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Wappen Karte
Wappen_Schmiedefeld.jpg Karte Schmiedefeld am Rennsteig in Deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Verwaltungsgemeinschaft: Rennsteig
Landkreis: Ilm-Kreis
Höhe: 700 m ü. NN
Fläche: 18,43 km²
Einwohner: 1.912 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte: 104 Einwohner je km²
Postleitzahl: 98711 (alt: 63-15)
Vorwahl: 036782
Kfz-Kennzeichen: IK
Gemeindeschlüssel: 16-070-046
Adresse der Gemeindeverwaltung: Suhler Straße 4
98711 Schmiedefeld
Website: www.schmiedefeld.de
E-Mail-Adresse: schmiedefeld.fva@t-online.de
Politik
Bürgermeister: Volker Hanff
IK_Schmiedefeld.PNG Schmeidefeld am Rennsteig ist eine Gemeinde im Ilm-Kreis (Thüringen).

Geografie


Der Ort liegt in etwa 700 Metern Höhe im Thüringer Wald. Die höchsten Berge der näheren Umgebung sind der 944 Meter hohe Große Finsterberg und der 907 Meter hohe Große Eisenberg. Schmiedefeld ist von ausgedehnten Fichtenwäldern umgeben. Der Ort liegt am Beginn des Nahetals. Der Rennsteig verläuft etwa 1 km nördlich von Schmiedefeld. Ca. 1,5 km südlich von Schmiedefeld liegt die ehemalige Eisenhütte Neuwerk mit einigen zu dem Ort gehörigen Wohnhäusern.

Nachbargemeinden

Im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden: Gehlberg - Ilmenau - Stützerbach - Frauenwald - Suhl

Geschichte


1406 erstmals urkundlich erwähnt, geht die Ortsgründung auf die Gewinnung und Weiterverarbeitung von Eisenerz zurück. Die Gruben am Eisenberg wurden Crux genannt. Im 16. und im frühen 17. Jahrhundert blühte dieser Industriezweig als Zulieferer für die Waffenherstellung in Suhl auf. Im Jahre 1634 kam der Eisenerzbergbau zum erliegen. Im 19. Jahrhundert unterlag man aber der rheinisch-westfälischen Konkurrenz. Die in den Jahren 1809 und 1855 gegründeten Porzellanfirmen erwiesen sich als nicht wettbewerbsfähig. In einer Ortsbeschreibung des Jahres 1841 wird davon berichtet, dass 100 Familien im Ort von der Kienrußbrennerei lebten. Des weiteren wird von 450 Rindern, die Schmiedefelder Bauern gehörten, berichtet. Ab 1862 brachte die Glasindustrie eine wirtschaftliche Belebung. Als Schmiedefeld 1904 an das Eisenbahnnetz angeschlossen wurde, gewann der Tourismus (Wandern, Skilanglauf) an Bedeutung. Bis 1945 gehörte Schmiedefeld zu Preußen.

Einwohnerentwicklung

  • 1841: 1.420 Einwohner in 230 Häusern
  • 1977: 1.668 Einwohner

Politik


Schmiedefeld ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Rennsteig, der neben dem Ort noch die Orte Frauenwald und Stützerbach angehören.

Schmiedefeld pflegt eine Ortspartnerschaft zu Solms in Hessen.

Wirtschaft und Verkehr


In Schmiedefeld war früher die Glasindustrie der wichtigste Wirtschaftszweig. Auch wurde Eisen abgebaut (meist am Eisenberg) und weiterverarbeitet (geschmiedet; Ortsname Schmiedefeld leitet sich daher ab). 1841 wurden im Neuwerk südlich des Ortes 350 Tonnen Roheisen gegossen. Heute ist der Tourismus von Bedeutung. Schmiedefeld am Rennsteig ist überregional bedeutend als Wintersport- und Erholungsgebiet. Im Ort gibt es drei Glasbläserbetriebe, zwei davon sind auf Schmuck- und Tierglasbläserarbeiten spezialisiert.

Schmiedefeld liegt an der B4, die Ilmenau mit Schleusingen verbindet. Straßen gibt es außerdem nach Suhl und Vesser. Von 1904 bis 1998 hatte Schmiedefeld einen Eisenbahnanschluss an der Rennsteigbahn. Heute gibt es hin und wieder "Nostalgiefahrten" mit einer Dampflok auf der ingenieurtechnisch bedeutsamen Strecke.

Wintersport


Schmiedefeld am Rennsteig ist ein Wintersportort. Es gibt eine Skiliftanlage mit Flutlicht am Großen Eisenberg, Ski- und Snowboardschule. Der Schlepplift führt mit 830 m Länge vom Ortsausgang Schmiedefeld zum Großen Eisenberg und ist der Längste in Thüringen. Er überwindet 123 Höhenmeter. Die Liftbaude befindet sich auf einer Höhe von 863 Metern. Abends findet das Fahren im Flutlich statt. Es gibt auch eine Halfpipe, in der Snowboarder ihre Stunts trainieren können.

Weblinks


Ort in Thüringen | Ilm-Kreis

 

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