Schneller Graben.jpg am Schnellen Graben mit rötlichem Frühjahrshochwasser]]
Der Schnelle Graben ist ein ungefähr 1,5 Kilometer langes, künstlich angelegtes Fließgewässer in Hannover, das mit 10-15 m weitaus breitere Ausmaße als ein Graben hat. Wassertechnisch gesehen handelt es sich um ein Vorflutergewässer (auch Vorfluter). Er verbindet die Flüsse Leine und Ihme und trägt durch Ausgleich des Wasserstandes zum Hochwasserschutz der Innenstadt von Hannover bei. Dies geschieht dadurch, dass bei Hochwasser große Mengen des Wassers der Leine durch den Schnellen Graben in die Ihme umgeleitet werden.
In den 1920er Jahren wurde schließlich der Bau des Wasserkraftwerks Schneller Graben beschlossen. Dieses konnte bereits im Jahr 1922 in Betrieb gehen und war zunächst hauptsächlich zur Versorgung des in der Nähe befindlichen Wasserwerks Ricklingen bestimmt. Allerdings wurde auch schon damals die überschüssige Energie in das städtische Stromnetz eingespeist.
Heute existieren auf dem Stadtgebiet von Hannover zwei Wasserkraftwerke: Das eben genannte Wasserkraftwerk Schneller Graben und das Wasserkraftwerk Herrenhausen. Bei dem seit 1999 in Betrieb befindlichen Wasserkraftwerk Herrenhausen handelt es sich um ein Projekt der Weltausstellung, die im Jahre 2000 in Hannover stattgefunden hat. Dieses Kraftwerk liefert Strom für ungefähr 1850 Haushalte. Beide Wasserkraftwerke zusammen nutzen etwa 50 % der regenerativen Energie aus Wasserkraft im Stadtgebiet von Hannover.
Zur Zeit befindet sich noch ein drittes Wasserkraftwerk in Bau: Das Wasserkraftwerk "Döhrener Wolle". Mit diesem dritten Kraftwerk werden dann voraussichtlich 90 % des Energiepotentials aus Wasserkraft genutzt sein.
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