Schmalkalden ist eine Stadt im Südwesten von Thüringen.
Geographie
Geographische Lage
Die Stadt liegt am Südwesthang des
Thüringer Waldes. Sie befindet sich auf einer Breitenlage mit
Rudolstadt (50° 43' 0" N). Durch Schmalkalden führt die
Deutsche Fachwerkstraße.
Nachbargemeinden
Angrenzende Gemeinden sind Altersbach, Christes, Fambach, Floh-Seligenthal, Heßles, Metzels, Rotterode, Schwallungen, Springstille, Wasungen und Wernshausen.
Stadtgliederung
Die Stadt hat folgende Ortsteile: Aue, Asbach, Breitenbach, Grumbach, Haindorf, Mittelschmalkalden, Mittelstille, Möckers, Näherstille, Reichenbach, Volkers, Weidebrunn.
Eingemeindungen
Grumbach wurde am 8. März 1994 und
Asbach, Mittelschmalkalden, Mittelstille und Möckers am 1. Juni 1994 eingemeindet.
Einwohnerentwicklung
Entwicklung der Einwohnerzahl
(ab 1960 31. Dezember):
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| 1830 bis 1946
1950 bis 1997
1998 bis 2003
- Datenquelle ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik
1 29. Oktober
2 31. August
Politik
Der Stadtrat setzt sich wie folgt zusammen:
| CDU | : 5 Sitze
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| SPD | : 2 Sitze
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| PDS | : 5 Sitze
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| Bürgerinitiative 63 | : 12 Sitze
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Wappen
Blasonierung
Das Stadtwappen zeigt in Rot eine zweitürmige silberne Burg mit blauem Dach und vier goldenen Turmknäufen, im offenen Tor einen gespaltenen Schild, darin vorn in Gold eine schwarze Henne mit rotem Kamm und roten Lappen auf grünem Dreiberg, hinten in Blau einen neunmal von Silber und Rot geteilten, golden gekrönten Löwen.
Bedeutung
Der Inhalt des Schildes (Henne und Löwe) geht auf die geschichtliche Entwicklung der Stadt in der Zeit von 1360 bis 1583 zurück. Während dieser Zeit lebte die Stadt Schmalkalden in einem Kondominat (Doppelherrschaft) zwischen der Landgrafschaft Hessen-Kassel und der gefürsteten Grafschaft Henneberg.
Als im Jahre 1583 Graf Georg Ernst von Henneberg kinderlos starb, fielen die Henneberger Besitzungen an Landgraf Wilhelm IV von Hessen-Kassel.
Städtepartnerschaften
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Stadtkirche_Schmalkalden.jpg
- Sehenswertes Stadtbild - 90 % der spätmittelalterlichen Fachwerkhäuser sind erhalten geblieben.
- Stadtkirche St. Georg (Schmalkalden)
- Schloss Wilhelmsburg
- Fachwerkhäuser, darunter das Lutherhaus von 1530. Das älteste Haus Schmalkaldens (erbaut 1369/70) steht in der Weidebrunner Gasse 13 und zeigt eine Mischung aus Ständer- und Stockwerkbauweise. Um die dringend nötige Restaurierung bemüht sich u. a. die Deutsche Stiftung Denkmalschutz sowie die Ernst-Ritter-Stiftung (unter dem Dach der Deutschen Stiftung Denkmalschutz).
