Das Schloss Pillnitz aus dem 18. Jahrhundert liegt an der Elbe in dem gleichnamigen Dorf Pillnitz, das heute als Ortsteil zu Dresden gehört.
Christoph Ziegler verkaufte das Gut Pillnitz an Christoph von Loß, des Heiligen Römischen Reiches Pfennigmeister und Oberschenk des Kurfürsten Christian I., später dessen Geheimer Rat, der das Lehen 1569 empfing. Er legte 1539 den Grundstein zur Schlosskirche. Sein Sohn Joachim, der "böse Loß", soll als schwarzer Hund im Schloss spuken. 1640 erbte Günther von Bünau das Schloss. 1694 erwarb Kurfürst Johann Georg IV. das Schloss und schenkte es seiner Geliebten Sibylle von Neitschütz. August der Starke hat das Schloss seiner Mätresse Gräfin Cosel geschenkt. Nachdem sie in Ungnade gefallen war, behielt er es 1718 selbst und ließ es im barocken Stil um- und ausbauen, angefangen mit dem Abbruch der Schlosskirche.
Schloss Pillnitz ist ein hervorragendes Beispiel für die Chinamode des 18. Jahrhunderts. Kurz nach Fertigstellung der Neubauten fand 1791 im Schloss eine Fürstenzusammenkunft statt, deren Ergebnis als Pillnitzer Deklaration in die Weltgeschichte eingegangen ist.
Die reizvolle landschaftliche Umgebung, die auf der Nordseite der Elbe durch ausgedehnte Weinanbauhänge (etwa 100 m Höhenstufe) geprägt ist, trägt maßgeblich zur Attraktivität des Ensembles bei.
Attraktionen im Park sind eine historische Elbgondel Friedrich Augusts des Gerechten, die Orangerie und die über 200 Jahre alte und 8,6 Meter hohe Pillnitzer Kamelie. Diese dendrologische Rarität wird im Winter von dem 1992 erbauten und fahrbaren Kamelienhaus geschützt bzw. beherbergt. In der wärmeren Jahreszeit steht die Pflanze im Freien.
Im chinesischen Pavillon findet regelmäßig die Teezeremonie statt.
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