Schnellbusse sind qualifizierte Stadt- oder Regionalbusse (Regiobusse) im ÖPNV. Eine Beschleunigung soll hier allerdings weniger durch betriebliche oder bauliche Maßnahmen (wie z. B. Busspuren, Fahrkartenautomaten, freier Einstieg an aller Fahrzeugtüren, spezielle Ampelschaltungen) erreicht werden, sondern durch eine begrenzte Haltestellenbedienung und die Ausnutzung von direkten Wegen und Schnellstraßen. Integro 100 2648.jpg
Die Bezeichnungen und Konzepte sind untereinander austauschbar, es gibt keine festen oder geschützten Begriffe. Im Ausland sind Express- und Direktbusse verbreitet.
Stadtverbindende Schnellbusse übernehmen Qualitätskriterien von Fernbuslinien, wenn sie über größere Distanzen Schnellstraßen / Autobahnen benutzen: Einsatz von Reisebussen, Komfortangebote (z. B. Radio per Kopfhörer, Zeitungen). Andererseits übernehmen Fernlinien die Bezeichnungen der regionalen Schnellbusse wie Direktbus, Expressbus oder CityExpress.
Auf kürzeren Strecken werden gegenüber Regiobussen nur ausgewählte bzw. nur die wichtigsten Haltestellen bedient (z. B. Ortszentren). Da Regiobusse die Haltestellen auf Anforderung bei Bedarf bedienen, ist bei Überlandstrecken die Zeitersparnis nur im Spitzenverkehr von größerer Bedeutung oder wenn Schnellstraßen genutzt werden.
Anruflinien oder AnrufSammelTaxis fahren Haltestellen nach Bedarf und auf kürzestem Wege an – wobei Umwege entstehen, wenn mehrere Haltestellen anzufahren sind, die auf geradem Weg nicht erreicht werden können. Es werden also wie beim Schnellbus nur ausgewählte Haltestellen bedient und wenn möglich Schnellstraßen genutzt. Anrufbusse können eine Art Schnellbus sein. Die genauen Abfahrts- und Fahrzeiten sind für die Fahrgäste allerdings nicht planbar.
Im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr wurden ab 1987 bzw. 88 zuschlagfreie Städteschnellbusse und CityEypress-Linien eingeführt. Damit sollte eine leichtere Unterscheidung zu innerstädtischen Buslinien (mit hohen dreistelligen Liniennummern) und zu langsameren, damals ohne einheitlichen Takt fahrenden Regionalbussen erreicht werden. Das Konzept übernahmen andere Verkehrsbetriebe - ähnliche Angebote gibt es heute zum Beispiel in Teilen Baden-Württembergs und Schleswig-Holsteins.
Im touristischen Bereich können Schnellbusse gezielt Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten anfahren.
Schnellbusse bedienen oft den grenzüberschreitenden Verkehr ins Ausland. Die erste deutsch-französische Schnellbusverbindung besteht seit 1974 zwischen Saarbrücken und Forbach.
Im Ausland haben Schnellbusse wie auch Überlandbusse eine größere Bedeutung als in Deutschland – insbesondere in Ländern mit weniger gut ausgebauten Bahnnetzen.
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