Das Schloss Callenberg ist aufgrund seines neugotischen Baustils ein bedeutendes Baudenkmal. Es liegt in sechs Kilometer Entfernung vom Coburger Stadtzentrum auf einer Anhöhe im Stadtteil Beiersdorf.
Während der Regentschaft Herzog Ernst I. erfolgte der Neubau des oberen Schlosses. Sein Sohn Ernst II. ließ die untere Schlossanlage im Stil der Neugotik umgestalten. Ab 1842 war das Anwesen Sommersitz der Coburger Regenten, die im benachbarten Callenberger Forst häufig zur Jagd gingen. Nach dem Tod Ernst II. 1893 nutzte seine Witwe, Herzogin Alexandrine, das Schloss als Wohnung und Herzog Carl Eduard von 1905 bis zu seiner Abdankung 1918 als Sommerresidenz.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss veräußert und zunächst als Stützpunkt eines Theaterensembles, dann als Altenheim genutzt. 1957 zog die Frauenfachschule der Mathilde-Zimmer-Stiftung in das stark herunter gekommene Gebäude. Erst 1982 gelang es dem mit seiner Familie aus den USA zurückgekehrten Andreas Prinz von Coburg durch die von ihm ins Leben gerufene Herzogliche Familienstiftung das Schloss zurück zu erwerben. In den folgenden fünfzehn Jahren wurden mit Hilfe der öffentlichen Hand größere Sanierungsmaßnahmen durchgeführt.
Schloss Callenberg war Teil der Bayrischen Landesausstellung, die unter dem Titel Ein Herzogtum und viele Kronen 1997 in Coburg stattfand. Seit 1998 wird das Schloss als Museum genutzt, in dem die Sammlung Herzoglicher Kunstbesitz Mobiliar, Gemälde, Porzellan und kunstgewerbliche Gegenstände aus vier Jahrhunderten zeigt. Auch ein außergewöhnliches Uhrenkabinett kann besichtigt werden. Intensiv befasst sich das Museum mit der Heiratspolitik des Coburger Fürstenhauses. Im Jahre 2004 ist hier zusätzlich das Deutsche Schützenmuseum beheimatet worden.
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