Ein Schlosspark ist ein zu einem Schloss gehörender Garten, der das Gebäude ergänzt und rahmt.
Erstmals wurden Blumenrabatten, Hecken, Brunnen und Alleen geometrisch zusammengestellt und zu dekorativen Parterres angeordnet. Diese Gartenbereiche waren noch in sich abgeschlossen, nicht auf Fernwirkung konzipiert und hatten häufig auch keinen baulichen Bezug zum Wohngebäude, nicht selten waren sie sogar in einiger Entfernung zum Schloss errichtet. Die Gärten wurden häufig mit Terrassen gestaltet und mit Statuen geschmückt, auch die Topiari genannte Fertigkeit, Büsche und Sträucher kunstvoll zu beschneiden und in Form zu bringen wurde das erste Mal angewandt. Die Epoche liebte das ungewöhnliche und so wurden die Gärten mit Grotten und Labyrinthen auch zu einem sinnlichen Erlebnis, in dem man sich wundern konnte und staunen sollte.
Eine deutsche (restaurierte) Variante dieses Gartenstils findet sich bei Schloss Güstrow, berühmt war der Hortus Palantinus des Heidelberger Schlosses, welcher heute nur noch in Rudimenten besteht.
Der Mittelpunkt dieser Gärten war immer das Schloss, aus dessen mittlerem Gebäude man jene Achse zog, um die der Park errichtet wurde. Häufig war sie als Sichtschneise bis zum Horizont ausgebildet und sollte so auch ein Gefühl von der Macht und Erhabenheit ihres Erbauers vermitteln. In direkter Nähe zum Schloss wuchsen die ursprünglich kleinen, mit Blumenornamenten geschmückten Parterrebereiche zu großen Pflanzenflächen heran, die reichlich mit komplizierten Broderien verziert wurden. Große Bassins und weite Rasenflächen gliederten die ferneren Bereiche und die Baumbestandenen Parks wurden zu Bosketten ausgebildet, in denen man die Salons und Kabinette des Schlosses im Freien wiederholte. Endlose Alleen führten schon aus kilometerweiter Entfernung in die Umgebung des Schlosses. Pavillons, Orangerien und Lustschlösser füllten die Gärten und in den Statuen und Brunnen wurden Motive aus der Mythologie dargestellt.
Beispiele der wenigen vollständig erhaltenen Schlossparks dieser Zeit sind jener des Schleissheimer Schlosses und die Herrenhäuser Gärten in Hannover.
Modern wurden künstliche Ruinen, Tempel, weite Seen und angelegte natürliche Wasserfälle, sanfte Hügel formten die Landschaft und die beschnittenen Pflanzen wichen zugunsten wilder, doch gepflegter Natur. Fast unmerklich wurden die Übergänge von den eigentlichen Parks in die Umgebung gestaltet. Durch die mittlerweile weiten Handelsbeziehungen konnten exotische Pflanzen ausgestellt werden. Die Parks sollten Landschaftsgemälden gleichen und romantische Gefühle vermitteln, sie wurden als Arkadien betrachtet und verklärend mit einem philosophischem Leben gleichgesetzt. Ein solcher Garten sollte nicht mehr von der Macht seines Erbauers künden, sondern Stimmungen anregen. Da in dieser Epoche natürliche Motive gefragt waren, verschwand die Regelmäßigkeit der Barockgärten oft ganz und sie wurden - z. B. bei Schloss Wilhelmshöhe - vollständig ersetzt oder sie verschmolzen sich zumindest mit den neuen Landschaftsgärten, wie bei Schloss Charlottenburg.
Bedeutende französische Schlossparks befinden sich z. B. bei
Bedeutende englische Schlossparks befinden sich z. B. bei
Bedeutende niederländische Schlossparks befinden sich z. B. bei
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