__NOTOC__ Ein Schnitzelbank ist eine Zusammenstellung kurzer Verse, die meist rhythmisch oder gesanglich vorgetragen werden und die Zuhörer mit der humorvollen Schilderung aktueller oder allgemein menschlicher Vorkommnisse erheitern sollen.
Besondere Schwierigkeit und Reiz bestehen darin, ein Thema bei der Zuhörerschaft in sehr wenigen Worten anzusprechen und ihm mit einer Pointe eine verblüffende Wendung zu geben: in je kürzeren und wenigeren Zeilen das bewerkstelligt wird, desto höher ist die Kunst des Schnitzelbänklers. Schnitzelbänke werden zu Hochzeits- und anderen Festen, Fasnacht usw. verfasst und von Einzelpersonen oder kleinen Gruppen vorgetragen. Oft wird der Vortrag mit einem oder wenigen Musikinstrumenten begleitet, und meist zeigen die Schitzelbänkler vor und zu den einzelnen Versen dazugehörige Plakate (Helgen), welche ins Thema des Verses einführen, die Pointe aber nicht vorwegnehmen dürfen.
Historische Grundzüge zu Bänkel- und Moritatensängern im 17.-19. Jhdt. zum heutigen Schnitzelbank wurden wegen der Affinität zum Spott mehrfach angeführt, jedoch konkrete, etymologische Belege hierzu blieben bisher aus.
Basel | Feste und Brauchtum | Lyrische Form | Feste und Brauchtum (Karneval)
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