Schmarl ist ein Ortsteil im Nordwesten der Hansestadt Rostock. Er wurde zwischen 1977 und 1979 erbaut. Benannt wurde der Ortsteil nach dem Warnowdorf Schmarl im Nordosten dieses Stadtteils.
Geschichte
Der Name stammt vom Slawischen und bedeutet soviel wie "smerdele", auf hochdeutsch "Stinkkäfer". Die frühere Hundsburg war im frühen Mittelalter ein bedeutender strategischer Punkt. Königin Margarete von Dänemark, die während eines Sturmes in Seenot geraten war, wurde hier von Fischern gerettet. Zum Dank dafür stiftete die Königin 1270 das Zisterzienser-Nonnenkloster Kloster zum Heiligen Kreuz. Schmarl wurde am 8. März 1934 nach Rostock eingemeindet. Die Straßen Schmarls tragen Namen von berühmten Seefahrern.
Sehenswürdigkeiten
Um das Dorf Schmarl herum sind die zwei hier fest vertäuten Schiffe
Traditionsschiff Typ Frieden, welches zum schwimmenden Schiffsmuseum umfunktioniert wurde und die MS Likedeeler. Das Gelände um den Schmarler Bach im Norden des Ortsteils lockte von April bis Oktober 2003 viele tausend Gäste aus aller Welt nach Rostock zur Internationalen Gartenbauausstellung
IGA. Das Gelände dient heute als allgemeines Messegelände, auf der regelmäßig Bootsmessen u.ä. stattfinden.
Verkehr
Schmarl hat den bisher einzigen mautpflichtig privatwirtschaftlich betriebenen Straßentunnel in Deutschland. Er verläuft unter der
Warnow und erhielt von diesem Fluss seinen Namen,
Warnowtunnel. Er verbindet Schmarl mit Oldendorf am östlichen Warnowufer. Nahverkehrstechnisch ist Schmarl mit der
S-Bahn und Buslinien mit den anderen Ortsteilen Rostocks verbunden.
Siehe auch
Rostock