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Die Stadt hat keinen direkten Anschluss zu einer
Bundesstraße oder einer
Autobahn. Die nächste Bundesstraße ist die
B 19 (
Eisenach -
Oberstdorf), ca. 6 km von der Stadt entfernt, und die nächste
Bundesautobahn die
A 71 (AS
Meiningen-Nord, ca. 24 km entfernt und AS
Suhl/
Zella-Mehlis, ca. 26 km entfernt). Um die Stadt für wirtschaftlich Investitionen attraktiver zu machen, hat man sich darauf geeinigt, die Bundesstraße
B 62 (
Siegen -
Barchfeld (Werra)) bis zur A 71 bei Zella-Mehlis zu verlängern. In diesem Zusammenhang soll die bereits bestehende Straße ausgebaut werden. Auch eine Ortsumgehung für Schmalkalden ist im Gespräch, da der Verkehr aus dem Südthüringer Wirtschaftszentrum Suhl/Zella-Mehlis in Richtung Osthessen (
Bad Hersfeld,
Kassel) zugenommen hat und die engen Straßen ihn nicht mehr bewältigen können.
Schmalkalden liegt an der Bahnlinie Wernshausen - Zella-Mehlis. Diese Strecke wird von der Süd-Thüringen-Bahn befahren.
Bildung
1902 wurde die „Königliche Fachschule für Kleineisen- und Stahlwarenindustrie Schmalkalden“ gegründet, die
1918 den Status einer Staatlichen Fachschule erhielt. Seit Herbst
1945 war sie eine bedeutende Ingenieurschule der
DDR.
Die Fachhochschule Schmalkalden schließt an diese Traditionen an, ist jedoch kein Rechtsnachfolger der früheren Schulen.
Seit 2004 ist die Stadt berechtigt, die Bezeichnung „Hochschulstadt“ zu führen.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
weitere Persönlichkeiten
Literatur
- Schmalkalden, in: Meyers Konversationslexikon, 4. Aufl. 1888-89, Bd. 14, S. 546
- Zwischen Ruhla, Bad Liebenstein und Schmalkalden, 1989, ISBN 3050003782
- Harry Gerlach: Schmalkalden. 1994, ISBN 3623009768
- Eberhard Jäger, Hendrike Rassbach: Struktur und Arbeitsweise des MfS an der Ingenieurschule für Maschinenbau Schmalkalden (1980-1990). Der Landesbeauftragte des Freistaates Thüringen für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, 1998, ISBN 3932303121
- Dieter Eckardt, Helmut-Eberhard Paulus, Willi Stubenvoll: Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden. Deutscher Kunstverlag, 1999, ISBN 3-422-03066-2
- Georg Thielmann: Die Strecke Zella-Mehlis - Schmalkalden - Wernshausen. Eine Nebenbahn mit Gebirgscharakter. Ursula Thielmann, 2002, ISBN 3935795033
- Peter Handy, Karl-Heinz Schmöger: Fürsten, Stände, Reformatoren. Schmalkalden und der Schmalkaldische Bund. J. Perthes Vlg., Gotha 2002, ISBN 3623007463
- Norbert Krah: Die Fach- und Ingenieurschule Schmalkalden. Vera Kretschmar, 2002, ISBN 3934572510
- Ernst Badstübner, Constantin Beyer (Illustrator): Schmalkalden. Evangelische Stadtkirche St. Georg. Schnell & Steiner, 2004, ISBN 3795457572
- Pryzemyslaw P Zalewski, Sibylle Putzke: Baugeschichte einer Handwerkerstadt. Schmalkalden. Reinhold, 2004, ISBN 3910166903
- Kahlfuß, Dr. Hans-Jürgen: Die amtliche Kartographie der Herrschaft Schmalkalden Thüringer Landesamt für Vermessung und Geoinformation, 2001, ISBN 3861402688
- Wanderkarte 1:25 000: TK25 W Nr.11 - Schmalkalden Thüringer Landesamt für Vermessung und Geoinformation, ISBN 3861401819
- Wanderkarte 1:50 000: TK50 W Nr.55 - Westlicher Thüringer Wald Thüringer Landesamt für Vermessung und Geoinformation, ISBN 3861402653
- Wanderkarte 1:50 000: TK50 W Nr.58 - Östlicher Thüringer Wald Thüringer Landesamt für Vermessung und Geoinformation, ISBN 386140267X
siehe auch
Weblinks
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