schloss_dyck_jüchen_010105.jpg schloss_dyck_innenhof_010105.jpg | schloss_dyck_orangerie_010105.jpg Schloss Dyck ist eine der bedeutendsten Wasserburgen und Schlossanlagen des Rheinlandes. Das Schloss liegt zwischen Grevenbroich/Jüchen und Mönchengladbach. Sie besteht aus einer Hochburg und zwei Vorburgen, die von einem Wassergraben umgeben sind. Das [[Wasserschloss (Architektur)| Wasserschloss]] Dyck verfügt über ein dreifaches Grabensystem. Über dieses und eine äußere sowie innere Vorburg gelangt man zum Herrenhaus aus den Jahren 1636 bis 1663. Das vierflügelige, von Ecktürmen begrenzte Schloss umgibt einen fast quadratischen Innenhof. Das Schloss ist mit altem, erlesenem Mobiliar ausgestattet und verfügte über eine ansehnliche (Jagd-) Waffensammlung (versteigert). Die Gebäude gehen im wesentlichen auf den Stand nach den Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg zurück. Ernst Salentin von Salm-Reifferscheidt-Dyck, kurkölnischer Oberst von 1645 an, veranlasste den schlossartigen Ausbau (Pläne von 1658). Im 18. Jahrhundert folgten barocke Ausbauten und Erweiterungen. Der Südflügel wurde 1945 durch eine Bombe erheblich zerstört. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Anlage insbesondere im Jahre 1961 restauriert. Bei dieser Gelegenheit wurde in einem der Räume eine chinesische Seidentapete aufgebracht, die aus dem 18. Jahrhundert stammt und Alltagsszenen chinesischer Handwerker und Bauern zeigt.
Aus dem Jahre 1094 findet man erste urkundliche Hinweise auf diese Befestigungsanlage. „Hermannus de Dicco“ war danach Besitzer der Burg. 1383 belagern verbündete Truppen der Städte Köln und Aachen, von Friedrich III. von Saarwerden und dem Herzog Wilhelm von Jülich und Geldern die Burg. Sie werfen Gerhard von Dyck Raubrittertum vor. Die Burg wird eingenommen und Gerhard von Dyck gezwungen die damalige Hochburg zu zerstören. Zehn Jahre später ist sie wieder errichtet.
Nach dem Tode Gerhard von Dycks im Jahre 1394 endet die männliche Linie derer van Dyck und Johann V. von Reifferscheidt (dann Reifferscheidt-Dyck) erbt die Burg. Nachdem Johann VI. die Ländereien durch den Zukauf von [[Salm (Adel)| Alt- und Niedersalm]] erweitert und das Amt eines Erbmarschalls von Köln erhält, begründet er die Linie Salm-Reifferscheidt-Dyck. Seine Nachkommen werden 1804 in den Reichsfürstenstand und 1816, das Schloss ist mittlerweile Teil der preußischen Rheinlande, in den preußischen Fürstenstand erhoben.
Die Stahlbildhauerin Beate Schroedl zeigt gleichzeitig Skulpturen aus Edelstahl im historischen Park. Sie nehmen Bezug auf das "Bambusjahr 2005". Unter diesem Motto wurden u.a. ein moderner Bambusgarten gestaltet, der mit dem historischen Teil der Parkanlage im Dialog steht.
Auf Schloss Dyck entstand der Plan, die hervorragend restrukturierten Gärten der Landesgartenschau und der internationalen Euroga 2002 auch weiterhin zusammen zu fassen und zu präsentieren, der auch 2004 realisiert wurde. Seitdem ist Schloss Dyck Gründungsmitglied der Straße der Gartenkunst an Rhein und Maas .
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