Als Schmiede bezeichnet man die Werkstatt eines Schmiedes, in der schmiedbare Metalle durch Kalt- oder Warmverformung in Form, Gefügestruktur und Oberfläche verändert werden.
Zur Formgebung des Werkstücks stehen in der Schmiede zahlreiche Werkzeuge zur Verfügung, von denen der Amboss eine zentrale Bedeutung einnimmt. Weitere Werkzeuge sind:
Gefügeänderungen (Härte, Zähigkeit) in Werkstücken aus Stahl werden nach dem Schmieden in kaltem Wasser oder Öl durch Abschrecken und anschließendem Anlassen in den dafür vorgesehenen Härtebecken durchgeführt. Hierbei werden an zuvor blank geschliffenen Stellen die sogenannten Anlassfarben sichtbar, anhand derer ein erfahrener Schmied die Härte und Zähigkeit abschätzt.
Die Werkstückoberfläche kann mit Schlichthämmern geschlichtet oder mit strukturierten Gesenken gestaltet werden.
Vorläufer der industriellen Schmieden zu Beginn der Industrialisierung waren die Hammerwerke, die, an Wasserläufen gelegen, Wasserkraft zum Antrieb von Fallhämmern nutzten.
Die Bearbeitung großer Stücke beim Freiformschmieden erfolgt meistens durch Verformung des Werkstücks in mehreren Erwärmungsschritten („aus mehreren Hitzen“), weil eine einzige Erwärmung nicht für die vollständige Formänderung ausreicht. Anschließend werden die Schmiedestücke vergütet, d.h. einer Wärmebehandlung unterzogen, um die gewünschten mechanischen Eigenschaften bzgl. Härte, Festigkeit und Zähigkeit zu erreichen.
Große Freiformschmiedestücke können mehrere hundert Tonnen wiegen, beispielsweise Turbinen- oder Generatorwellen und Reaktorgefäße für Kraftwerke.
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