrook an der schottischen Grenze aufgezeichnet. Allgemein ist der Westen wärmer als der Osten Schottlands, da durch den Golfstrom das Wasser des Atlantiks wärmer als das der Nordsee ist. Die Western Highlands sind mit 3 000 mm jährlichem Niederschlag am regenreichsten. Im Winter ist nur in den Höhenlagen regelmäßig mit Schneefall zu rechnen.
| Stadt | Einwohner 5. April 1991 | Einwohner 29. April 2001 |
|---|---|---|
| Glasgow | 658.379 | 629.501 |
| Edinburgh | 400.632 | 430.082 |
| Aberdeen | 182.133 | 184.788 |
| Dundee | 157.808 | 154.674 |
| Paisley | 73.925 | 74.170 |
| East Kilbride | 70.579 | 73.796 |
| Hamilton | 49.988 | 48.546 |
| Cumbernauld | 49.507 | 49.664 |
| Greenock | 49.267 | 45.467 |
| Ayr | 47.962 | 46.431 |
Die Schotten stammen ethnisch von den Skoten (d.h. Gälen), Pikten, Briten, Angelsachsen und Skandinaviern ab.
In Schottland werden drei Sprachen gesprochen: Englisch, Scots und das Schottisch-Gälische (Eigenbezeichnung: Gàidhlig)
Fast alle Schotten sprechen schottisches Standardenglisch. Das Meldeamt nimmt an, dass 30% der Bevölkerung daneben fließend Scots (Schottisch) sprechen, sprachwissenschaftlich eine englische Dialektgruppe. Etwas mehr als 1% der Bevölkerung geben als Muttersprache Gälisch an, eine keltische Sprache, ähnlich dem Irischen. Nur auf den Äußeren Hebriden gibt es noch eine Gälisch sprechende Mehrheit, was sich auch im offiziellen gälischen Namen der Inseln Eilean Siar (engl. Western Isles) widerspiegelt. Dennoch beherrschen fast alle Gälisch-Sprecher auch Englisch fließend.
Als König James VI den englischen Thron bestieg, wurde am schottischen Hof und im Parlament Schottisch (auch bekannt als Lowland Scots oder Lallans, welches genau genommen ein schottischer Dialekt ist) geschrieben und gesprochen.
Sowohl Englisch als auch Schottisch werden vom schottischen Parlament als Amtssprachen anerkannt, beide mit dem selben Respekt, aber nicht mit der selben Wertigkeit. Gälisch wurde offiziell 2005 durch den „Gaelic Language (Scotland) Act” anerkannt. Schottisch wurde offiziell als „regionale Sprache oder Minderheitensprache“ anerkannt auf Basis der Europäischen Charta für Regional- und Minderheitssprachen (the European Charter for Regional or Minority Languages), welche 2001 vom UK ratifiziert wurde und von der Schottischen Exekutive im Partnership Agreement 2003 unterstützt wurde. Das Projekt „Schottisches Wörterbuch“ wird von staatlicher Seite finanziell unterstützt.
siehe auch: Prinzen von Schottland
Der Dudelsack, der Kilt und der Whisky sind die bekanntesten Merkmale schottischen Kultur. Eins ist sicher, die anderen mutmaßlich nicht schottischen Ursprungs. Der Dudelsack kommt aus Kleinasien. Der Kilt als Männerrock ist schon in der Frühzeit bekannt. Ob er in seiner schottischen Form auch hier entwickelt wurde, ist umstritten. Die Erfindung des Whiskys reklamieren die Iren für sich, jedoch liegt der tatsächliche Ursprung im Dunkeln. Shortbread (Butter-, Spritzgebäck), Haggis, Harris Tweed sind dagegen schottischen Ursprungs und auch weitläufig bekannt.
Das schottische Clansystem, vor allem in den Highlands, stellt eine schottische Besonderheit dar. Die Major Clans sind:
Es gibt keine offizielle Nationalhymne, jedoch wird traditionell Scotland the Brave verwendet; besonders bei Fußball- und Rugby-Spielen ist jedoch Flower of Scotland von Roy Williamson (The Corries) zu hören.
| Religion | Prozent der Bevölkerung |
|---|---|
| Church of Scotland | 42 % |
| bekenntnislos | 28 % |
| römisch-katholisch | 16 % |
| andere Christen | 7 % |
| Islam | 0.8 % |
| Buddhismus | 0.1 % |
| Sikhismus | 0.1 % |
| Judentum | 0.1 % |
| Hinduismus | 0.1 % |
| Andere Religionen | 0.5 % |
| keine Antwort | 5 % |
siehe auch:
siehe Schulsystem im Vereinigten Königreich
Eine schottische Eigenheit gibt es bei der Währung. Zwar wird in Schottland, wie im Rest des Vereinigten Königreiches, in Pfund Sterling bezahlt - allerdings dürfen die drei großen schottischen Banken Bank von Schottland, Royal Bank of Scotland und Clydesdale Bank ihre eigenen Banknoten herausgeben. Zusammen mit den Noten der Bank of England gibt es in Schottland also vier verschiedene Geldscheine in jedem Nennwert.
Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht Schottland einen Index von 111.7 (EU-25:100) (2003).Eurostat News Release 63/2006: Regional GDP per inhabitant in the EU 25*
Die Exekutive Gewalt liegt neben dem schottischen Parlament weiterhin auch bei dem Parlament des Vereinigten Königreiches in Westminster, wobei dieses Entscheidungen, die jenes getroffen hat, auch überstimmen kann.
Siehe auch:
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